Warum Berlin umzieht!

Laut Asterix hatten die alten Gallier nur eine Angst – dass ihnen der Himmel auf den Kopf fällt. Die Bauplaner des Fluchhafens BER scheinen gallische Gene zu haben – sie fürchten, dass ihnen die Decke auf den Kopf fällt. Jetzt mehren sich die Stimmen, die den Fluchhafen ganz abreißen und zu einer Minigolfbahn umbauen wollen. Letztere braucht keine Entrauchung und trotzdem fliegt was.

Der BER-Eröffnungstermin mutiert immer mehr zu einer Metapher für Ewigkeit. Wenn Sie irgendjemand höflich sagen wollen, dass etwas nicht passieren wird, sagen Sie einfach: Sobald BER eröffnet ist… Einige Beispiele: „Wir werden die Steuern senken, sobald BER eröffnet ist“. „Wir kriegen Kinder, sobald…“. „Das jüngste Gericht wird tagen, sobald…“ Auch die jüngsten Messungen, dass die Decke wohl doch nicht runterfällt, können nur unter Vorbehalt genossen werden: Wer weiß, ob da nicht eine Software von VW im Spiel war…

Angesichts der nicht mehr in den Griff zu bekommenden Flughafen-Kosten wird es wohl billiger sein, die Stadt Berlin abzubauen und in der Nähe eines bereits existierenden Flughafens wieder aufzubauen. Wie wäre es denn, wenn wir Berlin auf dem Gelände der bisherigen bayrischen Stadt Freising aufbauten, welche direkt am Münchner Flughafen gelegen ist? Die Vorteile wären immens: Berlin wäre ohne Länderfinanzausgleichsbettelei finanziell saniert, der Flughafen kein Thema mehr, und das Oktoberfest hätte ein paar Millionen zusätzliche Besucher.

Durch die so entstehende Nähe zur Bundesregierung muss dann nur noch einer fürchten, dass ihm der Himmel auf den Kopf fällt: Horst Seehofer!