Warum Flüchtlinge gewinnen!

Deutschland wird von Flüchtlingen überschwemmt. Die meisten finden das ok. Einige nicht. Letzteren sei gesagt, dass wir alle mal als Flüchtlinge begonnen haben. Meine Eltern waren Kriegsflüchtlinge aus Ostpreußen. Deren Vorfahren waren Hugenotten-Flüchtlinge aus Frankreich. Die Hugenotten stammten teils von den Franken ab, die aus Baden-Württemberg flüchteten, als Germanien noch eine Art DDR des römischen Reichs war und durch einen befestigten „Anti-anti-imperialistischen Schutzwall“ (der Limes war doppelt anti) vom römischen Kapitalismus ferngehalten werden sollten.
Die Bewohner des heutigen Sachsens, sofern sie von historisch-germanischen Sachsen abstammen, sind flüchtige holländische Seeräuber! Die meisten heutigen Sachsen haben aber slawische Vorfahren, sind also Flucht-Polen. Thüringer sind historisch gesehen Österreich-Flüchtlinge. Das ist alles nix, worauf ein Nazi besonders stolz sein kann…
Nun ist der Mensch an sich ein Fluchttier. In der Steinzeit gab es zwei Typen Homo Sapiens. Die einen sagten: „Wie? Säbelzahntiger hinterm Baum? Hallo!? Seh ich etwa aus, als hätte ich Angst vor einer Muschi mit Überbiss?“ Wir heutigen Menschen sind die Nachfahren des anderen Typs…
Die menschliche Geschichte besteht zu einem Großteil aus Flucht und Vertreibung. Aufgrund einer historisch einmaligen Friedensphase in Deutschland vergessen wir das gern. Flucht ist normal. „Kurz daheim bleiben können“ die Ausnahme. Und Flucht ist gut. Denn Fluchttiere leben länger. Wer stirbt aus? Das Reh oder der Tiger? Im Zweifelsfalle gilt: die Thüringer von heute könnten die Syrer von morgen sein…