Warum ich allen Angst mache!

Heute Abend bin ich zu einer Halloween Party eingeladen. Normalerweise mag ich keine Veranstaltungen, die Menschen Angst einjagen, damit sie Wertvolles rausrücken. So was erinnert mich zu sehr ans Finanzamt! Aber es hilft der Kreativität ja, ab und zu was Neues zu machen. Also geh ich. Weiß aber noch nicht als was. Vielleicht als Schlafmonster im Schlafanzug mit weißem Gesicht. Immer wenn ich mich langweile, schlafe ich einfach ein. Oder ich geh als Äquator, wie Steven Wright es mal tat. Dann werden die Leute wärmer, wenn sie auf mich zukommen…

Halloween ist jedoch das große Fest der Angstverbreitung. Vielleicht sollte ich als Flüchtling oder „Ausländer“ gehen? Das wäre in Dresden oder Meck-Pom eine furchterregende Verkleidung. Oder ich geh als Telekom-Ingenieur und nehme die Umstellung auf Schneckentarif wie gestern angekündigt vor – außer die Leute zahlen mir einen Aufpreis für „Normal-Surfen“! Haha!

Dummerweise kann man ja nicht als alles erscheinen. Wem jagen Monster denn noch einen Schrecken ein? Der moderne Halloweenist muss da zielgruppenorientierter sein. Bei einer CSU-Wahlveranstaltung kommt man einfach als Angela Merkel! Andersrum kann man auf Angies Halloween-Party für viel Gaudi in der „Horst-Seehofer-Maske“ sorgen. Beim FC Bayern München kommt man einfach als „Steuerfahnder“. Aber das mache ich ja schon morgen in den Wühlmäusen.

Der Gastgeber meiner Halloween-Party ist schwul. Sollte ich als Putin gehen? Das könnte ein sehr einsamer Abend werden. Andererseits ist dann auch der Äquator eine eher kritische Verkleidung… Wird wohl der Pyjama werden.