Warum Reiche es so gut haben!

OECD – wenn es nach den Steuerberatern der Superreichen gehen sollte, steht diese Abkürzung bald nicht mehr für eine Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit, sondern für Old Eccentric Communist Dummies (olle exzentrische Kommunisten-Dumme). Da hat die OECD doch schon wieder eine Studie rausgehauen, in der sie den reichen Ländern vorwirft, sich nicht genug um die Besteuerung ihrer reichen Bürger zu kümmern, so dass Wohlhabende oft im Verhältnis weniger zum Gemeinwesen beitragen als Arme oder Mittelschicht.
Von 56 untersuchten Ländern haben nur 17 spezielle Abteilungen für „Reiche“ (Menschen mit über einer Million Vermögen) – Deutschland gehört nicht dazu, es gehört aber laut „Schattenfinanzindex“ zu den 10 größten Steuer- und Schattenfinanz-Oasen! Nur fünf Länder haben ihre Abteilungen auch gut und wirksam ausgestattet, darunter erstaunlicherweise Griechenland…! Die OECD fordert Finanzbeamte, die direkten Kontakt mit Wohlhabenden haben und ihre Steuerschlupflöcher durchschauen können. Der Finanzbeamte von morgen wird also auf Gesellschafts-Events in Monaco „undercover“ mit Rolex am Arm ermitteln und „Stallgeruch“ demonstrierend Bilder zeigen: „Meine neue Villa, meine neue Jacht, die neue Frau an meinem Busen! (oder alternativ: der neue Busen meiner Frau!)“. Dann quatscht man über Steuertricks und verhaftet Boris Becker vor Ort.
Eine zentrale Rolle bei der Steuervermeidung spielen Steuerparadiese. Zu deren Trockenlegung braucht es „Whistleblower“, also „wohlmeinende Verräter“ mit viel Insiderkenntnis. Hier ist Schäuble gefordert, schon mal die nächste Generation IMs (inoffizieller Mitarbeiter) anzuwerben. Am geeignetsten sind frustrierte Erben. Da rund die Hälfte der Steuerparadiese direkt oder indirekt der englischen Krone untersteht, ist zu deren Ausschaltung nur ein Mann vonnöten: der nächste britische König, Prince Charles! Sobald der in seiner Doppelfunktion als deutscher Staatssekretär die britischen Kronkolonien und Überseegebiete an die EU ausliefert, werden Billionen Anlegergelder in eine neu geschaffene deutsche Schein-Steueroase transferiert – Singen am Hohentwiel (Warum nicht? Liegt fast in der Schweiz, Slogan: „Willst das Finanzamt dich ums Liebste bringen, verreise einfach schnell nach Singen!“). Von dort holt sich der Fiskus bei Nacht und Nebel, was er braucht.
Warum kommt das Finanzamt da nicht drauf? Warum muss ich mir so was ausdenken?