Wie Flüchtlinge wieder zurückkehren!

Diese Fluchtszenen sind hinlänglich bekannt – wenn die Bedingungen unerträglich sind, wenn Gewalt und Repressionen drohen, wenn intolerante Menschen mit brutalem Denken einen verfolgen, dann muss man einfach an einen sicheren Ort fliehen. Die Rede ist natürlich vom… Kapital! Denn das Kapital wird von kleingeistigen, intoleranten Regierungen verfolgt, die es unter der brutalen Zuchtknute von Steuern inkompetenten Beamten in den Rachen werfen.

Und da muss das Kapital weg. Schnell, bei Nacht und Nebel, vertraut es sich teuren Schlepperbanden an, sogenannten Schweizer oder anderen Groß-Banken, die dem Geld helfen, anstelle der überlaufenen Westbalkanroute über die „Ostalpenroute“ zu fliehen, um dann in übervollen Flüchtlingscamps, sogenannten steueroptimierten Stiftungen, ein temporäres Zuhause zu finden, bevor es sich erneut auf die Reise begibt, um in Offshore-Finanzplätzen Asyl zu beantragen.

Irgendwann lungert das Kapital auf irgendwelchen von Kapital überlaufenen Karibik-Inseln, die sich beständig weiter füllen, so dass es immer enger wird. Das wirklich Schlimme daran ist, dass die Menschen am Heimatort des Kapitals irgendwann merken, dass das Geld futsch ist. Durch die Armut gehen sie sich gegenseitig so dermaßen auf den Keks, dass sie sich an die Kehle gehen und dann auch fliehen müssen. Dahin, wo sie das Kapital vermuten.

Vielleicht – wenn das Kapital dorthin zurückkehrt, von wo es geflohen ist – nach Afrika, Asien, Griechenland, auf den Balkan – vielleicht kehren dann auch die Menschen wieder dahin zurück, wo sie einigermaßen leben können. Vielleicht!