Warum Volkswagen bald zurückschlägt!

Alle meckern über VW. Dabei ist der Konzern jetzt im 80. Jahr seines Bestehens. Und trotzdem muss der rüstige Rentner weiterhin seinen Mann stehen, gegen die vier großen Feinde, die sich gegen ihn verschworen haben: Regierung, Umweltverbände, Konkurrenz und äh… der Kunde. Denn der Kunde hat, wenn man einem Interview des Vorstandschefs Müller Glauben schenken darf, nicht laut genug Elektro-Autos nachgefragt und ist daher mit Schuld am Diesel-Schlamassel.

Was fällt dem Kunden auch ein? Warum ist er denn nicht reif genug, eine VW-Kampagne namens „Clean Diesel“ zu ignorieren? „Clean wie ein VW-Diesel“, das war eine feine, unverstandene Ironie. Gemeint war: Clean Clean wie ein Sprung in eine Teergrube, Clean wie eine Luftkur bei Smog-Alarm, Clean wie ein Abend mit Donald Trump auf einer von Dominique Strauss-Kahn veranstalteten Party…

Und weil der Kunde eben zu dumm für diese Ironie war, trägt auch er die Verantwortung, dass VW weiterhin auf eine Technologie setzte, die in etwa so zukunftsweisend ist wie „Aderlass zur Behandlung bakterieller Infektionen“. Ein Aderlass ist jetzt auch bei VW nötig: 30.000 Stellen müssen gestrichen werden. Da kann man dem Kunden unmöglich entgegen kommen und ihn auch noch entschädigen, jedenfalls nicht den deutschen Kunden. Bei den US-Kunden ist das eine „völlig andere Ausgangssituation“, sagt Konzernchef Müller. Natürlich ist es das, die amerikanischen Kunden haben immerhin ein Produkt „Made in Germany“ inklusive tollem Image erstanden, die deutschen nur einen VW!

Und wenn die Kunden jetzt weiter meckern, dann kann der rüstige Rentner auch anders. Immerhin wurde in Wolfsburg in seiner Jugend auch die V1 produziert. Die Anlagen sind noch vorhanden. Und so eine fesche Transkontinental-Rakete, die findet zurzeit schnell Abnehmer. Man ist da gar nicht auf den deutschen Meckerer angewiesen!

Chin Meyer mit neuem Programm „Macht! Geld! Sexy?“ am 26. und 27.11. live in den Wühlmäusen, www.chin-meyer.de