Warum wir anti-amerikanisch sind!

Apple soll 13 Milliarden Euro Steuern in Europa nachzahlen. Neben dem IPhone Sechs verdient Apple nämlich das meiste Geld mit einem Steuerprodukt: IFuck Tax! Apple empfand die Steuer in Irland (0,005 Prozent) als Grenze des Belastbaren. Verständlich: Wenn mein Akku so schnell leer wäre wie der des IPhone, wäre meine Belastbarkeit auch nicht so wahnsinnig hoch!

Apple-Chef Tim Cook bezeichnet die Nachzahlung als „anti-amerikanisch“. Markus Söder, Horror-Franke aus dem Seehoferschen Komödienstadel, pflichtet ihm bei. Söder ist allerdings (noch…) nicht Apple-Vertriebschef für Bayern, sondern dortiger Finanzminister. Die Apple Millionen könnten bayrische Schulen finanzieren, aber auch das will Söder nicht – nur blöde Wähler sind gute (CSU)Wähler.

Anti-Amerikanisch ist Apple zufolge ein weites Feld. Du kaufst ein Samsung Galaxy? Anti-Amerikanismus! Du bestellst nicht sofort das neue IPhone 7? Purer Anti-Amerikanismus! Du arbeitest bei Foxconn (Apple-Zulieferer mit sklavenähnlichen Arbeitsbedingungen) und begehst Selbstmord (wie bereits vielfach geschehen)? Ein besonders gemeiner Akt des Anti-Amerikanismus… Apple selbst hat ein Auslandsvermögen von etwa 215 Milliarden Dollar. Bis vorgestern lehnte Apple die Rückführung in die USA ab, weil sie das US-Steuersystem doof fanden – das ist natürlich nicht anti-amerikanisch, sondern so patriotisch wie Donald Trump!

Der Schritt der EU-Kommission ist nicht ungefährlich. Apple könnte sich rächen und Stromversorgung sowie Netzstecker aller Apple-Geräte auf völlig neue Normen umstellen – was einen Neubau aller europäischen Häuser erforderlich macht… Nur Bayern kriegt dank Söderscher Vasallentreue noch die alten Stecker. Apple widmet ihm überdies ein neues IPhone – das „IPhone 6 s Amigo“ – es hat schicke blau-weiße Rauten auf dem Gehäuse und ist in der Hosentasche so biegsam wie die bayrische Finanzverwaltung!