Warum wir demnächst druckreif sind!

Druckreif war bislang ein Synonym für besondere Redefertigkeit. Durch den 3D-Drucker wird sich das wandeln. Stand der 3D-Drucker bislang bloß für kleine merkwürdige Plastikteilchen, deren Verwendungsmöglichkeiten in etwa so vielfältig waren wie die einer leergeschriebenen Kugelschreibermine, setzt er jetzt zu einem technologischen Panthersprung an. In China steht bereits die erste Villa aus dem 3D-Drucker. Karl Lagerfeld ließ jüngst eine Weste 3D-drucken und gefährdet so die Existenzgrundlage zehntausender Textil-Näherinnen in Bangladesh. Welche dann arbeitslos werden und wieder auf die landwirtschaftlichen Felder zurückkehren müssen – statt „Lagerfeld-Innovation“ heißt es dann „sie wurden ge-Feld-lagert“.

Richtig revolutionär wird aber erst das „Bio-Printing“. Schon heute gibt es gedruckte Blutadern, die implantiert werden können. In einigen Jahren wird man auch Organe drucken. Künstliche Herzen etwa, hergestellt aus eigenen Stammzellen. Besonders Alkoholiker werden sich dann freuen, ihre Trinkerleber gegen eine Drucker-Leber eintauschen zu können.

In Japan wird man sich bald die ersten Sex-Puppen aus dem 3D-Drucker holen. Diese Erfahrungen werden irgendwann mit dem Bio-Printing kombiniert, so dass die Produktion von Drucker-Huren möglich wird, die aussehen wie Scarlett Johansson und aus Gründen der Kundenbindung einen russischen Dialekt haben – aber auch die Relativitätstheorie erklären können. „Vögeln wie gedruckt“ – heißt die Bordellwerbung dazu.

Leider gibt es wie bei jeder neuen Technologie auch Rückschläge. Versuche etwa, künstliche Intelligenz mit Bio-Printing und einem Toupet zu kombinieren, scheiterten grandios. Besonders an der Intelligenz. Der Prototyp flüchtete aus dem Labor und versucht zurzeit, Präsident der vereinigten Staaten zu werden… Leider ist er nicht druckreif.