Warum wir die Roboter lieben werden!

Die Weihnachtszeit kommt und mit ihr der Versandhandel. DHL-, Hermes-, GLS- und UPS-Laster verstopfen abwechselnd die Stadt. Die Online-Lieferanten arbeiten jedoch bereits mit Hochdruck an einer neuen Technologie: Roboter und Drohnen entsorgen zukünftig den Stau und den Arbeitsplatz des Post-Lieferanten gleich mit. Das spart den Unternehmen langfristig Kosten und den männlichen Kunden die bange Frage, ob der Postbote nicht doch womöglich der Vater ihres Kindes ist? Bis dann die Frau eine Drohne zur Welt bringt…

Noch ärgerlicher für den armen Weihnachtshandel ist allerdings die verdammte Rückgabemöglichkeit bei Nichtgefallen der Ware. Eine schlecht gelaunte Kundin lässt Kleid zurückgehen, weil sie sich „etwas zu fett“ findet. Das belastet Verkehr und Preis, und rottet außerdem durch zusätzliche Umweltbelastung die Eisbären aus.

Sinnvoll wäre eine Ausweitung des Retourengeschäfts. Kein Wunder, dass Menschen schlechte Regierungen wählen, wo sie doch vom Versandhandel eine Rückgabe- und Gewährleistungsgarantie kennen. Wenn sich also nach 89 Tagen heraus stellt, dass die Regierung doof ist, lässt man sie einfach zurückgehen und generalüberholen. Vielleicht mit einem Brief: „Tut mir leid, aber bei der GroKo stimmen die Abgaswerte einfach nicht…“

Auch Beziehungen enden im Fall einer Retouren-Fähigkeit undramatischer. „Das Modell ist leider nicht besonders haltbar und macht schon nach wenigen Minuten schlapp. Bitte holen Sie es ab!“ Und dann kommt ein kleiner Roboter, nimmt den Mann wieder mit, pflanzt ihm neben dem „Kann-die-ganze-Nacht-Chip“ auch noch den „Müll-runterbring“-Chip ins Hirn und liefert ihn an die nächste per Algorithmus ermittelte Partnerin aus. Derart zufrieden gestellten Kundinnen ist es im Zweifelsfall egal, ob sie mit ihren 50 Kilogramm Kampfgewicht im Kleid „etwas zu fett“ wirken. Das wiederum entlastet Unternehmen, Roboter, Verkehr und die Eisbären!