Warum wir digitaler sein müssen!

„Macht das Smartphone dumm und krank?“ hieß eine „Hart aber fair“-Sendung der letzten Tage. Natürlich macht das Smartphone nicht dumm und krank, es zeigt aber schnell auf, wer ohnehin schon latent dumm und krank ist! Hat man etwa einen „Handy-Nacken“ vom vielen Smartphone-Gucken oder eine Sehnenscheidenentzündung an beiden Daumen, weil man das Pfingstwochenende damit verbrachte, an 3750 Facebook-Freunde in aller Welt individuelle WhatsApp-Grüße zu versenden (das nennt sich jetzt „WhatsAppitis“), dann deutet das auf eine mittlere Schacke hin.

Zu allen Zeiten wurden Neuerungen erst mal als Bedrohung wahrgenommen. Das reicht vermutlich zurück zur Entdeckung des Feuers. Vielleicht finden wir demnächst Höhlenmalereien aus einer Serie namens „Hart aber Keule“: „Macht das Feuer dumm und krank? „Ugrohh“ (Name nicht belegt) starrt nur noch in die Flammen statt Mammuts zu jagen“. Prompt treten die ersten typischen Syndrome auf: „Feuer-Nacken“ vom vielen „in die Flammen starren“, „Wärme-Sack-Schwäche“ (durch Hitze verursachte Impotenz) und „Versengte-Brusthaartitis“.

Mit dem Feuer können wir mittlerweile einigermaßen umgehen, mit dem Smartphone kommt das noch. Ich plane, zwei Zeitströmungen miteinander zu kombinieren und entwickle ein Smartphone-Yoga, also „Smart-Yoga“. Dieses bezieht das Smartphone in die Yoga-Übung mit ein. Wer etwa im „Halbmond“ (im Netz googeln), mit der nach oben gestreckten Hand einhändig eine Nachricht tippt, stärkt dabei zeitgleich die Rückenwirbelsäule und die Beinmuskeln. Nach meiner Ausbildung sind „Smart-Yogis“ in der Lage, im „Hund“ (Vierfüßlerstand, Po nach oben, Wirbelsäule durchgedrückt) mit der Nase im Netz zu surfen. Am Ende einer Smart-Yoga-Session ist die Kommunikation für den Tag fit und gesund erledigt und man entdeckt zur Entspannung etwas Unbekanntes am Smartphone: den Aus-Knopf!