Warum wir dringend mehr VW-Diesel brauchen!

Mit hohem Druck Sachen rauspressen – das klingt ein wenig nach spätnächtlicher EU-Konferenz in Brüssel, ist aber auch das Prinzip des „Frackings“. Fracking suggeriert grade im Deutschen eine gehobene Dinner-Party in formeller Abendgarderobe, ist aber eine eher schmutzige Form der Erdgas-Gewinnung, bei der mit hohem Druck viel Chemikalien in Schieferstein gepresst wird, um das dort eingeschlossene Gas an die Oberfläche zu pressen. Die Chemikalien können dann leider auch ins Grundwasser gelangen, was nur Leute gut finden, die gern das Kühlwasser ihres Autos trinken.

Aufgrund des gefallenen Ölpreises lohnt sich Fracking allerdings grad überhaupt nicht, was mich persönlich eher freut. Ärgerlicherweise wurde sehr viel Geld in die Technologie investiert und genau dort kündigt sich die nächste Finanzblase an So weit, so „verfrackt“. Das Spekulations-Fracking kann leider ganz schlimm werden, wenn Banken wieder mal am Abgrund stehen und mit finanziellen Selbstmordattentaten drohen. Eine ganze Reihe von Leuten könnte sogar davon profitieren, den Ölpreis durch einen praktischen kleinen Nahost-Krieg mit unvorhersehbarer Strahlwirkung wieder in die Höhe zu treiben. Was ebenfalls einem globalen Selbstmordattentat gleich käme.

Jetzt ist der Verbraucher gefordert, den Ölpreis „hoch zu konsumieren“. „Oha“, sagen Sie, „ist das nicht ein wenig, als müsste man Einbrecher in der eigenen Wohnung subventionieren und sie ermuntern, möglichst viel Dreck zu machen?“ Ja! Ist es! Aber wenn die Alternative der Zusammenbruch ist, dann kann man doch mal die Heizung etwas höher stellen und Auto fahren für den Frieden! Oder kaufen Sie gleich einen VW-Diesel und verzichten auf Softwarenachrüstung. Was nützt ein gesundes Klima, wenn die Menschheit tot ist?

Oder wir pumpen mit hohem Druck Intelligenz in versteinerte Hirne und pressen dort eingeschlossene, schlaue Gedanken an die Oberfläche! Wer das Patent dafür entwickelt, möge sich bitte schnell bei mir melden!