Warum wir Katastrophen spielend meistern!

Die Katastrophe ist da! Die Bundesregierung bestätigt es und rät der Bevölkerung, Vorräte für die ersten zehn Notfall-Tage anzulegen. Danach kommt dann die Bundeswehr und hilft. Vorausgesetzt, Uschi von der Leyen kriegt die Hubschrauber flott.

Die Regierung rät konkret pro Person zu etwa 20 kg Lebensmitteln zuzüglich 28 l Getränke. Das allein über Hamsterkäufe zu horten wird nicht leicht. Ein Goldhamster wiegt etwa 100 Gramm. Für 20 Kilo bräuchte man also 200 Goldhamster. Über Feldhamster (etwa 400 Gramm Gewicht) reduziert sich das auf 50 Hamster – dummerweise sind Feldhamster aufgrund der landwirtschaftlichen Monokulturumstellung fast ausgestorben, also schwer verfügbar. Wenn 80 Millionen Deutsche je 200 kleine Hamster brauchen, sind das 1,6 Milliarden Hamster. Zurzeit führen die insgesamt etwa 10.000 Zoohandlungen im Land je 10 Hamster im Schnitt – Deutschland ist für Hamsterkäufe denkbar schlecht aufgestellt.

Umdenken ist angesagt. Wie wäre es denn mit anderen Nagern? Ratten sind anscheinend ausreichend verfügbar – nur gelten „Rattenkäufe“ der Bevölkerung als „schwer vermittelbar“. Ratten werden nämlich meist gefangen. Man spricht ja auch von „Rattenfängern“, nicht von „Rattenkäufen“. Dummerweise haben die meisten Deutschen im Rattenfangen eher wenig Erfahrung.

Gottseidank gibt es Tierfreunde wie Frauke Petry (AfD), die „anständigen“ Bürger zu Selbstverteidigungs-Waffenkäufen rät. Bewaffnung ist im Katastrophenfall die halbe Miete, kann man sich doch die benötigte Fleischmenge selbst erjagen. So wäre es denkbar, die Burka-verhüllte muslimische Matrone von nebenan in Notwehr zu erlegen („mit maskiertem Räuber oder Schwarzbär verwechselt“) und so eine achtköpfige Großfamilie zehn Tage über Wasser zu halten.

Über „Hamsterkauf“-Panikmache spielt die Regierung also „Rattenfängern“ in die Hände – das ist die wahre Katastrophe.