Warum wir uns jetzt so gruseln können!

Früher musste man noch Geld ausgeben, um auf der Kirmes so richtig erschreckt zu werden. Mittlerweile gibt es das Gruselkabinett umsonst – jedenfalls in Donald Trumps Regierung. Nun ist Politik kein Schönheitswettbewerb, aber von einem Miss-Wahlen-Veranstalter hätte man sich ein bisschen mehr Ästhetik erhofft.

Sein Kabinett strotzt nämlich nicht nur so von hässlichen, alten Männern, es besteht fast durchweg aus schwerreichen Großindustriellen, die sich anschicken, die USA gründlich auszuplündern. Da passt es, dass mit Ölboss Rex Tillerson ein weiterer Klimakiller Außenminister wird. Obendrein einer mit besten Verbindungen nach Russland, was die Vermutung nährt, dass das sprechende Toupet doch nur Putins Maulwurf im weißen Haus ist. Nun ist auch mir eine Moskauer Marionette als US-Präsident erheblich lieber als ein Weltkrieg – unangenehm ist nur die perverse Umkehrung der Marx’schen Maxime: Das Proletariat ist tief zerstritten, aber die Kleptokraten aller Länder vereinigen sich!

Schuld an der Misere sind natürlich die Bayern! Trumps Großvater war ja ein deutscher Auswanderer aus Kallstadt in der Pfalz, der nach einigen Jahren in den USA wieder in seine damalige bayrische Heimat zurückkehren wollte. Das gelang jedoch nicht, weil die Bayern ihn ausgebürgert hatten nach dem Motto: Weg gegangen, Platz vergangen! Das Prinzip kennt man vom Oktoberfest. Mit etwas weniger bajuwarischer Dickköpfigkeit wäre Donald in der Pfalz aufgewachsen und heute einer der ärgsten Konkurrenten von Dieter Bohlen. Ich möchte mich im Namen aller Deutschen beim amerikanischen Volk entschuldigen und biete Markus Söder als Wiedergutmachungs-Geisel an.

Der weiß schließlich, wie man zusammen mit einigen wenigen Superreichen das Volk auszuraubt. Die weiße Arbeiterklasse der USA, die Trump an die Macht brachte, wird bald sehr viel Gleitcreme benötigen, um auffangen zu können, was dessen Gruselkabinett mit ihr vorhat…!