Wie Halloween jetzt doch noch gelingt!

Was trage ich nur zu Halloween? Neulich wurde ich nämlich Opfer einer Horror-Clown-Attacke. Schrecklich! Ein Mann mit grauenhaft verzerrter Maske und hässlicher Frisur schrie böse Dinge – es dauerte etwas, bis ich Donald Trump im TV erkannte. Eine Welt mit Trump, Putin, Erdogan, Kim Jong-un und so weiter braucht nun wirklich nicht noch mehr Horror-Clowns!

Gruseln ist für viele ein angenehmer Kick, aber die Horror-Clowns treiben es schlicht auf die Spitze. Allerdings wird die Situation auch für kriminelle Spaßmacher mittlerweile brenzlig. In Lichterfelde wurde vor zwei Tagen ein Horror-Clown niedergestochen. Von einem Bekannten, der ihn nicht erkannte. Wie auch? Die Gefahr geht also in beide Richtungen. Der Horror-Clown könnte völlig harmlos sein und Opfer ängstlicher Freunde werden. Oder eben andersrum.

Das diesjährige Halloween-Kostüm ist also heikel. Horror-Clown scheidet aus. Was ist mit anderen Kostümen? Ist der 1,20 Meter große Sensenmann wirklich Drittklässler? Oder Zwerg mit scharfer Waffe? Welche Kostüme signalisieren eindeutig: Hallo, ich bin harmlos? Auf keinen Fall darf man etwas in den Händen halten, was irgendwie nach Waffe aussieht. Also keine Pistolen, Morgensterne oder Nudelhölzer. Am besten sind Hexen und Zombies mit Staubwedeln, die bei „Süßen oder Saurem“ kurz die Tür abstauben!

Das Horror-Fest Halloween hat sich übrigens aus den USA zu uns herüber geflüchtet. Man könnte auch mal überprüfen, ob der Asylstatus überhaupt noch eine Berechtigung hat…? Wenn diese Welt eins nicht braucht, dann sind es noch mehr schlechte Scherze! Andererseits: Tragen wir im Leben nicht schon genug hässliche Masken? Angespannte, genervte Gesichter auf dem Weg zur Arbeit, verzerrte Fratzen in unseren Beziehungskrisen, ängstliche Masken angesichts unserer Sterblichkeit? Ich werde zu Halloween einfach ein entspanntes, gut gelauntes Gesicht tragen. Das wird ein Schocker!