Die Maut, die sich doch traut!

Verkehrsminister Alexander Dobrindt, auch bekannt als „Dobby, der Straßen-Elf“, ist ekstatisch: Seine Ausländer-Maut wurde vom Bundestag abgenickt. Natürlich ist das letzte Maut-Wort noch nicht gemault – einige Bundesländer kündigen Protest an, und die Ausländer sowieso, und die EU, und Greenpeace, und wie die Maut-Maul-Nasen sonst noch alle heißen. Da heißt es sensibel agieren: Schon jetzt unterscheidet die Maut mehrere Kurz-Zeit-Tarife je nach Schadstoff-Ausstoß – so was kennen die Ausländer ja bereits von deutschen Bordellen! Weitere Nachbesserungen sind gefordert. Einige Bundesländer wollen Erleichterungen im „grenznahen Verkehr“ – nur die Bayern möchten mit solchen „Sauereien“ nichts zu tun haben.

Weiterhin sinnvoll wäre weiterhin eine Kombination der Maut mit Gesundheitsvorgaben – schließlich belasten übergewichtige Fahrer die Straßen stärker als halbverhungerte Mager-Models. Wer den Schadstoff-Ausstoß durch Rauchen am Steuer erhöht, zahlt mehr – außer es handelt sich um eine E-Zigarette der EU Norm 128/B. Auch Ausländer sollten mit Entlastungen rechnen dürfen: Jeder Ausländer, der einen Asylanten mit zurück ins Ausland nimmt, wird lebenslang maut-befreit. Niederländer erhalten eine Maut-Befreiung bereits für das feierliche Versprechen, nie wieder in einem Wohnmobil hier aufzukreuzen. Österreicher bekommen eine Verrechnung für den „Wiesen-Verzehr“ auf dem Oktoberfest. US-Amerikaner können mit Erleichterungen für einen nachweislichen Mordversuch an Donald Trump rechnen. Polen, die einen Asylanten mitnehmen, Wiesenverzehr nachweisen und ihre Geliebte bei Horst Seehofer lassen, erhalten eine Maut-Gutschrift sowie die deutsche Staatsbürgerschaft.

Einige Experten schätzen, dass das Maut-Abenteuer die BRD Hunderte von Millionen kosten wird. Na und? Es war eben schon immer etwas teurer, ein bayrisches Auto zu haben. Oder einen Verkehrsminister der CSU…