Wie wir den Diesel retten!

Heute steigt der große Diesel-Gipfel, leider nicht wie in „das ist doch der Gipfel“ sondern vermutlich bloß mit einem windigen Update. Dabei wäre eine Lösung so einfach. Das große Problem der Diesel-Schwindler heißt nämlich „AdBlue“, eine Harnstofflösung, die in den Abgasstrom gespritzt wird und dort das Stickoxid neutralisiert. Problem: Die Tanks wurden zu klein gebaut, um mehr Platz für andere Dinge zu haben. Größere Tanks für Diesel etwa. Oder größere Motoren. Oder irgendetwas anderes Größeres, damit Papi seine CEO-Selbstwert-Neurose mit einem teuren Phallus-Ersatz übertünchen kann. Sinnvolle Dinge also.

Wäre die Einspritzung auf einem gesundheitsverträglichen Level erfolgt, hätte der AdBLue-Tank nie bis zum nächsten Inspektionsintervall ausgereicht. Da man den teuren Kunden aber nicht zumuten wollte, ständig AdBlue nachzufüllen, entwickelte man die vielzitierte Software, welche die Einspritzung im Straßenverkehr senkt und nur unter Testbedingungen optimal läuft.

Was ist zu tun? AdBlue ist wie gesagt eine Harnstoff-Lösung. So was gibt’s ja auch in der Natur. Da ist also Eigeninitiative gefragt… Das wäre doch mal eine tolle Auto-Kampagne: „Pinkel die Luft sauber – Audi!“ Mercedes produziert statt der A-Klasse die A-A-Klasse! Und VW wirbt mit „Mach es wie ein Touareg – die erste Eigen-Urin-Kur fürs Klima!“ An den Tankstellen gibt es neben den Zapfsäulen kleine transportable Paravents, hinter denen man den AdBlue-Tank selbst mit Harnstoff befüllt, optimales Recycling betreibt und nebenher die 50 Abzocker-Cents für die Toilette spart. Sicher wird diese Art der Betankung für die Damenwelt nicht ganz so problemlos sein, aber welcher Bauarbeiter wird widerstehen, wenn eine Lady sagt: „Würden Sie mal kurz Ihr Ding in meinen Tank hängen?“ – auch wenn es sich nur um einen „Polo“ handelt. Oder heißt der bald nicht mehr Polo – sondern „VW-Tourin“…?