Warum die Burka so wichtig ist!

Wahlkampf in Deutschland, das ist ein wenig wie Oktoberfest – große Sprüche, aber nix dahinter außer einer Überdosis bewusstseinsdämpfender Stoffe. Mit dem Unterschied, dass der Oktoberfest-Kater keine vier Jahre dauert!

Der Wahlwillige und -Unwillige ist dieser Tage vielen schmerzhaften Parolen ausgesetzt. Diese Kolumne reicht leider nicht für alle – daher werde ich sie teilen. Erst mal widme ich mich aus gegebenem Anlass gründlich der AfD. In Genf wurden nämlich grade etwa zweihundert klein geschnittene 500-Euro-Scheine in Toiletten entsorgt (im Tresorraum der UBS Bank). Oho, dachte ich: Endlich macht die in der Schweiz gemeldete Alice Weidel Ernst mit der Devise: Raus aus dem Euro! Frau Weidel soll allerdings dementiert haben, dass es sich bei dem Scheißhaus-Schatz um das noch ausstehende Gehalt der syrischen Asylbewerberin handele, die schwarz bei ihr putzte…

Ja, provozieren kann sie, die AfD. Mit Slogans wie: „Burka – ich steh mehr auf Burgunder!“ Oder „Burka – wir stehen auf Bikinis“. Man könnte meinen, die Burka wäre das zentrale Problem unseres Landes. Aber es gibt ja eine „Alternative“: Nämlich „Neue Deutsche machen wir selber“ oder den Aufruf zum Ferkel-Mord mit dem Plakat eines todgeweihten süßen Schweinchens, weil „der Islam? Passt nicht zu unserer Küche“ – vielleicht lässt sich das AfD-Programm folgendermaßen abkürzen: Wir kernigen Germanen fallen im Burgunder-Rausch Schweinefleisch kauend über ein paar Bikini-Mädels her, um neue Deutsche zu machen – selten wurde „deutsche Leid-Kultur“ so knackig charakterisiert!

Betrachtet man die schlechtgelaunten Gesichter eines Alexander Gauland oder Björn Hocke, stellt sich jedoch die Frage, ob für gewisse Hass-Visagen eine Burka nicht Pflicht sein sollte? Damit „neugemachte Deutschen“ nicht bereits während des Wahlkampfes ein schweres Trauma erleiden.