Warum die Obergrenze keine Ober-Grenze ist!

Die Welt ist ein dampfender Kessel: Donald Trump rüstet für einen Weltkrieg, um im Amt zu bleiben. Kim Jong Un auch. Erdogan will Kurden und Demokratie vernichten, Putin die Sowjet-Union wiederhaben. Die Grenzen der Vernunft verschieben sich bedenklich. Doch all das ist nichts im Vergleich zum großen Problem der Deutschen: Die Obergrenze!

Für den CSU-Horst ist Obergrenze nicht nur Politik, sondern ein Mantra. Im CSU-Präsidium wird sogar gemunkelt, dass Oberbayer Seehofer zufolge die Obergrenze nicht nur für Flüchtlinge, sondern auch für Niederbayern gelten soll, insbesondere für Franken (auch bekannt als „besonders niedere niederträchtige Nieder-Bayern“ oder einfach: Markus Söder).

Nun ist der Begriff „Grenze“ eigentlich gar kein deutscher. „Grenze“ ist ein slawisches Wort und bedeutet soviel wie „Rand eines Raumes“. Die Germanen kannten keine Grenzen, sie kannten nur den „Gau“, den „offenen Raum“, was ja auch in der jüngeren deutschen Geschichte zu Komplikationen führte…

Gottseidank einigten sich CSU und CDU: Die Obergrenze wurde zu einer Oberbegrenzung, die aber eigentlich gar nicht gilt. Das ist ein sehr bayrischer Kompromiss, wie man ihn auf dem Oktoberfest nach mehreren Maß Bier erzielt, immer nach dem Motto: Das letzte war die Obergrenze, aber „Einer geht noch, einer geht noch rein!“ Wenn also in Bayern eine Ehefrau, etwa die vom Horst, sagt: „Du bleibst mir treu, das ist die Obergrenze!“ kann der Horst beruhigt „Klar!“ sagen und dabei lächeln.

Denn die Obergrenze hat neuerdings einen „atmenden Deckel“. Das klingt wie eine neuentdeckte uralte sexuelle Tantra-Praktik, wenn der Mann oben liegt und sich im Atem-Rhythmus bewegt. Früher hieß das noch „Missionars-Stellung“ – etwa wenn der Horst die Angela zur Obergrenze bekehrt…

Vielleicht kann die Welt doch noch von uns lernen: Bei all dem Dampf im Kessel einfach mal den Deckel atmen lassen und den Raum öffnen!