Warum die Polizei kein Geld mehr hat!

Polizisten sollten mehr Geld haben und besser ausgestattet sein. Eindeutig. Da bin ich mit einem gewissen Herrn Wendt einer Meinung. Da enden die Gemeinsamkeiten allerdings, denn Rainer Wendt ist in einer Person Polizeigewerkschaftschef und Polizist a.D., der allerdings interessanterweise immer noch wie ein Polizist im Dienst bezahlt wird. Das muss man erst mal hinkriegen; es ist ein wenig, als ließe sich ein Ex-Lude „aus Freundschaft“ von seinen Huren weiterhin aushalten.

Herr Wendt „kann jeden verstehen, der sagt, dies (die BRD) ist kein Rechtsstaat mehr“. Er muss es wissen, profitierte er selbst doch jahrelang von dieser Schludrigkeit des Rechtsstaates. Folgerichtig sieht er „Deutschland in Gefahr“ und ist der Ansicht, „die Staatsführung schert sich nicht um die Einhaltung des Rechts.“ Dummerweise ist er durch seine hohe Position bei der Polizei selbst Teil dieser Staatsführung – daher darf er natürlich seinen eigenen Thesen folgend es ebenfalls mit diesem Recht nicht so genau nehmen. So weit, so logisch.

Der Polizeigewerkschafter verortet ein gewaltiges Sicherheitsdefizit in Deutschland – ihm zufolge sind 69 Prozent der Deutschen der Ansicht, dass die Anzahl der Verbrechen steigt. Als Polizist könnte man solchen Halluzinationen ja auch mal entgegen treten und darauf verweisen, dass die Anzahl der Gewaltverbrechen seit Jahren kontinuierlich sinkt. Unter anderem durch erfolgreiche Polizeiarbeit. Derlei langweilige Fakten verkaufen allerdings keine Bücher. Alarm schlagen und zu behaupten, Deutschland schaffe sich ab und werde von Fremden eingenommen – das hingegen verkauft sich. Das „Sarrazinieren“ hat Herr Wendt sich gut angeeignet und bezahlen lassen. Wer das Lied von der „korrupten Elite“ singt, klingt eben authentischer mit Insiderwissen. Vielleicht könnte man übrigens die Polizei besser ausstatten, wenn das Geld nicht andauernd beim Herrn Wendt landete…