Warum die Reichen mitten unter uns sind!

Jeder fünfte Berliner ist von Armut bedroht. Leider gibt das statistische Bundesamt keine Auskunft über die geistige Armut der politischen Klasse von Berlin-Mitte – zu schockierend wären die Ergebnisse. Eine vierköpfige Familie zählt mit einem Netto-Einkommen von 2064 Euro als arm. Schon ab 3100 Euro Netto-Einkommen gehört ein Single jedoch zu den reichsten 10 Prozent der Deutschen! Kein Wunder, dass Alleinverdiener mit einem Netto-Einkommen von 2100 Euro gelegentlich darüber nachdenken, die anderen drei Familienmitglieder gegen eine Spiele-Konsole einzutauschen… Dem Statistischen Bundesamt zufolge liegen Armut und Reichtum in Deutschland nah beieinander. Ein Paar benötigt nur 4600 Euro Netto-Einkommen, um als reich zu gelten. Wie, so wenig? Was ist denn mit den ganzen Bill Gates, Susanne Klattens und Aldi-Brüdern dieser Welt? Nun, die sind nicht reich. Die sind superreich. Das ist ein Unterschied wie der zwischen einem Bierzelt-Musiker und Elton John!

Die meisten Reichen zählen sich selbst jedoch nur zur Mittelschicht. Der Mensch leidet gern mal unter Fehleinschätzungen. 80 Prozent der Männer glauben, zu den attraktivsten 10 Prozent der Spezies zu gehören. Fehleinschätzungen unterscheiden uns von anderen Spezies: Eine wachsende Zahl Menschen glaubt, ohne Facebook nicht leben zu können – Kühe hingegen wissen mit Sicherheit, dass sie ohne Gras aufgeschmissen sind.

Viele halten sich für Mittelschicht, sind es aber nicht. Interessanterweise wird die Forderung, dass Reiche mehr zahlen sollen, etwas leiser, sobald Menschen erfahren, dass sie selbst zu diesen Reichen gehören. Die eigene Brieftasche gehört zu den bestgeschützten Biotopen dieser Erde. Schließlich will man auch morgen noch in den Urlaub auf die Seychellen fliegen können. Und dort schockiert sein über die Armut, die Erwärmung der Meere und das Sterben der Korallenriffe…