Warum es bald keine Sex-Rache mehr gibt!

Ridley Scott hat in einer fast schon stalinistisch anmutenden Aktion von nahezu trotzigen beziehungsweise trotzkistischen Ausmaßen den Schauspieler Kevin Spacey aus seinem neuen Film geschnitten und durch Christopher Plummer ersetzt. Offiziell, weil der Kevin sich angeblich unmöglich und vor allem sexistisch benommen haben soll. Vermutlich ist das Ganze jedoch eher eine geschickte PR-Aktion für alle, die schon immer mal sehen wollten, wie Christopher Plummer den Kevin Spacey spielt.

In Hollywood folgt also auf Sexismus faktisch Berufsverbot. Wer als sexistisches Schwein auffällt, kriegt keine Arbeit mehr – auch wenn seine schauspielerische Leistung wie im Fall Spacey beeindruckend ist. Die amerikanische Politik lässt diese Konsequenz schmerzhaft vermissen – auch wenn etwa Donald Trumps Leistungen nur ihn selbst beeindrucken.

Auch Facebook startet jetzt eine Kampagne – gegen Rache-Pornos. Die geht so: Man schickt das Porno schon mal vorab an Facebook. Facebook erstellt dann einen digitalen Fingerabdruck, der alle weiteren Videos dieser Art sperrt. Eine Aktion, die ich mir übrigens schon seit Jahren auch für Katzenvideos wünsche! Wobei die Rache-Porno-Aktion wenig Erfolg haben wird – die meisten Männer werden sich denken: „Mein bestes Teil? Auf einen digitalen Finger runterrechnen? Soviel Rechenleistung hat kein Computer der Welt!“ Die meisten Frauen allerdings wissen: Um das Teil in einen Finger zu verwandeln, reicht schon der Satz: „Hör auf den Kasper zu machen und bring den Müll runter – oder kannst du das auch nicht?“ Frauen hingegen sorgen sich eher um die unzulässige Vergrößerung ihrer Intimzone auf einen „Finger“.

Wer wirklich auf Nummer sicher gehen möchte, dass seine Sex-Kapaden nicht mehr veröffentlicht werden, der kann eigentlich in Zukunft nur noch Pornos mit Kevin Spacey drehen!