Warum Trump gut ist!

Seit gestern leben wir im Zeitalter des Trumpismus. Nachdem Jesus Liebesbotschaft nicht so richtig ankam, fällt diese Aufgabe nun dem neuen amerikanischen Präsidenten zu, der ja Silvester bereits ankündigte, dass die Welt Liebe brauche. Wir schreiben heute also den Tag 2 des Jahres Null der großen Trump-Liebe. Aufregend!

Weitgehend unbekannt ist, dass Donald Trump auch ein großer buddhistischer Meister ist. Der Buddhismus postuliert ja, dass das ganze Leben letztlich nur Illusion ist. Donald untermauert das grandios, indem er das Flunkern in den Rang einer olympischen Disziplin erhebt. Und seine erste Amtshandlung könnte sogar der deutschen Gewerkschaft Verdi gefallen: Erst mal Wochenende machen! Samstag und Sonntag wird nicht gearbeitet, der amerikanische Präsident feiert (gut für die Konjunktur) und ruht sich dann aus (Gott zu Gefallen). Sagte nicht auch Gautama Buddha einst: Nichts tun ist das Höchste!? Und Donald kann eben nur das Höchste.

Wie übrigens auch seine Minister. Die Riege der Milliardäre hat bereits angekündigt, es mit dem Regieren nicht zu übertreiben. Sobald sicher gestellt ist, dass sie gar keine Steuern mehr zahlen und den Armen das letzte Geld aus der Tasche gezogen wird, lehnt man sich zurück und übt gemeinsam mit Donald Buddhismus.

Big D wird der erste Präsident sein, der per Twitter regiert. Nachts um drei noch mal kurz ein paar Muslime ausweisen, den IS „in die Hölle bomben“ oder einen Brudergruß mit „Wlady P“ austauschen und am Morgen dann twittern, dass „Amerika grade wieder etwas großartiger geworden“ ist – so ungefähr wird sein Tag ablaufen. Ärgerlich wird Trump nur, wenn man es wagt, Kritik zu üben. Dann wird der mächtigste Mann der Welt sehr pampig und kann seit gestern auch mit der Atombombe drohen. Aber auch das ist schließlich eine der großen Lehren Buddhas: Lebe im Hier und Jetzt. Weil das Morgen mit Donald Trump sehr, sehr ungewiss ist…