Warum wir so unglücklich sind!

Dem grade erschienenen Weltglücksindex 2017 zufolge zählen wir zu den glücklichsten Staaten der Welt! Kaum zu glauben, besonders wenn man die Mienen in öffentlichen Verkehrsmitteln betrachtet. Aber vielleicht sollte man im Umkehrschluss vermeiden, U-Bahn in Ländern zu fahren, die auf den hinteren Plätzen landen – Burkina Faso etwa oder Süd-Sudan.

Der „Spiegel“ titelte: „Deutschland wieder nicht glücklichstes Land der Welt!“ – ganz als ob die Bundesrepublik einen reellen Anspruch auf den Titel hatte, den aber aufgrund einer falsch gegebenen „roten Karte“ nicht verwandeln konnte. Wenn man auf die Top-Glücks-Plätze schaut (Norwegen, Dänemark, Schweiz), wird schnell klar, dass Fußball überhaupt keine Rolle für das National-Glück spielt und hierzulande eindeutig zu hoch bewertet wird.

Deutschland liegt wie im Vorjahr auf Platz 16. Norwegen löst Dänemark an der Glücksspitze ab:„Öl schlägt Porno“ – müsste die Überschrift korrekterweise heißen. Immer wieder erstaunlich ist die hohe Platzierung Israels (Platz 11) – vielleicht einer der Gründe für Donald Trumps haltlose Hypothese, dass mit hohen Zäunen abgegrenzte Länder glücklicher sind. Die USA selbst sind vom 12. auf den 14. Platz zurück gefallen – eine Trump-Delle?

Erstaunlich auch die relativ schlechte Platzierung Frankreichs (31 hinter Mexiko und Guatemala) – ein Hinweis darauf, dass intellektuelle Diskussionen, heimliche Geliebte, Cognac sowie Marine le Pen auf die Dauer auch nichts bringen. Genauso wenig übrigens wie Olivenöl(Spanien Platz 34), Rotwein und Mafia(Italien Rang 48 hinter Polen), oder die Einführung eines „Bruttonationalglücks“ in Bhutan (Absturz von Platz 88 auf 97). Das persönliche Glück ist übrigens nicht von der Platzierung des Landes abhängig. Sondern von der Fähigkeit, das Leben in seinem Ist-Zustand zu akzeptieren und dankbar zu sein. Und die Auswärtsschwäche von Hertha BSC erfolgreich zu ignorieren…