Warum alles wieder gut wird!

Früher war alles besser! Wird man doch wohl noch mal sagen dürfen. Die Ossis waren glücklich, sie hatten keine Flüchtlinge. Die Wessis waren glücklich, sie hatten keine Ossis. Und wenn, dann waren es Flüchtlinge. Die Flughäfen wurden fertig gebaut, das Wort Brandschutz war unbekannt. Und wenn es doch verwendet wurde, dann nur für Sicherheitskräfte, die junge Damen vor den Avancen eines gewissen Willy Brandt schützten – „Brandt-Schutz“.

Aber auch damals schon wussten die Leute, dass früher alles besser war. Mein Onkel etwa fand, dass es unter Hitler besser war. Da gab es nämlich weder Ossis noch Wessis. Flüchtlinge gab es dafür in Hülle und Fülle, aber die hat keiner ernst genommen. Die Grenzen waren halt offen, alle guckten vorbei, Russen, Amis, Briten, Franzosen, Ostpreußen… Früher waren wir halt auch internationaler.

Und die Autobahnen waren besser. Wird man doch wohl noch mal sagen dürfen. Die hatten keine Löcher wie die A20. So eine Schlamperei hätte es unter Adolf nicht gegeben. Die AfD hätte es unter ihm übrigens auch nicht gegeben, mit den ganzen Lesben und Weicheiern im Vorstand – die wären rechtzeitig „weg-ge-Röhm-putscht“ worden. Wird man doch wohl… Früher war es besser.

Das fanden die Leute schon unter Hitler – unter Kaiser Wilhelm war es nämlich noch besser. Allein die bunten Uniformen und die feschen Kerle auf Pferden. Keine verfetteten Vorstädter im Opel. Unter Bismarck war es überhaupt noch besser. Ganz zu schweigen von Napoleon. Ich sag nur: Stabile Straßen! Die Römer etwa haben Straßen gebaut, die nach 2000 Jahren noch genutzt werden. Eine A20 ist bereits nach 13 Jahren unbenutzbar. Nur weil sie über ein Moor geht und auf Pfählen gebaut wurde. Pfahlbauten gab es sogar schon in der Steinzeit. Die findet man heute noch – die A20 hingegen… Früher war es eindeutig besser.

Es gibt nur einen Gedanken, der tröstet: Heute ist das „Früher“ von Morgen!