Warum Banker Hartz IV kriegen!

Flash Crash an der Börse. Die Kurse fallen. Anleger weltweit zittern. Nur ein Institut zittert nicht mit: Das mit #PositiverBeitrag . Wie? Sie wissen nicht, wer das ist? Das ist seit 2017 der Slogan der Deutschen Bank! Ich weiß, #PositiverBeitrag – das klingt zuerst mal, als wolle jemand einen HIV-Virus weitergeben. Ist aber nicht der Fall. Im Falle der Deutschen Bank ist es eher die Schlafkrankheit.

Drei Jahre in Folge erwirtschaftete die Bank keinen Gewinn. Das macht sie erst mal sympathisch – die Raffgier ist verflogen. Doch halt – nicht ganz: Eine Milliarde Euro Boni regnet es für die Investmentbanker. Investmentbanker, die, wie gesagt, keinen Gewinn machen. Man wolle „die fähigen Mitarbeiter nicht verlieren“ heißt es dazu aus dem Vorstand. Da wird einem ganz warm ums Herz, dass wenigstens ein Unternehmen des Turbokapitalismus nicht mehr mitspielt im Kartell der Gewinnsucht. Dass die Deutsche Bank aus alter Gewohnheit Leistung nur noch aus Leidenschaft erbringt und den Share-Holder-Value mal eben ins Nirvana schießt! Innovativ auch der Ansatz des Top-Down-Sozialismus, der die Damen und Herren mit den feschen Investment-Jobs sogar bei Verlusten mit einem sehr weichen Boni-Netz auffängt. So geht Hartz IV für Banker.

Unklar ist nur, worin genau die außerordentlichen „Fähigkeiten“ dieser Investmentbanker bestehen? Geld verbrennen? Kohle verheizen? Moos zersetzen? Untersuchungen belegen, dass es für einen Banker nahezu unmöglich ist, auf Dauer den Markt zu schlagen. Ein einfacher Computer-Algorithmus investiert auf lange Sicht erfolgreicher als der schlaueste Manager. Und das quasi zum Nulltarif. So ein Computer hat übrigens noch einen weiteren unschlagbaren Vorteil, wie jeder weiß, der schon mal an einem Windows-System verzweifelte. Wenn der Computer zu viel Unsinn baut – hängt er sich ganz von alleine auf! Soviel zum Thema #PositiverBeitrag.