Warum das Christentum nicht zu Deutschland gehört!

„Er gehört zu mir wie mein Name an der Tür!“ sang einst Marianne Rosenberg. Der Mensch will unbedingt irgendwo dazu gehören. Da ist es natürlich voll fies, wenn Horst Seehofer quasi in seiner ersten Innenminister-Amtshandlung verkündet, dass der Islam historisch nicht zu Deutschland gehört. Stimmt allerdings. Geht man der Sache jedoch auf den Grund, wird klar, dass auch das Christentum historisch nicht zu Deutschland gehört. Ja, noch nicht einmal Deutschland gehört zu Deutschland. Denn Deutschland ist eine erst vor 200 Jahren ausgedachte Sache. Vorher hieß es: „Deutschland? Das hier ist das Königreich Preußen und noch so’n Spruch – Kieferbruch!“

Wenn, dann gehört also Deutschland zum Christentum und nicht umgekehrt. Denn das Christentum war früher da. Der Islam gehört übrigens ebenfalls zum Christentum – Mohammed lieh sich einen beträchtlichen Anteil seiner Religion bei den Christen. Da nun der Islam schon sehr viel länger zum Christentum gehört als Deutschland, gehört Deutschland auch wiederum zum Islam – er ist quasi ein Onkel Deutschlands.

Nun gehört auch das Christentum eigentlich nicht zum Christentum, sondern zum Judentum. Christen sind letztlich nichts anderes als Ketzer-Juden… Das Judentum wiederum gehört zur Religion der Sumerer. Diese waren Polytheisten und bezeichneten die Juden vermutlich als „Ein-Gott-Loser“, während ihre Vor-Religion vermutlich fand, dass es voll fies war, sich Meeres-, Erd- und Himmelsgötter auszudenken, wo doch ein schlichter Baum zur Anbetung völlig reichte.

Faktisch ist das alles nur ausgedachtes Zeug. In Wahrheit gehört nix zu mir. Weder Islam noch Christentum noch Deutschland. Auch nicht mein Name und die Tür schon mal gar nicht. Ich bin bloß ein Menschenaffe mit begrenzter Restlaufzeit und als solcher „temporär animiertes Wurmfutter“. Der sich allerlei ausdenkt um zu verdrängen, dass alles sinnlos und vergänglich ist. Und das wiederum hat eine göttliche Schönheit.