Warum man mit Apple jetzt so gesund wird!

Vor vielen Jahren lernte ich den Wert des Fensterputzens kennen, als mein einziger geliebter kleiner Bruder im zarten Mannesalter durch die frisch gereinigte Verandatür in den Garten springen wollte – durch die leider geschlossene und sehr saubere Tür. Dieser Unfall bescherte ihm den Verlust eines Zahns und mir eine gewisse diebische Freude, als er cartoonmäßig an der Scheibe herabglitschte. Seitdem putze ich immer die Fenster, bevor er zu Besuch kommt.

Mittlerweile passiert ihm das allerdings nicht mehr. Er ist als Familienvater sehr vorsichtig geworden, wenn es um Glasscheiben geht. Überhaupt ist er sehr verantwortlich im Erhalt seiner Gesundheit. Immer häufiger nutzt er eine Apple App, um seine Fitness zu optimieren. Denn der kalifornische Weltmarktstar tut alles, um seine User und auch seine Mitarbeiter gesund zu halten. Zu diesem Zweck wird jetzt in der Nähe von Cupertino sogar eine eigene Apple Klinik eröffnet. Hier können Mitarbeiter nicht nur kostengünstig ärztliche Dienste in Anspruche nehmen, sondern zeitgleich als Versuchskaninchen neuartigen vorbeugenden Gesundheitschecks unterzogen werden.

Die Digitalisierung liefert dazu faszinierende Möglichkeiten. Wenn man Maschinen genug Daten zur Verfügung stellt, können die ziemlich genau berechnen, wann man woran erkrankt. In einigen Jahren wird einen dann Siri im Café anschreien: „Finger weg vom Kuchen! Bist du verrückt? Willst du am 28.5.2021 um 16.41 Uhr mit Diabetes Mellitus diagnostiziert werden?“

Das ist jedoch Zukunftsmusik. Zurzeit kommen die Apple-Mitarbeiter meist ins Krankenhaus, weil sie in der futuristischen Glas-Stahl-Zentrale in Cupertino gegen Glaswände rennen. Wirklich wahr! Ich habe meinem Bruder dringend von einem Besuch der Firmen-Zentrale abgeraten. Wenn er das Apple-Feeling erleben will, putze ich gern mal wieder die Fenster!