Warum wir alle Gefahren besiegen!

„In der Weihnachtsbäckerei gibt es manche Leckerei“ heißt es in einem bekannten Kinderlied. Aber nicht immer wird es lecker, wenn es um Bäckereien geht. Christian Lindner etwa meinte, wenn einer in einer Bäckerei „mit gebrochenem Deutsch“ ein Brötchen bestelle, dann wüssten die anderen Menschen in der Schlange nicht, ob das nun ein „hoch qualifizierter Entwickler Künstlicher Intelligenz aus Indien“ ist oder „eigentlich ein sich bei uns illegal aufhaltender, höchstens geduldeter Ausländer“. Das könne Ängste schaffen.
Mir macht allerdings etwas ganz anderes Angst: Wo findet Herr Lindner noch Bäckereien, in denen eine Schlange ansteht? Sollte uns da nicht sofort die Sorge umtreiben, dass die Effektivität der Marktwirtschaft durch sozialistische Mangelwirtschaft unterwandert wurde? Wäre das nicht das wichtigere Thema für die FDP? Überhaupt: Heißt es nicht „in gebrochenem Deutsch“ und nicht „mit gebrochenem Deutsch“? Wenn Herr Lindner also der deutschen Sprache auch nur gebrochen mächtig ist, und wir zudem wissen, dass er definitiv kein hoch qualifizierter Entwickler Künstlicher Intelligenz aus Indien ist – ist er dann seiner eigenen Logik nach eigentlich ein sich bei uns illegal aufhaltender, höchstens geduldeter Ausländer?
Zumal die einzigen Menschen, die mir im Leben sehr viel Geld raubten, alle total legal hier waren, ein hervorragendes Deutsch sprachen und maßgeschneiderte Anzüge trugen. Sollte ich vor denen nicht viel mehr Angst haben? Gottseidank gibt es jetzt in Bayern ein neues Polizei-Aufgaben-Gesetz, kurz PAG (alle Ähnlichkeiten mit „Pack“ sind zufällig). Es erlaubt, Menschen schon bei „drohender Gefahr“ in Gewahrsam zu nehmen. Das macht Hoffnung! Sobald Lindner das nächste Mal über Bäckereien sprechen will, werfen sich die Ordnungshüter auf ihn und verhindern die drohende Gefahr. Sonst geht es weiter wie im Kinderlied: „Zwischen Mehl und Milch macht so mancher Knilch eine riesengroße Kleckerei…