Wie wir die Kälte besiegen!

Bitter kalt soll es wieder werden. Der späte Frost erwischt viele von uns kalt – im wahrsten Sinn des Wortes. Wie bitte? Schnee über Ostern? Gibt es dieses Jahr eventuell gar keinen Osterhasen, sondern einen Osterpinguin? Der Spätwinter hat jedoch nicht nur Auswirkung auf die Heizungsrechnung, sondern anscheinend auch auf unsere Politiker. Jens Spahn etwa, immerhin bald Gesundheitsminister, behauptete in einem Anfall sozialer Kälte, Hartz IV bedeute „nicht Armut“.

Es ist halt eindeutig kühler geworden in Deutschland, seit gewisse Kreise die Schuld an allem, was schiefläuft, wechselseitig den Flüchtlingen, Angela Merkel oder der Lügenpresse anlasten. Oder den Konzernen, den Bossen und den Rechten, was genauso idiotisch ist. Unklar ist, ob diese Kälte in den Hirnen Auswirkungen auf das Wetter hat oder umgekehrt. Sollte es aber so sein, dass ein gefühlskaltes Hirn das Wetter erkalten lässt, könnte ein Mann wie Präsident Trump vielleicht sogar im Alleingang die Klimakatastrophe aufhalten. Man muss dann allerdings aufpassen, dass er keine neue Eiszeit einläutet!

Wahrscheinlicher ist allerdings ein anderes Szenario: Kalte Hirne erwärmen das Klima. Irgendwie verfestigt die Kälte im Kopf den Eindruck, dass sich überhaupt nichts erwärmt. Deshalb leugnen die Gefühlskalten so vehement die Klimakatastrophe. Donald Trump glaubt ja fest an das Gute in sich, wenn er auf fossile Brennstoffe setzt. Auch Jens Spahn hält sich sicherlich für einen ganz heißen Typen!

Statt also die Äußerungen Gefühlskalter zu diskutieren, sollte man eher ihre Hirne auf Betriebstemperatur bringen. Vielleicht umarmen Sie Herrn Spahn das nächste Mal einfach, wenn er über Hartz IV spricht und sagen: „Lieber Jens, lieber in den Arm als arm dran.“ Dann schmilzt der Frost des Unverstandes. Und der Osterpinguin bringt heiße Eier der Liebe.