Autor: Alexa Knitter

Warum uns tief durchatmen immer schwerer fällt!

„Woher kennst du den?“ fragt der Vater seinen Sohn, der von einem unbekannten Mann im Urlaub freundlich begrüßt wird. „Ach,“ sagt der Sohn, „das ist der Mann vom Umweltschutz!“ „Vom Umweltschutz?“ „Na, der fragt Mama immer, ob die Luft rein ist!“ Dieser Witz illustriert den Wechsel der Zeiten. Leitete die Frage nach der reinen Luft früher noch eine „verbotene“ Aktivität ein, ist sie heute der Auftakt zum Shoppen mit Atemmaske. Auch in Berlin haben wir neuesten Messungen zufolge sehr viel höhere Stickoxid-Werte als bisher bekannt. Gut, man könnte sagen: Das ist ein kleines Willkommensgeschenk für die vielen Schwaben im Prenzlauer Berg – da können die bei uns die gleiche dicke Luft inhalieren wie daheim in Stuttgart!

Die viel besungene „Berliner Luft“ wird auf diese Weise sehr kosmopolitisch – gewissermaßen der Duft der großen weiten Welt. Jedenfalls der Welt von Neu-Dehli, Karatschi oder Riad. Viele Parameter ändern sich: „Einfach mal tief durchatmen“ – für diesen therapeutischen Ratschlag kann man in den meisten deutschen Innenstädten mittlerweile eine Anklage wegen Körperverletzung kassieren! Schade. Als wir anfingen mit Zivilisation ging die Menschheit noch nicht davon aus, dass nur noch in Ausnahmefällen geatmet wird.

Doch auch abseits der Straße treten Feinstaub-Probleme auf. „Was möchtest du in deinem Leben noch erreichen? Hast du einen Lebenstraum?“ Wurde neulich mein Kumpel von seiner Frau gefragt. „Du meinst noch einen Lebenstraum außer der Realisierung des kompletten Eins-Seins der Existenz und dadurch bedingten Auflösung aller ich-hafter Strukturen, was zu einer entspannten Leichtigkeit des Seins, völliger Überwindung der Todesangst sowie einer seltsam anmutenden Glückseligkeit und Akzeptanz von allem, was einem zustößt, führt? Davon abgesehen möchte ich eigentlich nur noch mal Sex mit deiner Schwester haben!“ antwortet der. Daraufhin gab es Feinstaub-Alarm – also sehr dicke Luft und keinen Verkehr…

Warum die Wüste Kühe braucht!

Kennen Sie folgendes Bonmot: „Weine nicht, wenn eine Taube auf dich scheißt – freue dich lieber, dass Kühe nicht fliegen können!“ Mit dieser Gewissheit könnte es bald vorbei sein, denn demnächst fliegen Kühe. Nämlich nach Katar. Der kleine Wüstenstaat ist bekanntlich grade von seinen Nachbarstaaten mit einer Komplett-Blockade belegt worden. Um die Milchproduktion zu sichern, will jetzt ein katarischer Bau-Unternehmer 4000 Kühe in das Emirat fliegen.

Als Berliner ist man natürlich alter Hase, was Luftbrücken angeht, besonders, wenn man sie noch erlebt hat (ich habe das nicht, um bösen Gerüchten vorzubeugen). Da kann man dem Katari schon mal ein paar Tipps geben: Erstens: Die Kühe auf keinen Fall mit AirBerlin schicken – das führt zum sofortigen Hungertod der Bevölkerung durch ausgefallene oder verspätete Flüge. Zweitens: Auch wenn es damals mit den Rosinenbombern ganz gut funktioniert hat – „Rinder-Stukas“ könnten Schwindel bei den Kühen auslösen, was die Milchproduktion beeinträchtigt. Und drittens: Die Luftbrücke auf keinen Fall von BER starten… (siehe auch: erstens)!

Natürlich könnte diese Aktion auch Tierschützer auf den Plan rufen: Wird es den Kühen in Katar nicht zu heißt werden? Natürlich nicht. Warum bauen die Kataris (die in diesem Fall übrigens nicht nur die unschuldigen Opfer sind) sich wohl mit viel Sklavenarbeit die vielen gut klimatisierten Fußballstadien? Die WM ist da bloß Vorwand – es handelt sich um die teuersten Freiluft-Kuhställe der Welt. Was die Fußball-Profis zu den am besten bezahlten „Kuhwiesen-Glatt-Tramplern“ der Menschheitsgeschichte macht!

Wahrscheinlich macht in Katar bald eine Variation des Bekannten Wessi-Witzes die Runde: „Was ist der Unterschied zwischen einem Kuh-Schwanz und einem Saudi-Kopftuch? Der Kuh-Schwanz verdeckt das ganze Arschloch!“

Wie man Wahlen gewinnt!

Revolution! Ja, das können sie – die Franzosen. Und einen neuen Namen für die Guillotine haben sie auch: „Macrontine“! Der neue Sonnenkönig der Ile de France hat in einem einzigen Monat die gesamte politische Klasse der Grande Nation auf einen Schlag entsorgt – die Jakobiner brauchten dafür immerhin noch mehrere Jahre.

Alle Welt schaut jetzt auf Frankreich. Von Macron lernen heißt siegen lernen. Anders als von Theresa May lernen… Die fragt sich wahrscheinlich auch, warum sie nicht auf die Namens-Berater hörte? Im Mai hätte sie die Wahl noch gewonnen. Aber im Juni? Heißt sie etwa Theresa June?

In Berlin wird das Rezept jetzt sicherlich schon hektisch analysiert. Was ist an Macron anders als an Merkel? Gut, fast alles, – da wird es höchste Zeit für die Spin-Doktoren. Als erstes braucht Angie wie Macron ein Verhältnis mit einer sympathischen älteren Frau. Bereiten wir uns mental schon mal auf folgende Schlagzeile vor: „In dunklen Stunden holt sich Angela Hilfe bei ihrer langjährigen Geliebten, Mutter Beimer!“

Nun ist nicht alles an Macron wirklich auf Deutschland übertragbar. Immerhin heißt seine Partei „La République en Marche“ – eine Umbenennung der CDU in eine „sozial-liberale“ Bewegung „Deutschland marschiert“ könnte unsere polnischen Nachbarn zutiefst verunsichern.

Aber generell wird das politische Berlin französischer werden. Also Café au Lait und Baguette zum Frühstück, Rotwein und Gauloises ohne Filter zum Abendessen, und zwischen den Plenarsitzungen mit Baskenmütze und Ringelshirt schnell auf ein „Rendezvous erotique“ mit der Geliebten. Die SPD sucht schon hektisch nach passenden Kandidatinnen für Martin Schulz – erste Absagen soll es bereits von Iris Berben, Senta Berger und Hannelore Elsner gehagelt haben.

Panik bei der „Französisierung“ der politischen Bühne wird es allerdings besonders in einem Ressort geben: Bei den sehr, sehr langsamen Flughafen-Verantwortlichen des BER. Denn „Schnecken“ gehören zu Lieblings-Speisen der Franzosen!

Warum wir die Diebe aufhalten sollten!

Na, fehlt Ihnen was? Nein? Doch – Sie wissen es nur nicht. Ihnen fehlt ein IPad. Oder ein Fernsehgerät. Oder 400 Euro in bar. Oder… Aber der Reihe nach. Sie wurden ausgeraubt! Jetzt nicht mit vorgehaltener Pistole, es lief etwas subtiler ab. Oder schmutziger, je nachdem. Es waren Cum-Geschäfte. Nein, keine Pornos. Oder doch, je nachdem. Eine Bande von cleveren Bankern und Vermögensberatern bzw. Vermögens-Verräter, wie wir es in diesem Fall nennen müssen, hat über 32 Milliarden Euro Steuergelder abgezockt.

Cum-Cum-Geschäfte waren das, und analog zu der Pornobranche, die ja mit Cum auch Geschäfte macht (gucken Sie mal ins Internet), handelte es sich um eine Art Gang-Bang des Finanzamtes. Und das geht so: Ausländische Aktienbesitzer müssen Dividendeneinkünfte versteuern – gehören die Aktien am Dividenden-Stichtag aber einem Deutschen, zahlt der nix. Also wurden Aktien von Ausländern im großen Stil für einen Tag an Deutsche verkauft, die Ersparnis teilte man sich.

Der Trick ließ sich per Cum-Ex Deal noch mal doppeln. Grob vereinfacht ging das so: Aktionär A hat Aktien im Wert von einer Million und kassiert dafür eine Steuergutschrift am Dividendentag. Ein zweiter Aktionär B kaufte von einem dritten Aktionär C für eine Million Aktien, die C allerdings gar nicht besitzt (er hat sie bloß von A geliehen). Weil B am Stichtag die Aktien juristisch besitzt, erhält er ebenfalls eine Steuergutschrift für das Aktienpaket, das dann wieder an A zurückwandert. Dinge verkaufen, die man gar nicht hat, an der Börse geht das. Im echten Leben wäre das so, als würde Dieter Bohlen seine Jungfräulichkeit meistbietend versteigern… Und diese wundersame Art der Verdopplung kennen wir sonst nur von unseren Bankgebühren…

Dividenden-Stripping nannte sich das Drecks-Spiel, und leider handelte es sich nicht um einen Club, in dem hässliche Banker sich ausziehen. Diese Bande im Gegenteil uns Bürger nackt gemacht, denn der Staat ist ja letztlich nur eine Gemeinschaftskasse aller Deutschen. Von den 32 Milliarden hätte man das Schienennetz der Deutschen Bahn komplett sanieren können. Anders gesagt: Wenn Ihre S-Bahn mal wieder zu spät ist – liegt es auch an einem gierigen Banker-Steuer-Räuber! Von den 32 Milliarden hätte auch jeder Deutsche vom Staat ein IPad, ein TV oder 400 Euro in bar kriegen können – die fehlen jetzt.

Warum Berliner Männer wieder Kinder haben!

Wann ist ein Mann ein Mann? Erst wenn er Vater ist? Ab wann zählt die Vaterschaft? Muss man „Bio-Vater“ sein? Damit ist übrigens nicht notwendigerweise der Birkenstock-Sandaletten-Daddy mit Vorliebe für makrobiotische Kost gemeint. Der Bio-Vater ist in 10 Prozent aller Fälle nämlich ein anderer als der Zahlvater – und sie finden sich nur selten im Bio-Markt. Neuerdings gibt es in Berlin eine neue Kategorie: Schein-Vater! Das kenn ich, wird der eine oder andere denken: Meiner war auch nie zu Hause! Oder: Mein Schein-Vater gab mir statt Liebe immer nur Geldscheine. Bei dem jetzigen Skandal jedoch geht es um Männer, die ihr Kind nie gezeugt haben.

Einer der ersten Scheinväter war bekanntlich der Heilige Geist – oder Josef von Nazareth, je nach Perspektive. Es ist nicht bekannt, ob Josef den Heiligen Geist auf Unterhalt verklagte, zumal die Briefe an „Heiliger Geist, Himmelreich“ schon damals als schwer zustellbar galten.

Der richtige, biologische Vater jedoch, oder schlicht „Postbote“, wie es oft vereinfachend heißt, hat häufig gute finanzielle Gründe, eine Vaterschaft nicht anzuerkennen. Dieser Trend scheint gebrochen: In Berlin erkennen immer mehr Männer eine Vaterschaft an, auch wenn sie gar kein „Bio-Väter“ sind. Die Mütter sind häufig schwangere Asylbewerberinnen, die durch die Anerkennung der Vaterschaft ein Bleiberecht in Deutschland erhalten. Die Männer kassieren dafür Tausende von Euros, einige haben bereits zehn „Kinder“. Bei 10000 Euro pro anerkannter Vaterschaft braucht es also nur 100 Kinder für die erste Million! Und das, obwohl man eigentlich Hartz IV bezieht (die meisten Scheinväter sind arbeitslos) – den Unterhalt zahlt der Staat. „Berliner Scheinväter gefährden den Sozialstaat“, könnte man das auch nennen. Es kommt wieder auf die Perspektive an. Eine andere Lesart dürfte etwa der AfD weniger gefallen: „Ausländische Asylbewerberinnen machen arme, deutsche arbeitslose Männer reich! Und außerdem zum Mann!“

Warum die Menschheit ausgelöscht wird!

Donald Trump kündigt den Klimaschutz-Vertrag von Paris. Aus seiner Perspektive macht es Sinn, das Klima aufzuheizen – in wärmerem Wetter frieren kleine Hände nämlich nicht so schnell… Auch sein Lieblingsgetränk „Covfefe“, oder um es genauer zu bezeichnen „negative Press Covfefe“, also „mieser Zeitungs-Muckefuck“ (wie er etwa auf den Fluren der „New York Times“ ausgeschenkt wird), erkaltet in wärmerem Wetter nicht so schnell.

Trump steht hier im Zentrum einer Verschwörung – man muss einfach mal fragen: Wem nützt denn die Klima-Erwärmung? Den Menschen nicht, und den meisten Tieren auch nicht. Mit einer Ausnahme: Bärtierchen! Bärtierchen sind etwa 1mm groß und sehen etwas plump und putzig aus – so wie Bären. Ihnen kann der Klimawandel nichts anhaben – sie überleben ein Temperatur-Spektrum zwischen -30 und +77 Grad. Radioaktivität macht ihnen nichts aus – sogar im Vakuum des Weltraums können sie existieren. Sollte es doch mal etwas ungemütlich werden, ziehen sie sich in einen Zustand der Kryptobiose zurück, eines todesähnlichen Zustands, in dem sie Jahrzehnte unverändert überstehen – wir Menschen kennen die Kryptobiose nur von den Verantwortlichen des Flughafens BER…

„Seit Jahren schon“, sagte mir eines dieser Bärtierchen unter dem Siegel der Verschwiegenheit, „bauten wir Donald Trump auf und schleusten ihn ins Weiße Haus – er soll den Planeten so verändern, dass wir die einzige überlebende Tierart sind – wir und die Fadenwürmer. Irgendwas muss man schließlich essen, haha.“ „Moment mal“, sage ich, „ihr Bärtierchen gehört zu der Familie der Urmünder, also Lebewesen, bei denen sich Mund und Arsch aus einem Organ bildet… könnte es also sein, dass Donald Trump ein überdimensioniertes Bärtierchen ist?“ Mein Informant guckt mich an und schnaubt: „Jetzt werd mal nicht ausfallend, Freundchen – so blöd sind wir nun auch wieder nicht!“

Warum es heute Rubbellose umsonst gibt!

Heute läuft die Frist zur Sozialwahl ab. „Nimmst du teil?“ frage ich neulich eine Freundin. „Eh, lass mich in Frieden mit dem Scheiß!“ sagt die genervt. „Moment,“ sage ich, „es handelt sich hier um die Verteilung der Sozialversicherungs-Gelder, sprich die Höhe deiner Rente. Könnte wichtiger sein als die Bundestagswahl, wo es ja eher um die Höhe des Rentenbeitrags geht. Oder so.“ Ich tendiere wie die meisten Menschen dazu, sehr vage zu werden, wenn ich keine Ahnung habe.

„Und wen zum Teufel soll man da denn wählen?“ fragt die Freundin. Ja, wen? Es gibt da eine Liste mit zwölf Listen, man darf aber nur ein Kreuz machen. Das Gute daran: Man kann gar nicht falsch liegen, weil jede der Listen das Gute will. Das ist wie Spenden ans Kinderhilfswerk, nur billiger. Das Schlechte daran: Wen zum Teufel soll man da wählen?

Beim Untersuchen der Programme fällt nämlich auf, dass alle irgendwie für soziale Gerechtigkeit und gegen Altersarmut sind. Und für ein faires leistungsbezogenes System. Warum gibt es keine klare Ansagen? Vielleicht von der „Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung“ so etwas wie: „Um die Rente kümmert sich Gott. Und er zerschmettert seine Feinde und drückt ihr Antlitz in den Feinstaub. Protestanten kriegen die Hälfte.“ Was dann ein Echo beim „Christlichen Gewerkschaftsbund“ haben könnte, der sich für eine Gleichberechtigung der Protestanten einsetzt sowie eine Erhöhung der Rente bei gemeinsamen Gesangsaktivitäten – außer Karaoke! Der Deutsche Beamtenbund könnte sich für eine abschlagsfreie Rente für Beamte nach 45 Arbeitsminuten aussprechen. Und die Gewerkschaft Ver.di wirbt dann, dass sie eigentlich die SPD der Neunzigerjahre ist „egal was die IG Metall sagt“.

Ich werde auf jeden Fall wählen. Vielleicht kriege ich irgendwann auch raus, wofür ich da gestimmt habe. Die Sozialwahl ist ein bisschen das Rubbellos der Demokratie!

Warum wir Volkswagen im Paradies brauchen!

Kirchentag in Berlin. Erst mal: Super! Frieden, Liebe, gemeinsam singen – alles prima. Im Vorfeld des Kirchentags gab es allerdings Kritik, weil VW einer der Großsponsoren ist. Es hieß, dass auch die Kirche das kritisch sehe, weil ja grade VW es mit der Wahrheit nicht ganz so genau nehme und diese Software produziert habe, die merkt, dass geprüft wird und die dann die gewünschten Werte liefert. Diese Art modernen Ablasshandels sei in der Kirche verpönt, weil ja auch Lutherjahr ist und good old Martin bekanntlich vom Ablasshandel nicht so hundertprozentig überzeugt war… Doch nimmt die Kirche es mit der Wahrheit immer so genau? Stichwort Jungfrauengeburt – quasi die Mutter Maria aller Fake News? Ganz zu schweigen von brennenden Büschen, die vorgeben, Gott zu sein und einem Anweisungen erteilen – ein Bekannter landete neulich nach einem ähnlichen Erlebnis im Drogenentzug!

Zumal die Kirche VW braucht – schließlich ist das Motto des Kirchentags „Du siehst mich“! Auch nicht ganz ohne – war die Kirche nicht neulich noch gegen NSA-Ausspähung? Und als einer von sieben Milliarden Menschen auf einem unwichtigen Planeten, der einen kleinen Stern am Rande der Milchstraße umkreist, welche zusammen mit vielen anderen Galaxien ein Universum bildet, das seinerseits nur eines von endlos vielen Universen ist… da soll Gott nichts Besseres zu tun haben, als gerade mich zu sehen? Zeugt das nicht von einer Egozentrik, gegen die ein Donald Trump sich ausnimmt wie die Mutter Teresa internationaler Beziehungen? Wie viel Arbeit wollen wir dem armen Gott eigentlich noch machen? Braucht es da nicht langsam ein „Gottesgenesungswerk“?

Doch wenn Gott mich tatsächlich sieht samt all meiner Verfehlungen, und ich lande vor dem Jüngsten Gericht, von dem ich geprüft werde – dann braucht vermutlich jeder von uns dringend eine Software von VW!

Warum der Weltfrieden vielleicht doch nicht kommt!

Eigentlich wollte ich heute darüber schreiben, dass man mit Löwenzahn verhüten kann. Sensationell. Was kommt als nächstes? „Brennnesseln als Viagra-Ersatz? Eine deftige Einreibung mit frischen Brennnesseln versetzt männliche Schwellkörper in heftige Wallung…“

Aber dann fährt Donald Trump in den nahen Osten. Man sollte meinen, er könnte die FBI-freie Zeit einfach genießen und nett sein zu den Menschen. Und das ist er auch. Vorausgesetzt, man ist sunnitisch-islamistischer Diktator oder israelisch-nationalistischer Ministerpräsident. Für die entdeckt er die „Reich des Bösen“ neu: Der Iran ist laut Trump an viel Instabilität in der Region schuld! Das ist nicht ganz falsch – trifft aber genauso auf die USA zu, die obendrein die demokratische Regierung des Iran 1953 wegputschten und so indirekt auch das gegenwärtige Regime zu verantworten haben…

Der saudische König nannte Iran sogleich die „Speerspitze des internationalen Terrorismus“ und bestellte Waffen für 110 Milliarden Dollar. Nun ist Saudi-Arabien ein tolles Land. Vorausgesetzt man mag Sand, Männer in langen Kleidern und Straßen, auf denen Frauen unbegleitet nicht fahren dürfen. Interessanterweise kamen erstaunlich viele (14 von 19) Attentäter des 11. Septembers aus Saudi-Arabien. Und keiner aus dem Iran. Aber vielleicht meinte König Salman mit „Speerspitze“ eher so etwas wie: „Donald Trump ist die Speerspitze westlicher Intelligenz“…

Im Iran ist bei weitem nicht alles toll. Aber das Land wählte gerade eine moderate Regierung. Es gibt Bildung auch für Frauen, eine intakte Mittelschicht und Bewegung in der Gesellschaft. Anders als in vielen sunnitischen Autokratien. Es ist ein leidiges Problem, dass manche in ihrem mentalen Tuschkasten eine Schwarz-Weiß-Apartheid haben – sie sehen keine Grautöne. Vielleicht sollte Donald Trump sein Gehirn mal mit Brennnesseln einreiben…

Warum der Weltfrieden kommt!

Jetzt rächt sich, dass Donald noch keine Trump Towers in Deutschland errichtet hat. Er findet nämlich nix zum Wohnen. Jedenfalls nicht in Hamburg vom 7. bis 8. Juli. Das Hotel Vier Jahreszeiten hat kein Zimmer für ihn. Nun gibt es in Hamburg für diesen Zeitraum durchaus Hotelzimmer (ich habe grad noch mal nachgeschaut): Im „Hotel Terminus am Hauptbahnhof“ ist was frei. Ebenso im Intercity Hotel Altona. Oder wie wäre es mit dem Holiday Inn, wenn es etwas amerikanischer zugehen soll?

Aber diese Adressen sind nix für einen Donald Trump. Sie sind vermutlich nicht „großartig“ genug. Stattdessen kommt er jetzt nach Berlin ins Interconti und fliegt jeden Morgen mit dem Helikopter rüber. Dem großartigsten Helikopter, versteht sich. Also schon mal keiner von der Bundeswehr…

Donald ist allerdings nicht der einzige Staatschef, der in der Zeit noch nix zum Wohnen hat. Sein Kumpel Wladimir Putin erhielt ebenfalls eine Absage aus Hamburg. Die Not ist groß. Ich kann da übrigens Abhilfe schaffen. Eben buchte ich ein „Club Superior Zimmer mit Kingsize-Bett und Zugang zur Club Lounge“ vom 6.-9. Juli. Um meine nächste US- beziehungsweise Russland-Tournee etwas zu erleichtern, stelle ich Trump und Putin dieses Doppelzimmer zur Verfügung. Quasi als „Kumpelkammer“. Da kann Donald endlich mal frei von der Leber weg Staatsgeheimnisse ausplaudern, ohne dass die New York Times ständig mithört.

Natürlich „singt“ Trump nicht freiwillig. Man muss ihn zwingen. Ihn bei seiner Ehre packen. Etwa so. Putin: „Ich wette, du darfst mir nicht die Klar-Namen der Agenten sagen, die in Syrien für die CIA tätig sind.“ Trump: „Aber sicher doch, ich darf alles, ich bin schließlich der Präsident. Sie heißen…“ So wird der G20 Gipfel ein echter Friedensgipfel, denn natürlich wird Trump keinen Krieg mehr riskieren, wenn „der Wladi“ bereits die Atomcodes kennt…

Warum die Maschinen uns fertig machen!

Mein IPhone versucht mir seit einiger Zeit eine regelmäßige Schlafenszeit vorzuschlagen. Da ist schon meine Mutter dran gescheitert. Aber das IPhone gibt nicht auf. Smart-Technologien fangen nämlich im großen Stil an, uns zu kontrollieren. Einige Apps zählen die Schritte, die man am Tag zurück legt und teilen einem dann abends vorwurfsvoll mit, dass man das Soll von 12000 Schritten noch nicht erreicht hat. So weit ging nicht mal meine Mutter. Die sagte höchstens: Junge, geht doch mal an die frische Luft, aber sie lief nicht ständig hinter einem her und zählte Schritte mit.

Irgendwann wird einen das Smartphone auch kritisieren, wenn man was Ungesundes isst, oder raucht, oder trinkt. „Du hattest vorhin doch schon zwei Bier, die gemessenen Leberwerte sind nicht gut, ich empfehle eine Reduktion des Alkoholkonsums.“ „Halt die Klappe, Siri!“ Das ist auch neu, dass Menschen anfangen, mit ihren Telefonen zu streiten. Das Telefon sollte ein Medium sein, um mit Menschen zu reden. Wenn Menschen anfangen, mit ihrem Telefon zu reden, dann verwechseln sie das Werkzeug mit dem Zweck des Werkzeugs. Stellen Sie sich Ihren Friseur vor, der anfängt, mit seiner Schere zu reden: „Nein, du wirst ihr jetzt keine Glatze schneiden, du böses Ding! Böse Schere! Nein, ich finde nicht, dass sie ohne Haare besser aussieht. Lass das. Oh, zu spät, böse Schere, ganz, ganz böses Ding!“

Ich glaube, dass wir uns irgendwann wieder nach der Freiheit unseres Elternhauses zurücksehnen werden. Dann kriegt die Mutter einen Anruf: „Mama? Ich bins. Was? Ja, ich rufe mit unterdrückter Nummer an. Ist eine Telefonzelle. Wie, wo ich die gefunden habe? In Hannover. Ja, in Hannover haben sie noch Dinge, die es sonst nirgends mehr gibt, Telefonzellen zum Beispiel… Nein, Mama, ich will mich nicht über Hannover streiten – ich will wieder bei dir einziehen, bitte, ich kann nicht mehr heim, da wohnt das IPhone…“

Warum es keinen fairen Wahlkampf gibt!

Im Superwahljahr 2017 wünschen sich (fast) alle Politiker einen fairen Wahlkampf. Konkret versteht man darunter einen Wahlkampf, der nicht ständig von irgendwelchen Social Bots, also Meinungsrobotern manipuliert wird. Ich habe das erst überhaupt nicht verstanden: Angriffe durch Meinungsroboter – hieß das nicht früher noch „politischer Aschermittwoch“? Das war für mich eine neue Lern-Erfahrung, dass Sozial-Bots gar nicht Teil der CSU, also der „Christlichen Sozial-Bot Union“ sind, sondern richtige Maschinen!

Aber gibt es fairen Wahlkampf? Schon in der Familie, der Keimzelle unserer Gesellschaft, , kommt fairer Wahlkampf nicht vor. Die Rollen sind von Anfang an klar: Papi ist die CDU, Mami die SPD, beide zusammen sind GroKo, während die Kinder „Linke“ Dinger drehen, „Grün“ hinter den Ohren sind oder „Liberal“ für Ihre Freiheit eintreten, aber im Zweifelsfall nix zu sagen haben, außer wenn die Große Koalition Streit hat und temporär neue Koalitionspartner braucht…

Ob es wirklich ein fairer Wahlkampf war, werden wir erst erfahren, wenn Wladimir Putin überraschend zum Bundeskanzler gewählt wird und der russische Geheimdienst dementiert, irgend etwas mit dem Wahlergebnis zu tun gehabt zu haben… Obwohl ich mir fairen Wahlkampf wirklich wünsche – aber ich wünsche mir auch Frieden und eine gerechte Gesellschaft – doch der Weihnachtsmann bringt permanent Socken und eine neue Krawatte. Faschist!

Fairer Wahlkampf kommt in der Natur nicht vor. Sogar im Privatleben manipulieren wir – genau wie VW. Etwa bei Verabredungen mit möglichen PartnerInnen, wo man drei Stunden lang im Restaurant die drohende Blähung zurück hält und dadurch dann manipulierte Abgaswerte absondert! Die wahren Abgaswerte werden nachgeliefert, wenn man zusammen zieht.

Also: Solange wir nicht ehrlich furzen, wird es kein fairer Wahlkampf

Warum das Paradies so eine ungeklärte Sache ist!

Terror. Sehr unschön. Tödlich. Gottseidank sterben in Deutschland nicht besonders viele Menschen durch Terror. In den letzten 10 Jahren waren es etwa 14. Es ist überhaupt kein schönes Gefühl, vorzeitig das Zeitliche zu segnen – besonders, wenn man noch viel vorhat: Neue Kaffeemaschine einweihen, einmal den New York Marathon mitzulaufen und Helene Fischer aus den Klauen von Florian Silbereisen zu befreien.

Da stört ein vorzeitiger Tod. Und eigentlich ist es egal, was einen da so zeitig aus dem Leben reißt. Stickoxid etwa ist sehr viel erfolgreicher als Islamisten, wenn es darum geht, möglichst viele Ungläubige zu töten. Etwa 100.000 in zehn Jahren. Und Stickoxide entstehen durch Diesel-Abgase. Diese etwas altertümliche Technologie wird von Verkehrsminister Dobrindt und der Autolobby vehement verteidigt. Man könnte auch sagen: Wenn es um die Vernichtung von Ungläubigen geht, hat unser Verkehrsminister die Nase vorn.

Wird so viel Einsatz vom islamischen Paradies belohnt? Gibt es eine Jungfrauen-Hierarchie für besonders erfolgreiche Dschihadis? Kriegt man im Gegenzug höchstens die „Ausschuss-Ware“, wenn das Selbstmordattentat außer dem Attentäter nur einen Straßenpoller umgehaut? Dieser Tage muss es ja, wenn die Versprechungen stimmen, einen Wahnsinnsbedarf an Jungfrauen geben – das geht doch irgendwann auf Kosten der Qualität…!

Und wenn ein Mann wie Dobrindt die Ungläubigen empfindlich schwächt, weil er dafür sorgt, dass die es sich bei den Diesel-Überlebenden häufig um hustende Asthmatiker handelt, sollte er dann nicht auch im Paradies dafür belohnt werden? Könnte man das nicht als abschreckendes Argument verwenden, dass die geilsten Jungfrauen im „Ergo-Versicherungs-Party-Style“ alle ein Armband tragen: „Reserviert für Dobby, den Verkehrsdschihadi!“ Lohnt sich als Hardcore-Islamist ein Posten in der Auto-Lobby? Und sollte man nicht einmal lauschen, ob Tagungen im Verkehrsministerium mit einem heimlichen „Allahu Akbar“ beginnen?

Warum ich jetzt den Urknall verklage!

Der Pop-Sänger R. Kelly wurde letzte Woche von einem Mann namens Kenny B. verklagt, da Kelly eine Affäre mit dessen Ehefrau hatte, welche Herrn B. angeblich ruinierte. Nun kann man R. Kelly sicherlich einige geistige Verbrechen anlasten – etwa die Verbreitung idiotischer Glaubenssätze wie „I believe I can fly“ (ein Glaubenssatz, der sich für streikgeplagte Lufthansa-Passagiere immer wieder als trügerische Hoffnung erweist) – aber die Affäre mit einer erwachsenen Frau fällt sicherlich nicht darunter.

Nun will Kenny B. mit dieser Klage auch ein Exempel statuieren, um Menschen davon abzuhalten, mit verheirateten Personen eine Liebesbeziehung einzugehen. Seine Erfolgschancen dürften relativ gering sein – schon Casanova wusste, dass verbotene Früchte die süßesten sind. Wobei die Erkenntnis, dass sich ein Beziehungsende psychisch und finanziell nachteilig auswirken kann, nicht ganz neu ist. So was nennt sich gemeinhin schlicht „Scheidung“.

Wobei das Konzept natürlich charmant ist – wer mir an den Karren pisst, wird verklagt. Allerdings: Wenn ich jeden verklagen wollte, der mich psychisch und finanziell an den Rand des Wahnsinns getrieben hat, müsste ich den Rest meiner Tage in Gerichtssälen verbringen. Die erste Klage ginge dann gegen Donald Trump! Die zweite an all meine Ex-Freundinnen sowie deren Nebenliebhaber. Die dritte an Wolfgang Schäuble für seine entwicklungsfeindliche schwarze Null.

Vielleicht hatte Kenny B. einfach nicht die geistigen Ressourcen, um einen rechtzeitigen Beziehungs-Schnitt zu vollziehen. Dann sollte er aber nicht R. Kelly verklagen, sondern seine Erziehungsberechtigten. Welche wiederum ihre Eltern sowie soziale Umwelt verklagen müssten. Und die ziehen ihre Vorfahren zur Rechenschaft. Wenn man den Gedanken zu Ende denkt, wird schnell klar: der Urknall war schuld. Und wenn ich den Burschen erwische…

Warum wir eine eindeutigere Identität brauchen!

Oberleutnant Franco A. führte scheinbar ein Doppelleben als syrischer Flüchtling. Man kann nur vermuten, was er damit bezweckte. Vielleicht einen Anschlag, den er anschließend syrischen Flüchtlingen unterschiebt, um die Ausländerfeindlichkeit in Deutschland zu stärken? Vielleicht wollte er aber auch nur Lücken im Registrierungssystem aufdecken. Oder er brauchte etwas „Zusatz-Asyl-Kohle“…

Der Attentäter von Dortmund soll mehrere IS-Bekennerschreiben lanciert haben, wollte also ebenfalls eine falsche Islam-Spur legen. Ein Syrer im Saarland wollte vom Islamischen Staat 180.000 Euro für einen fiktiven Anschlag erschleichen. Der Islam wird von Freund und Feind systematisch genutzt, um die idiotischsten Dinge zu rechtfertigen. Als Allah hätte ich dermaßen die Schnauze voll, dass ich der Menschheit eine Reihe gewalttätiger Machos mit Todessehnsucht sowie einen unzurechnungsfähigen US-Präsidenten plus einen durchgeknallten koreanischen Diktator verordnete, die dem bunten Treiben ein schnelles Ende bereiten…

Diese Doppelleben-Tendenz ist gefährlich: Franco A. (wofür steht das A? Adolf??) ist rechter Soldat und „Asylbewerber“. Der BVB-Bomber war Investor und Verbrecher in einem (da fallen mir allerdings noch ein paar mehr Leute ein), der Syrer aus dem Saarland ist Flüchtling und Erpresser – viele Menschen führen Doppelleben. Donald Trump – Psychopath und Präsident (auch da fallen mir noch einige mehr ein). Benjamin Netanjahu – Israeli und Idiot Heidi Klum – Model und Kühlschrank. Auch ich führe ein Doppelleben: Kabarettist und Möchtegern-Diktator, der neulich im Badezimmer in einem fiktiven Interview mit sich selbst lautstark eine „arschlochbefreite“ Welt forderte. Erst wenn der Mensch sein Doppelleben als vernunftbegabtes Wesen und hormongesteuerter Idiot überwindet, hat die Zivilisation eine Chance.

Warum wir mehr Beratung brauchen!

Nur zwei Jahre alt wurde Kurti, bevor er erschossen wurde. Morgen jährt sich sein Todestag. Sein Verbrechen: Er lief einer Spaziergängerin mit Kinderwagen hinterher. Seine Echtname: Problemwolf MT6. Damit Wölfe nicht wieder ungehemmt entsorgt werden, fordert der Nabu jetzt eine „Wolfsberatungsstelle“. Und warf dem Land Sachsen vor, eine politische Tötungsfreigabe für einen Görlitzer Wolfsrüden erteilt zu haben, weil man dort nur eine Stellungnahme des „Lupus Instituts für Wolfsforschung“ eingeholt habe. Nun ist es verständlich, dass der Wolf geschützt werden soll. Wölfe töteten im letzten Jahrhundert weltweit etwa 500 Menschen. Menschen ermordeten etwa 100 Millionen Menschen. Eine „Menschenberatungsstelle“ ist leider nicht vorgesehen.

Dabei gibt es Problemwölfe auch unter Menschen. Einer von ihnen, ein gewisser Horst Seehofer (67), kürte sich am Montag entgegen ursprünglicher Ankündigungen erneut zum Spitzenkandidaten der CSU. Anscheinend will die CSU die Rente mit 67 abschaffen und auf 72 erhöhen. Mindestens. Es gibt bei rechten Politikern analog zur linken „Hausbesetzer-Szene“ eine „Arbeitsplatz-Besetzer-Szene“. Der heftigste Widerstand gegen Seehofer kam angeblich von seiner Frau, die er nur unter Einsatz größerer Rotwein-Mengen überzeugte. Soll man der CSU einen Kandidaten wünschen, dessen eigenes Weib ihm nur im Drogenrausch Zustimmung erteilt?

Die Partei jedoch jubelte. Es gibt einen alten Witz: „Was macht der schwule Adler am Abend? Fliegt zurück zu seinem Horst“… Nun fällt es zugegebenermaßen nicht leicht, sich die CSU und speziell Markus Söder als schwule Adler vorzustellen… – eher als nervöse Krähen, oder kreidefressende Geier. Denn letztere kreisen schon über „ihrem Horst“. Spätestens nach einem schlechten Bundestagsergebnis wird der alte Wolf Seehofer zum Abschuss frei gegeben. Denn auch eine „Politiker-Beratungsstelle“ ist leider in weiter Ferne..!

 

Warum Fußball-Zocken jetzt eine neue Dimension erreicht!

So böse muss man erst mal sein, um sich so etwas auszudenken: Auf Kosten von Leben an der Börse Geld verdienen! Das darf man nicht. Das darf höchstens die Deutsche Bank mit Lebensmittelspekulation. Aber doch nicht mit Fußball! Bomben auf den Mannschaftsbus, um den Aktienkurs einbrechen zu lassen… Wenigstens weiß jetzt jeder, wie eine Put-Option funktioniert – das sie nämlich berechtigt, eine Investition oder eine Aktie zu einem bestimmten Zeitpunkt zu einem vorher festgelegten Preis zu verkaufen. Viele Geschiedene wünschen sich im Nachhinein, dass so eine Put-Option für jede Heirat Pflicht wird…
Des weiteren erstaunt die massive Überschätzung der BVB-Aktie durch den Täter –ein Finanzinstrument, dass immer noch weit unter dem Ausgabekurs des Jahres 2000 dümpelt. Man muss dem Mann allerdings zugute halten, dass er sich wenigstens theoretisch mit der Börse auseinander setzte und einen sehr schurkischen, aber auch kreativen Plan ausheckte, um mal so richtig Kasse zu machen.
Dabei sind ihm allerdings einige gravierende Fehler unterlaufen. Als erstes mal hätte islamistische Bekennerschreiben besser studieren sollen. Es heißt nicht „Kalifat“, sondern „Chilafa“. Außerdem schrieb er, dass „alle ungläubigen Schauspieler, Sportler…und Sämtliche prominente“ auf einer Todesliste stünden. Rechtschreibung ist auch für „Tu-so-als-ob-Islamisten“ wichtig.
Das Verbrechen wirft Fragen auf: Wenn er schon unbedingt auf den Absturz einer Fußball-Mannschaft wetten wollte – warum spielte er dann nicht mit hohem Einsatz Toto gegen den HSV? Oder schleuste ein paar gutaussehende Damen in die Mannschaftskabine des FC Bayern nach Gewinn der Meisterschaft?
Und warum wurde er so viel krimineller Energie und Fußballbegeisterung nicht einfach Spielerberater? Was hätte der Deutsch-Russe bei der Fifa alles ausrichten können? Endlich mal ein ernstzunehmender Erbe von Josef Blatter!

Warum der Islam das geilere Paradies hat!

Ostern ist vorbei – und der schlimmste islamistische Anschlag ereignete sich in der Türkei, wo der Herr Erdogan, den man im Türkischen passender Weise „Erdo-Wahn“ ausspricht, sich seine Privat-Autokratie zimmerte. Und natürlich in Syrien. Und Afghanistan, klar. Aber da zählen wir schon nicht mehr mit, weil wir es schlicht nicht aushalten. Der religiöse Wahnsinn hat Hochkonjunktur.

Ein großes Problem des radikalen Islamismus ist ja, dass eine Konvertierung Sinn macht, wenn man ohnehin einen Selbstmord plant. Weil das Bonussystem stimmt. Du nietest ein paar Typen um auf den letzten Metern, und bingo: Jungfrauen forever! Womit kann im Gegensatz dazu ein christlicher Mörder im Höchstfall rechnen? Eine Wolke, eine Harfe und dann ewig Hosianna jaulen in der Kälte der Stratosphäre… ich wüsste auch, wofür ich mich im Ernstfall entschiede…

Deshalb ist es ein wenig traurig, dass die christliche Kirche auf dieses Dilemma noch nicht reagiert hat. Warum verkündete der Papst in seiner Osteransprache nicht einfach: „Übrigens: Was das Paradies angeht – es gibt neue Informationen; ab jetzt gibt es für jeden männlichen Gläubigen 500 Gogo-Tänzerinnen sowie einen Ferrari und für die Frauen eine unbegrenzte Kreditkarte, einen total einfühlsamen Masseur sowie einen Ehemann, der immer zuhört! Da ist für jeden was dabei! Vorausgesetzt, man wartet sein Ende friedlich ab!“ Und dann kommt Dieter Bohlen auf den Petersplatz und legt Zeugnis ab: Er hätte neulich ein Nahtod-Erlebnis gehabt und ging durch einen Tunnel auf ein helles Licht zu – das Aufblendlicht eines Ferraris, welcher ihn an einem Schloss absetzte, wo er von schönen Frauen umringt wurde, die sich ihm unbedingt hingeben wollten… Alle wären begeistert, bis sich herausstellt, dass Bohlen nicht im Jenseits sondern nur auf einer Sex-Party von Dominique Strauss Kahn war…

 

Warum Fliegen jetzt noch günstiger wird!

United Airlines ließ einen Passagier wegen Überbuchung gewaltsam aus dem Flugzeug werfen. Der Mann, der behauptete, Arzt zu sein und am nächsten Tag Patiententermine wahrnehmen zu müssen, hatte die angebotene Entschädigung abgelehnt. Der Aktienkurs von United Airlines stieg daraufhin um zwei Prozent – Sadismus zahlt sich scheinbar aus. Das wird Fluggesellschaften ein Anreiz sein, weitere Gemeinheiten im Namen des Shareholder Values auszutüfteln. Vielleicht bietet United schon bald einen besonders günstigen „Whack’n-Fly“-Tarif an: Passagiere zahlen relativ wenig, werden aber im Falle von Überbuchungen mit Schlägen entfernt.

Bereits bekannt sind ja die Pläne von Ryan-Air, Toilettenbesuche an Bord zahlungspflichtig zu machen. Passagiere, die bereits im Vorfeld des Fluges anstelle des SI-Tarifes (Shitting inklusive) den sehr viel günstigeren NS-Tarif (no shitting) wählten, dürfen bei plötzlicher Notdurft-Attacke zwar die Toiletten aufsuchen, müssen sich aber anschließend nackt von den anderen Passagieren auspeitschen lassen. „Notdurft kommt von „Not“ und „dürfen“ – es ist kein Grundrecht,“ könnte ein Unternehmenssprecher das rechtfertigen. Unerwähnt lässt er das im Bordwasser enthaltene Abführmittel. Auch im Notdurft-Fall kann man allerdings wählen zwischen den FW-(full whipping – volles Peitschen), LW-(Less Whipping) und NW-(No-Whipping – kein Peitschen, nur ein einzelner Tritt in den Hintern)-Zusatz-Versicherungen.

Stehen im Flieger ist der nächste Schritt in der Kosten-Einspar-Kette. Auch hier werden die sadistischeren FBC (Full-Body-Contact – voller Körperkontakt)-Tarife sehr viel günstiger sein als die SA(Stand Alone)-Preisvariante. Teuer im Vergleich dürfte auch der RP(Real-Pilot)-Tarif sein – jedenfalls im Gegensatz zum EB(Eigentlich Busfahrer)-Tarif. Am günstigsten ist die RzF-Tarifoption. Die Bedeutung dieses Preis-Modells wird den Passagieren allerdings erst mitgeteilt, wenn ein Flug von Berlin nach Bangkok bereits in Budapest endet: Rest zu Fuß!

Warum die Banken jetzt zu Bordellen werden!

Die Nerven liegen blank. Banken suchen in diesen Niedrig-Zins-Zeiten verzweifelt nach zusätzlichen Einnahmen. Mittlerweile muss man nicht nur Kontoführungsgebühren sondern bei einigen Instituten auch am Bankomaten Geldabhebe-Gebühren zahlen. Die Gebühren-Schraube mutiert langsam zur Schraubzwinge.

Eigentlich erstaunlich. Immerhin leihe ich als Kunde der Bank mein Geld, damit sie es gewinnbringend weiter vermietet. Und jetzt muss ich der Bank Geld geben, um meine Leihgabe wieder zu sehen? Mal angenommen, Sie leihen sich ein Auto bei Sixt, um Ihren eigenen Wagen an einen Kumpel weiter zu vermieten, der aufgrund von Bonitätsproblemen (Führerscheinentzug) grade Schwierigkeiten hat, sich am freien Markt etwas Motorisiertes zu organisieren. Da der Kumpel aber gerade einen finanziellen Engpass hat (weil er nach einer Kontrolle im Knast sitzt), fordern Sie bei der Rückgabe des Wagens von Sixt eine „Mobilitäts-Retouren-Charge“ (Fremdwörter sind wichtig in der Wirtschaft) in Höhe von einem Prozent des Neuwertes sowie eine „Automobil-Verwahr-Gebühr“ in Höhe von 50 Euro – wie begeistert werden die sein?

Das Ende der Fahnenstange ist natürlich noch nicht erreicht. Ist Ihnen schon aufgefallen, dass es immer weniger Bankfilialen gibt, die immer seltener geöffnet haben? Bald gibt es gar keine Filialen mehr. Dann können Sie analog zum Rotlichtbereich an versteckten Bank-Wohnungen nur noch klingeln, werden verschämt zum Bank-Berater geleitet, der Ihnen erst mal wortlos die Preisliste des „Instituts“ zeigt: Wenn er einen Kugelschreiber zur Hand nimmt (Handarbeit), 20 Euro. Bei „mache mit Mund“ (im Falle verbaler Erklärungen), 30 Euro. Ein Gespräch mit Ihnen nebst Gattin zwecks Kreditvergabe („mache mit Mund flotte Dreier“), 50 Euro. Und ein Besuch bei dem Filialleiter, also dem „größten Arschloch hier“ – Analverkehr, 100 Euro!