Autor: Alexa Knitter

Warum es keinen fairen Wahlkampf gibt!

Im Superwahljahr 2017 wünschen sich (fast) alle Politiker einen fairen Wahlkampf. Konkret versteht man darunter einen Wahlkampf, der nicht ständig von irgendwelchen Social Bots, also Meinungsrobotern manipuliert wird. Ich habe das erst überhaupt nicht verstanden: Angriffe durch Meinungsroboter – hieß das nicht früher noch „politischer Aschermittwoch“? Das war für mich eine neue Lern-Erfahrung, dass Sozial-Bots gar nicht Teil der CSU, also der „Christlichen Sozial-Bot Union“ sind, sondern richtige Maschinen!

Aber gibt es fairen Wahlkampf? Schon in der Familie, der Keimzelle unserer Gesellschaft, , kommt fairer Wahlkampf nicht vor. Die Rollen sind von Anfang an klar: Papi ist die CDU, Mami die SPD, beide zusammen sind GroKo, während die Kinder „Linke“ Dinger drehen, „Grün“ hinter den Ohren sind oder „Liberal“ für Ihre Freiheit eintreten, aber im Zweifelsfall nix zu sagen haben, außer wenn die Große Koalition Streit hat und temporär neue Koalitionspartner braucht…

Ob es wirklich ein fairer Wahlkampf war, werden wir erst erfahren, wenn Wladimir Putin überraschend zum Bundeskanzler gewählt wird und der russische Geheimdienst dementiert, irgend etwas mit dem Wahlergebnis zu tun gehabt zu haben… Obwohl ich mir fairen Wahlkampf wirklich wünsche – aber ich wünsche mir auch Frieden und eine gerechte Gesellschaft – doch der Weihnachtsmann bringt permanent Socken und eine neue Krawatte. Faschist!

Fairer Wahlkampf kommt in der Natur nicht vor. Sogar im Privatleben manipulieren wir – genau wie VW. Etwa bei Verabredungen mit möglichen PartnerInnen, wo man drei Stunden lang im Restaurant die drohende Blähung zurück hält und dadurch dann manipulierte Abgaswerte absondert! Die wahren Abgaswerte werden nachgeliefert, wenn man zusammen zieht.

Also: Solange wir nicht ehrlich furzen, wird es kein fairer Wahlkampf

Warum das Paradies so eine ungeklärte Sache ist!

Terror. Sehr unschön. Tödlich. Gottseidank sterben in Deutschland nicht besonders viele Menschen durch Terror. In den letzten 10 Jahren waren es etwa 14. Es ist überhaupt kein schönes Gefühl, vorzeitig das Zeitliche zu segnen – besonders, wenn man noch viel vorhat: Neue Kaffeemaschine einweihen, einmal den New York Marathon mitzulaufen und Helene Fischer aus den Klauen von Florian Silbereisen zu befreien.

Da stört ein vorzeitiger Tod. Und eigentlich ist es egal, was einen da so zeitig aus dem Leben reißt. Stickoxid etwa ist sehr viel erfolgreicher als Islamisten, wenn es darum geht, möglichst viele Ungläubige zu töten. Etwa 100.000 in zehn Jahren. Und Stickoxide entstehen durch Diesel-Abgase. Diese etwas altertümliche Technologie wird von Verkehrsminister Dobrindt und der Autolobby vehement verteidigt. Man könnte auch sagen: Wenn es um die Vernichtung von Ungläubigen geht, hat unser Verkehrsminister die Nase vorn.

Wird so viel Einsatz vom islamischen Paradies belohnt? Gibt es eine Jungfrauen-Hierarchie für besonders erfolgreiche Dschihadis? Kriegt man im Gegenzug höchstens die „Ausschuss-Ware“, wenn das Selbstmordattentat außer dem Attentäter nur einen Straßenpoller umgehaut? Dieser Tage muss es ja, wenn die Versprechungen stimmen, einen Wahnsinnsbedarf an Jungfrauen geben – das geht doch irgendwann auf Kosten der Qualität…!

Und wenn ein Mann wie Dobrindt die Ungläubigen empfindlich schwächt, weil er dafür sorgt, dass die es sich bei den Diesel-Überlebenden häufig um hustende Asthmatiker handelt, sollte er dann nicht auch im Paradies dafür belohnt werden? Könnte man das nicht als abschreckendes Argument verwenden, dass die geilsten Jungfrauen im „Ergo-Versicherungs-Party-Style“ alle ein Armband tragen: „Reserviert für Dobby, den Verkehrsdschihadi!“ Lohnt sich als Hardcore-Islamist ein Posten in der Auto-Lobby? Und sollte man nicht einmal lauschen, ob Tagungen im Verkehrsministerium mit einem heimlichen „Allahu Akbar“ beginnen?

Warum ich jetzt den Urknall verklage!

Der Pop-Sänger R. Kelly wurde letzte Woche von einem Mann namens Kenny B. verklagt, da Kelly eine Affäre mit dessen Ehefrau hatte, welche Herrn B. angeblich ruinierte. Nun kann man R. Kelly sicherlich einige geistige Verbrechen anlasten – etwa die Verbreitung idiotischer Glaubenssätze wie „I believe I can fly“ (ein Glaubenssatz, der sich für streikgeplagte Lufthansa-Passagiere immer wieder als trügerische Hoffnung erweist) – aber die Affäre mit einer erwachsenen Frau fällt sicherlich nicht darunter.

Nun will Kenny B. mit dieser Klage auch ein Exempel statuieren, um Menschen davon abzuhalten, mit verheirateten Personen eine Liebesbeziehung einzugehen. Seine Erfolgschancen dürften relativ gering sein – schon Casanova wusste, dass verbotene Früchte die süßesten sind. Wobei die Erkenntnis, dass sich ein Beziehungsende psychisch und finanziell nachteilig auswirken kann, nicht ganz neu ist. So was nennt sich gemeinhin schlicht „Scheidung“.

Wobei das Konzept natürlich charmant ist – wer mir an den Karren pisst, wird verklagt. Allerdings: Wenn ich jeden verklagen wollte, der mich psychisch und finanziell an den Rand des Wahnsinns getrieben hat, müsste ich den Rest meiner Tage in Gerichtssälen verbringen. Die erste Klage ginge dann gegen Donald Trump! Die zweite an all meine Ex-Freundinnen sowie deren Nebenliebhaber. Die dritte an Wolfgang Schäuble für seine entwicklungsfeindliche schwarze Null.

Vielleicht hatte Kenny B. einfach nicht die geistigen Ressourcen, um einen rechtzeitigen Beziehungs-Schnitt zu vollziehen. Dann sollte er aber nicht R. Kelly verklagen, sondern seine Erziehungsberechtigten. Welche wiederum ihre Eltern sowie soziale Umwelt verklagen müssten. Und die ziehen ihre Vorfahren zur Rechenschaft. Wenn man den Gedanken zu Ende denkt, wird schnell klar: der Urknall war schuld. Und wenn ich den Burschen erwische…

Warum wir eine eindeutigere Identität brauchen!

Oberleutnant Franco A. führte scheinbar ein Doppelleben als syrischer Flüchtling. Man kann nur vermuten, was er damit bezweckte. Vielleicht einen Anschlag, den er anschließend syrischen Flüchtlingen unterschiebt, um die Ausländerfeindlichkeit in Deutschland zu stärken? Vielleicht wollte er aber auch nur Lücken im Registrierungssystem aufdecken. Oder er brauchte etwas „Zusatz-Asyl-Kohle“…

Der Attentäter von Dortmund soll mehrere IS-Bekennerschreiben lanciert haben, wollte also ebenfalls eine falsche Islam-Spur legen. Ein Syrer im Saarland wollte vom Islamischen Staat 180.000 Euro für einen fiktiven Anschlag erschleichen. Der Islam wird von Freund und Feind systematisch genutzt, um die idiotischsten Dinge zu rechtfertigen. Als Allah hätte ich dermaßen die Schnauze voll, dass ich der Menschheit eine Reihe gewalttätiger Machos mit Todessehnsucht sowie einen unzurechnungsfähigen US-Präsidenten plus einen durchgeknallten koreanischen Diktator verordnete, die dem bunten Treiben ein schnelles Ende bereiten…

Diese Doppelleben-Tendenz ist gefährlich: Franco A. (wofür steht das A? Adolf??) ist rechter Soldat und „Asylbewerber“. Der BVB-Bomber war Investor und Verbrecher in einem (da fallen mir allerdings noch ein paar mehr Leute ein), der Syrer aus dem Saarland ist Flüchtling und Erpresser – viele Menschen führen Doppelleben. Donald Trump – Psychopath und Präsident (auch da fallen mir noch einige mehr ein). Benjamin Netanjahu – Israeli und Idiot Heidi Klum – Model und Kühlschrank. Auch ich führe ein Doppelleben: Kabarettist und Möchtegern-Diktator, der neulich im Badezimmer in einem fiktiven Interview mit sich selbst lautstark eine „arschlochbefreite“ Welt forderte. Erst wenn der Mensch sein Doppelleben als vernunftbegabtes Wesen und hormongesteuerter Idiot überwindet, hat die Zivilisation eine Chance.

Warum wir mehr Beratung brauchen!

Nur zwei Jahre alt wurde Kurti, bevor er erschossen wurde. Morgen jährt sich sein Todestag. Sein Verbrechen: Er lief einer Spaziergängerin mit Kinderwagen hinterher. Seine Echtname: Problemwolf MT6. Damit Wölfe nicht wieder ungehemmt entsorgt werden, fordert der Nabu jetzt eine „Wolfsberatungsstelle“. Und warf dem Land Sachsen vor, eine politische Tötungsfreigabe für einen Görlitzer Wolfsrüden erteilt zu haben, weil man dort nur eine Stellungnahme des „Lupus Instituts für Wolfsforschung“ eingeholt habe. Nun ist es verständlich, dass der Wolf geschützt werden soll. Wölfe töteten im letzten Jahrhundert weltweit etwa 500 Menschen. Menschen ermordeten etwa 100 Millionen Menschen. Eine „Menschenberatungsstelle“ ist leider nicht vorgesehen.

Dabei gibt es Problemwölfe auch unter Menschen. Einer von ihnen, ein gewisser Horst Seehofer (67), kürte sich am Montag entgegen ursprünglicher Ankündigungen erneut zum Spitzenkandidaten der CSU. Anscheinend will die CSU die Rente mit 67 abschaffen und auf 72 erhöhen. Mindestens. Es gibt bei rechten Politikern analog zur linken „Hausbesetzer-Szene“ eine „Arbeitsplatz-Besetzer-Szene“. Der heftigste Widerstand gegen Seehofer kam angeblich von seiner Frau, die er nur unter Einsatz größerer Rotwein-Mengen überzeugte. Soll man der CSU einen Kandidaten wünschen, dessen eigenes Weib ihm nur im Drogenrausch Zustimmung erteilt?

Die Partei jedoch jubelte. Es gibt einen alten Witz: „Was macht der schwule Adler am Abend? Fliegt zurück zu seinem Horst“… Nun fällt es zugegebenermaßen nicht leicht, sich die CSU und speziell Markus Söder als schwule Adler vorzustellen… – eher als nervöse Krähen, oder kreidefressende Geier. Denn letztere kreisen schon über „ihrem Horst“. Spätestens nach einem schlechten Bundestagsergebnis wird der alte Wolf Seehofer zum Abschuss frei gegeben. Denn auch eine „Politiker-Beratungsstelle“ ist leider in weiter Ferne..!

 

Warum Fußball-Zocken jetzt eine neue Dimension erreicht!

So böse muss man erst mal sein, um sich so etwas auszudenken: Auf Kosten von Leben an der Börse Geld verdienen! Das darf man nicht. Das darf höchstens die Deutsche Bank mit Lebensmittelspekulation. Aber doch nicht mit Fußball! Bomben auf den Mannschaftsbus, um den Aktienkurs einbrechen zu lassen… Wenigstens weiß jetzt jeder, wie eine Put-Option funktioniert – das sie nämlich berechtigt, eine Investition oder eine Aktie zu einem bestimmten Zeitpunkt zu einem vorher festgelegten Preis zu verkaufen. Viele Geschiedene wünschen sich im Nachhinein, dass so eine Put-Option für jede Heirat Pflicht wird…
Des weiteren erstaunt die massive Überschätzung der BVB-Aktie durch den Täter –ein Finanzinstrument, dass immer noch weit unter dem Ausgabekurs des Jahres 2000 dümpelt. Man muss dem Mann allerdings zugute halten, dass er sich wenigstens theoretisch mit der Börse auseinander setzte und einen sehr schurkischen, aber auch kreativen Plan ausheckte, um mal so richtig Kasse zu machen.
Dabei sind ihm allerdings einige gravierende Fehler unterlaufen. Als erstes mal hätte islamistische Bekennerschreiben besser studieren sollen. Es heißt nicht „Kalifat“, sondern „Chilafa“. Außerdem schrieb er, dass „alle ungläubigen Schauspieler, Sportler…und Sämtliche prominente“ auf einer Todesliste stünden. Rechtschreibung ist auch für „Tu-so-als-ob-Islamisten“ wichtig.
Das Verbrechen wirft Fragen auf: Wenn er schon unbedingt auf den Absturz einer Fußball-Mannschaft wetten wollte – warum spielte er dann nicht mit hohem Einsatz Toto gegen den HSV? Oder schleuste ein paar gutaussehende Damen in die Mannschaftskabine des FC Bayern nach Gewinn der Meisterschaft?
Und warum wurde er so viel krimineller Energie und Fußballbegeisterung nicht einfach Spielerberater? Was hätte der Deutsch-Russe bei der Fifa alles ausrichten können? Endlich mal ein ernstzunehmender Erbe von Josef Blatter!

Warum der Islam das geilere Paradies hat!

Ostern ist vorbei – und der schlimmste islamistische Anschlag ereignete sich in der Türkei, wo der Herr Erdogan, den man im Türkischen passender Weise „Erdo-Wahn“ ausspricht, sich seine Privat-Autokratie zimmerte. Und natürlich in Syrien. Und Afghanistan, klar. Aber da zählen wir schon nicht mehr mit, weil wir es schlicht nicht aushalten. Der religiöse Wahnsinn hat Hochkonjunktur.

Ein großes Problem des radikalen Islamismus ist ja, dass eine Konvertierung Sinn macht, wenn man ohnehin einen Selbstmord plant. Weil das Bonussystem stimmt. Du nietest ein paar Typen um auf den letzten Metern, und bingo: Jungfrauen forever! Womit kann im Gegensatz dazu ein christlicher Mörder im Höchstfall rechnen? Eine Wolke, eine Harfe und dann ewig Hosianna jaulen in der Kälte der Stratosphäre… ich wüsste auch, wofür ich mich im Ernstfall entschiede…

Deshalb ist es ein wenig traurig, dass die christliche Kirche auf dieses Dilemma noch nicht reagiert hat. Warum verkündete der Papst in seiner Osteransprache nicht einfach: „Übrigens: Was das Paradies angeht – es gibt neue Informationen; ab jetzt gibt es für jeden männlichen Gläubigen 500 Gogo-Tänzerinnen sowie einen Ferrari und für die Frauen eine unbegrenzte Kreditkarte, einen total einfühlsamen Masseur sowie einen Ehemann, der immer zuhört! Da ist für jeden was dabei! Vorausgesetzt, man wartet sein Ende friedlich ab!“ Und dann kommt Dieter Bohlen auf den Petersplatz und legt Zeugnis ab: Er hätte neulich ein Nahtod-Erlebnis gehabt und ging durch einen Tunnel auf ein helles Licht zu – das Aufblendlicht eines Ferraris, welcher ihn an einem Schloss absetzte, wo er von schönen Frauen umringt wurde, die sich ihm unbedingt hingeben wollten… Alle wären begeistert, bis sich herausstellt, dass Bohlen nicht im Jenseits sondern nur auf einer Sex-Party von Dominique Strauss Kahn war…

 

Warum Fliegen jetzt noch günstiger wird!

United Airlines ließ einen Passagier wegen Überbuchung gewaltsam aus dem Flugzeug werfen. Der Mann, der behauptete, Arzt zu sein und am nächsten Tag Patiententermine wahrnehmen zu müssen, hatte die angebotene Entschädigung abgelehnt. Der Aktienkurs von United Airlines stieg daraufhin um zwei Prozent – Sadismus zahlt sich scheinbar aus. Das wird Fluggesellschaften ein Anreiz sein, weitere Gemeinheiten im Namen des Shareholder Values auszutüfteln. Vielleicht bietet United schon bald einen besonders günstigen „Whack’n-Fly“-Tarif an: Passagiere zahlen relativ wenig, werden aber im Falle von Überbuchungen mit Schlägen entfernt.

Bereits bekannt sind ja die Pläne von Ryan-Air, Toilettenbesuche an Bord zahlungspflichtig zu machen. Passagiere, die bereits im Vorfeld des Fluges anstelle des SI-Tarifes (Shitting inklusive) den sehr viel günstigeren NS-Tarif (no shitting) wählten, dürfen bei plötzlicher Notdurft-Attacke zwar die Toiletten aufsuchen, müssen sich aber anschließend nackt von den anderen Passagieren auspeitschen lassen. „Notdurft kommt von „Not“ und „dürfen“ – es ist kein Grundrecht,“ könnte ein Unternehmenssprecher das rechtfertigen. Unerwähnt lässt er das im Bordwasser enthaltene Abführmittel. Auch im Notdurft-Fall kann man allerdings wählen zwischen den FW-(full whipping – volles Peitschen), LW-(Less Whipping) und NW-(No-Whipping – kein Peitschen, nur ein einzelner Tritt in den Hintern)-Zusatz-Versicherungen.

Stehen im Flieger ist der nächste Schritt in der Kosten-Einspar-Kette. Auch hier werden die sadistischeren FBC (Full-Body-Contact – voller Körperkontakt)-Tarife sehr viel günstiger sein als die SA(Stand Alone)-Preisvariante. Teuer im Vergleich dürfte auch der RP(Real-Pilot)-Tarif sein – jedenfalls im Gegensatz zum EB(Eigentlich Busfahrer)-Tarif. Am günstigsten ist die RzF-Tarifoption. Die Bedeutung dieses Preis-Modells wird den Passagieren allerdings erst mitgeteilt, wenn ein Flug von Berlin nach Bangkok bereits in Budapest endet: Rest zu Fuß!

Warum die Banken jetzt zu Bordellen werden!

Die Nerven liegen blank. Banken suchen in diesen Niedrig-Zins-Zeiten verzweifelt nach zusätzlichen Einnahmen. Mittlerweile muss man nicht nur Kontoführungsgebühren sondern bei einigen Instituten auch am Bankomaten Geldabhebe-Gebühren zahlen. Die Gebühren-Schraube mutiert langsam zur Schraubzwinge.

Eigentlich erstaunlich. Immerhin leihe ich als Kunde der Bank mein Geld, damit sie es gewinnbringend weiter vermietet. Und jetzt muss ich der Bank Geld geben, um meine Leihgabe wieder zu sehen? Mal angenommen, Sie leihen sich ein Auto bei Sixt, um Ihren eigenen Wagen an einen Kumpel weiter zu vermieten, der aufgrund von Bonitätsproblemen (Führerscheinentzug) grade Schwierigkeiten hat, sich am freien Markt etwas Motorisiertes zu organisieren. Da der Kumpel aber gerade einen finanziellen Engpass hat (weil er nach einer Kontrolle im Knast sitzt), fordern Sie bei der Rückgabe des Wagens von Sixt eine „Mobilitäts-Retouren-Charge“ (Fremdwörter sind wichtig in der Wirtschaft) in Höhe von einem Prozent des Neuwertes sowie eine „Automobil-Verwahr-Gebühr“ in Höhe von 50 Euro – wie begeistert werden die sein?

Das Ende der Fahnenstange ist natürlich noch nicht erreicht. Ist Ihnen schon aufgefallen, dass es immer weniger Bankfilialen gibt, die immer seltener geöffnet haben? Bald gibt es gar keine Filialen mehr. Dann können Sie analog zum Rotlichtbereich an versteckten Bank-Wohnungen nur noch klingeln, werden verschämt zum Bank-Berater geleitet, der Ihnen erst mal wortlos die Preisliste des „Instituts“ zeigt: Wenn er einen Kugelschreiber zur Hand nimmt (Handarbeit), 20 Euro. Bei „mache mit Mund“ (im Falle verbaler Erklärungen), 30 Euro. Ein Gespräch mit Ihnen nebst Gattin zwecks Kreditvergabe („mache mit Mund flotte Dreier“), 50 Euro. Und ein Besuch bei dem Filialleiter, also dem „größten Arschloch hier“ – Analverkehr, 100 Euro!

Warum wir nicht mehr Kondolenz-glänzen!

Es gab einen Terror-Anschlag in St. Petersburg, und das ist ohne Frage scheußlich. Unschuldige starben, was noch viel scheußlicher ist. Das Brandenburger Tor wurde nicht aus Kondolenz angeglänzt, was einigen das Allerscheußlichste zu sein scheint. Der Senat sagt dazu: Das Brandenburger Tor wird nur nach Angriffen in Partnerstädten Berlins mit den Farben des jeweiligen Landes beleuchtet. Brach aber diese Regel im Falle der Anschläge in von Jerusalem und Orlando – wegen „besonderer Nähe“.

Das wirft Fragen auf. Für wen gilt die „besondere Nähe“ Klausel? Für St. Petersburg schon mal nicht. Obwohl vielleicht das eine oder andere Opfer aus Moskau (Partnerstadt Berlins) kam. Könnte man da nicht wenigstens eine Ecke des Tores beleuchten? Und wenn „Partnerstadt“ das Kriterium ist, warum erstrahlen dann die Landes- und nicht die Stadtfarben? „Besondere Nähe“ haben wir auch nicht zu Syrien, wo in den letzten Tagen mindestens 60 Menschen durch einen Giftgas-Angriff starben. Oder zu Pakistan, Süd-Sudan oder Afghanistan, wo jeden Monat viele Menschen dem Terror zum Opfer fallen. Jetzt, wo die Partnerstadt-Trauer klar ist, ist es überdies denkbar, dass unsere Partnerstädte eine erhöhte Terror-Gefahr erleben, nur weil der Attentäter ein Berliner Licht-Denkmal anstrebt…

Zumal sich die Frage stellt, wie nachhaltig das Kondolenz-Glänzen ist? So eine „Brandenburger-Tor-Beleuchtung“ verbraucht nämlich viel Energie. Das wiederum setzt CO2 frei, was die Umwelt erwärmt, für die Ausdehnung von Wüsten sorgt, zu bewaffneten Konflikten um Wasserquellen führt und in letzter Konsequenz eine zunehmende Anzahl potentieller Selbstmordattentäter produziert. Ist es das, was man unter „dem Terror heimleuchten“ versteht?

Vielleicht sollten „wir Armleuchter“ einfach mal die Kerze des Mitgefühls in Herz und Hirn umso heller leuchten lassen!

Wie Sie merken, dass Sie von Türken bespitzelt werden!

Der türkische Geheimdienst MIT soll im großen Stil Gülen-Anhänger in der Bundesrepublik bespitzelt haben. Viele Menschen fragen sich: Wie merke ich denn, dass der türkische Geheimdienst mich ausspäht. Nun, folgende Indizien könnten Ihnen helfen, das festzustellen: 1. In Ihrem Treppenhaus riecht es neuerdings stark nach Knoblauch. 2. Sie erhalten wiederholt eine Einladung in einen Hammam, der überhaupt nicht dampft und gespickt mit Kameras ist. 3. Der Briefkasten, der Sie seit Tagen verfolgt, entpuppt sich als gelbe Burka! 4.Jeden Mittag kommt ein Döner-Bote, obwohl Sie Pizza bestellt haben. Es macht Ihnen aber nichts aus, weil er sehr nett ist und so viele Dinge fragt…

Andererseits kann so ein Geheimdienst auch unangenehme, einschüchternde Aktivitäten entfalten. Darunter fallen etwa Droh-Briefe, die Sätze enthalten: „Eh, trag gefälligst Kopftuch, du Mädchen!“ – was einen als Mann schon etwas verunsichert. Genauso in die Bredouille gerät man, wenn man das „Otto-manische Reich“ nicht für das größte Reich aller Zeiten hält, sondern für eine psychische Störung, bei der man aus dem Bereich einer krankhaften Bestellsucht beim Otto-Versand gar nicht mehr heraus kommt – die gefürchtete „Otto-Manie“.

Richtig gefährlich wird es, wenn Ihr Barbier plötzlich einen Schnurrbart trägt und Sie bei der Rasur mit dem Messer am Hals sanft fragt, was Sie eigentlich so von Verfassungsreformen halten… Genauso brenzlig wäre die öffentliche Erwähnung in einer Erdogan-Rede, in der er Sie öffentlich als „holländische Nazi-Kuh“ beschimpft. Das sicherste Anzeichen jedoch, dass der türkische Geheimdienst eine Verbindung zwischen Ihnen und dem Prediger Gülen sieht, wäre Folgende: Sie sind im Besitz eines Bauernhofs, auf dem es etwas streng riecht, und wollen grade mit dem Trecker aufs Feld, da werden Sie verhaftet: Wegen Güllen-Anhänger…

Warum der Brexit uns nicht schocken kann!

Heute schicken die Briten uns den EU-Abschiedsbrief. Das ist ein bisschen wie ein Beziehungsende. Aber was steht in dem Brief drin? Ist es nur so ein lockeres Geplauder im Stil von: „Liebe EU, es war eine tolle Zeit, aber wir müssen jetzt wirklich weiter. See you later, Alligator und don’t forget the toilet paper. Haha. Lol :)“

Oder werden die Briten eher esoterisch formulieren? „Beloved EU, es war eine irre spacige Connection, die wir hatten. Aber irgendwie brauchen wir jetzt wieder mehr Raum für uns selbst so. Wir hoffen, dass ihr das nicht persönlich nehmt, denn Persönlichkeit ist nun mal auch nur eine Illusion. PS: Unsere Zahlungen nach Brüssel stellen wir ein, weil wir auch keine finanzielle Energie mehr nach außen lecken lassen wollen. Forever in Love, aber endlich mal wieder ungebunden, Euer GB.“

Denkbar ist auch die „Wir erschrecken die Eltern-Variante“: „Liebe EU, wir haben leider jemand anderes kennen gelernt. Er ist schon etwas älter, aber unglaublich maskulin und hat keine Angst vor nix. Wir haben so viel gemeinsam: Er findet auch, dass die EU total undemokratisch ist und hat die Bürokraten-Diktatur aus Brüssel so was von satt. Und bei sich daheim will er ganz viel anders machen, nicht immer nur diese demokratische Weichspülkacke, bei der nie was rauskommt. Er hat versprochen, richtig aufzuräumen und er will dafür sorgen, dass wir nie wieder Flüchtlinge kriegen. Sein Name ist Recep, den Nachnamen haben wir vergessen, aber er ist anscheinend ein ganz wichtiger Typ bei sich zu Hause. Und genau wie wir findet er, dass die EU eine deutsch-holländische Nazi-Verschwörung ist, die wir gemeinsam am nächsten Blitzkrieg hindern müssen! Nieder mit dem EU-Faschismus – wir wollen jetzt übrigens auch bei uns so ein tolles Verfassungsreferendum machen… Scherz!!!!… Aber ihr seht, liebe EU – es hätte auch viel schlimmer kommen können!!“

Die Maut, die sich doch traut!

Verkehrsminister Alexander Dobrindt, auch bekannt als „Dobby, der Straßen-Elf“, ist ekstatisch: Seine Ausländer-Maut wurde vom Bundestag abgenickt. Natürlich ist das letzte Maut-Wort noch nicht gemault – einige Bundesländer kündigen Protest an, und die Ausländer sowieso, und die EU, und Greenpeace, und wie die Maut-Maul-Nasen sonst noch alle heißen. Da heißt es sensibel agieren: Schon jetzt unterscheidet die Maut mehrere Kurz-Zeit-Tarife je nach Schadstoff-Ausstoß – so was kennen die Ausländer ja bereits von deutschen Bordellen! Weitere Nachbesserungen sind gefordert. Einige Bundesländer wollen Erleichterungen im „grenznahen Verkehr“ – nur die Bayern möchten mit solchen „Sauereien“ nichts zu tun haben.

Weiterhin sinnvoll wäre weiterhin eine Kombination der Maut mit Gesundheitsvorgaben – schließlich belasten übergewichtige Fahrer die Straßen stärker als halbverhungerte Mager-Models. Wer den Schadstoff-Ausstoß durch Rauchen am Steuer erhöht, zahlt mehr – außer es handelt sich um eine E-Zigarette der EU Norm 128/B. Auch Ausländer sollten mit Entlastungen rechnen dürfen: Jeder Ausländer, der einen Asylanten mit zurück ins Ausland nimmt, wird lebenslang maut-befreit. Niederländer erhalten eine Maut-Befreiung bereits für das feierliche Versprechen, nie wieder in einem Wohnmobil hier aufzukreuzen. Österreicher bekommen eine Verrechnung für den „Wiesen-Verzehr“ auf dem Oktoberfest. US-Amerikaner können mit Erleichterungen für einen nachweislichen Mordversuch an Donald Trump rechnen. Polen, die einen Asylanten mitnehmen, Wiesenverzehr nachweisen und ihre Geliebte bei Horst Seehofer lassen, erhalten eine Maut-Gutschrift sowie die deutsche Staatsbürgerschaft.

Einige Experten schätzen, dass das Maut-Abenteuer die BRD Hunderte von Millionen kosten wird. Na und? Es war eben schon immer etwas teurer, ein bayrisches Auto zu haben. Oder einen Verkehrsminister der CSU…

Wer anderen einen Nazi gräbt,…!

Dem türkischen Ober-Demokraten Erdogan verdanken wir die Enthüllung einer Nazi-Verschwörung, welche von Holland aus die Türkei in einem Tulpenkrieg vernichten will. Gerade noch rechtzeitig wurden auch die Machenschaften von Nazi-Kühen aufgedeckt, die jetzt dem türkischen Züchterverband zufolge aus der Türkei „ausgewiesen“ werden. Bei den Nazi-Kühen handelt es sich übrigens nicht um Beatrix von Storch und Frauke Petry, sondern um richtige Mumuhs! Welche natürlich nicht weniger gefährlich sind. Denn die holländische Nazi-Kuh getreu der NS-Ideologie extrem pflichtbewusst, gebärfreudig und trägt schamlos ein gigantisches Euter durch die Gegend, als wolle sie sagen: Eure muslimische „Zugehängtheit“ ist mir egal – das „Mutterkreuz in Gold“ ist mir sowieso sicher!

Doch damit sind die Gefahren, die von den „Deich-Nazis“ ausgehen, keineswegs ausreichend gebannt. Für den Erhalt der demokratischen Türkei muss alles Holländische beseitigt werden. Wohnwagen gehören komplett verboten. Wer im Auto schläft kommt wegen „Gouda-Terror“ in den Knast. Auch Deutschland kann endlich mal zeigen, dass es mit der Türkei solidarisch ist: holländischer Fußball wird verboten – Arjen Robben darf die Ersatzbank der Bayern nicht mehr verlassen!

Der zersetzende Einfluss holländischer NS-Coffee-Shops in der Türkei muss ebenfalls unterbunden werden. Waren es nicht holländische (Nazi)-Kaufleute, welche im Mittelalter gemeinsam mit Marco Polo auf dem Rückweg von China den Cannabis-Anbau in die Türkei brachten? Hier kann Deutschland den türkischen Freunden helfen, indem in einer weiteren freundschaftlich-demokratischen Blitzkrieg-Maßnahme die Niederlande kurzzeitig besetzt und die kompletten (Nazi)-Gras-Vorräte beschlagnahmt werden. Um sie dann den Erdogan-Anbetern in die Wasserpfeife zu tun, damit die endlich mal „orientalisches Chillen“ lernen…

Warum Osteuropa ausgerottet wird!

Ein Skandal! Ganz Osteuropa ist bedroht. Denn Tests ergaben: Nutella ist in Ungarn weniger cremig als in Österreich. Die Manner-Waffeln sind nicht so knusprig. Und die Cola schmeckt „weniger komplex“ als im Westen. Die Rede ist in Polen, Slowakien, Ungarn und Tschechien sogar von „Lebensmittel-Rassismus“. Eine Initiative der Agrarminister fordert jetzt eine Angleichung der Lebensmittel-Standards, man wolle nicht mehr der „Mülleimer Europas“ und „Verbraucher zweiter Klasse“ sein.

Mal abgesehen von einem nicht nur in Osteuropa verbreiteten Verfolgungswahn durch „die Konzerne“ ist an den Vorwürfen auch ein Stück Wahrheit. Stark verarbeitete Lebensmittel sind im Osten des Kontinents günstiger als im Westen – da könnte der eine oder andere Produzent schon versucht sein, billigere Zutaten zu verwenden. So was kennt man auch bei uns – von RTL2.

Andererseits sind die getesteten Lebensmittel nicht besonders gesund. Um ehrlich zu sein, zählen Nuss-Nougat Cremes, Schoko-Waffeln und Cola sogar zu den Hauptverursachern von Übergewicht, Diabetes und Hunderttausenden von Todesfällen jedes Jahr allein in Deutschland. Man könnte auch sagen: Die Osteuropäer beschweren sich über „schlechteres Gift“!

Das bringt mich zu dem eigentlichen Skandal: Warum kriegen wir Westler eigentlich eine dermaßen cremige Nutella, also ein schleichendes Gift verabreicht, das so viel besser schmeckt als im Osten und dadurch um so gefährlicher ist? Was haben die Konzerne gegen uns? Warum haben wir nicht wie die Osteuropäer die Möglichkeit, auf Cola zu verzichten, weil sie einfach eklig schmeckt? Warum will Ferrero uns ausrotten? Wollen die Österreicher die deutsche Dominanz mit herrlich knusprigen Manner-Waffeln brechen? Oder ist dieser Skandal nur eine Scheindebatte und die Polen stecken klammheimlich hinter der ganzen Sache? Rache für die Tusk-Schlappe! Tötet die Deutschen mit cremiger Nutella!

 

Warum die Polizei kein Geld mehr hat!

Polizisten sollten mehr Geld haben und besser ausgestattet sein. Eindeutig. Da bin ich mit einem gewissen Herrn Wendt einer Meinung. Da enden die Gemeinsamkeiten allerdings, denn Rainer Wendt ist in einer Person Polizeigewerkschaftschef und Polizist a.D., der allerdings interessanterweise immer noch wie ein Polizist im Dienst bezahlt wird. Das muss man erst mal hinkriegen; es ist ein wenig, als ließe sich ein Ex-Lude „aus Freundschaft“ von seinen Huren weiterhin aushalten.

Herr Wendt „kann jeden verstehen, der sagt, dies (die BRD) ist kein Rechtsstaat mehr“. Er muss es wissen, profitierte er selbst doch jahrelang von dieser Schludrigkeit des Rechtsstaates. Folgerichtig sieht er „Deutschland in Gefahr“ und ist der Ansicht, „die Staatsführung schert sich nicht um die Einhaltung des Rechts.“ Dummerweise ist er durch seine hohe Position bei der Polizei selbst Teil dieser Staatsführung – daher darf er natürlich seinen eigenen Thesen folgend es ebenfalls mit diesem Recht nicht so genau nehmen. So weit, so logisch.

Der Polizeigewerkschafter verortet ein gewaltiges Sicherheitsdefizit in Deutschland – ihm zufolge sind 69 Prozent der Deutschen der Ansicht, dass die Anzahl der Verbrechen steigt. Als Polizist könnte man solchen Halluzinationen ja auch mal entgegen treten und darauf verweisen, dass die Anzahl der Gewaltverbrechen seit Jahren kontinuierlich sinkt. Unter anderem durch erfolgreiche Polizeiarbeit. Derlei langweilige Fakten verkaufen allerdings keine Bücher. Alarm schlagen und zu behaupten, Deutschland schaffe sich ab und werde von Fremden eingenommen – das hingegen verkauft sich. Das „Sarrazinieren“ hat Herr Wendt sich gut angeeignet und bezahlen lassen. Wer das Lied von der „korrupten Elite“ singt, klingt eben authentischer mit Insiderwissen. Vielleicht könnte man übrigens die Polizei besser ausstatten, wenn das Geld nicht andauernd beim Herrn Wendt landete…

 

Warum die Nazikeule problematisch ist!

„Der Andere ist die Hölle“, sagte Jean-Paul Sartre. Wie wahr! Diese Hölle labert zudem vielfach echten Dünnschiss. Das zu ertragen ist schwer – und am Tag Eins der Chin-Meyer-Welt-Diktatur wird ein weltweites Dünnschiss-Laber-Verbot erteilt. Außer für mich (schließlich bin ich Boss). Nun ist diese Diktatur in weiter Ferne – eine Erdogan-Autokratie in der Türkei scheint eindeutig greifbarer.

Jetzt hat der Erdogan uns Deutsche der Nazi-Methoden bezichtigt und alle fragen: Darf der das? Natürlich darf er, schließlich haben wir das Recht der freien Rede. Das muss man nicht mögen. Ich selbst habe eine längere EMSH („Einfach Mal Schnauze Halten“)-Liste. Aber solange ich mich nicht zu dieser Welt-Diktatur aufraffe, ist es ganz gut, wenn alle sagen dürfen, was sie denken. Auch wenn es vielfach verbaler Dünnschiss ist.

Natürlich sind das keine Nazi-Methoden, wenn eine Veranstaltung wegen der Sicherheitslage abgesagt wird. Nazis hätten die Veranstaltung stattfinden lassen und dann eine Bombe rein geworfen, um zu zeigen, dass die Sicherheitslage Banane ist. Das Problematische an der „Nazi-Keule“ ist, dass man mit dem Rücken zur Wand steht, wenn man sie schwingt. Was kann man danach noch groß an Beleidigungen aus dem Köcher ziehen? „Du bist ein doppelgesichtiger Fettwhopper mit der Hirnkapazität eines dementen Hurensohns“ vielleicht, aber da muss man dem Erdogan vermutlich erst mal das Wort „Hirnkapazität“ erklären.

Die türkischen Politiker sollen ruhig bei uns reden dürfen, solange sie die Regeln nicht brechen. Die Türkei ist nun mal Sache der Türken. Da sollte man grade als Deutscher nicht zu laut schreien – das letzte Mal, als Deutschland die Schutzmacht der Türkei markierte, endete mit Völkermord und Krieg. Es gilt also: Ruhig bleiben. Lächeln. Wissen, dass der Andere die Hölle ist. Und dass er vielleicht nicht ausstirbt – aber sterben wird er immer.

Warum wir über Flüchtlinge belogen werden!

In Heidelberg raste kürzlich ein Mann mit einem Auto in eine Menschenmenge und tötete dabei einen Menschen. So weit, so fürchterlich. In sozialen Netzen wurde schnell bezweifelt, dass es sich bei dem Täter nicht um einen „Scheiß-Ausländer“ handelt, sondern um einen deutschen Studenten ohne Migrationshintergrund, wie von der Polizei behauptet.

Die Zweifler haben Recht. Die Polizei lügt! Der Mann hat einen eindeutigen Migrationshintergrund. Er ist zwar kein „Nafri“, aber ein „Ofri“! Ofri steht für Ost-Afrikaner. Die Ofris tarnen sich allerdings heimtückisch. Sie nennen sich Badener! Hallo? Die Badener sind doch keine einheimische Bevölkerung, sie sind alemannische Migranten, welche erst vor wenigen Generationen achtlos den Grenzzaun Limes einrissen, den die Römer zum Schutze der keltischen Einheimischen errichtet hatten. Wobei die Alemannen nicht einmal ein eigenständiges Volk sind, zählen sie doch zu den Sueben, auch Elbgermanen genannt.

Als wäre das nicht schon übel genug, sind ja auch die Elbgermanen letztlich nur Ausländer. Nämlich Indo-Europäer, die erst einige Jahre zuvor aus Zentralasien migrierten, wo sie sich aus dem Nahen Osten hin verirrt hatten. Dorthin waren sie wiederum ihrerseits aus der ostafrikanischen Savanne gepilgert – waschechte „Ofris“ eben!

Und das verschweigt die Polizei: Der Täter ist ein eindeutiger Ofri, dessen Vorfahren verirrte Libanesen sind, die zu orientierungslosen Afghanen wurden, bevor sie als Ossis nach Heidelberg rübermachten! Ein Skandal! Scheiß-Ofris! Lasst uns das ganze Pack rausschmeißen! Alle sieben Milliarden! Go home nach Ostafrika, wo ihr herkommt! So geben wir dem Rest des Planeten eine Chance, sich von „Homo Sapiens Migrantis“ zu erholen. Treten Sie noch heute meiner AfW bei (Alternative für die Welt) und unterstützen Sie die Initiative: Kuscheln am Indischen Ozean!

Warum wir den Schwaben zum Opfer fallen!

Nach Stuttgart kommt man mit einem alten Diesel ab 2018 nicht mehr so gut rein. Die Meisten werden sich bei dieser Nachricht gefragt haben: Warum sollte man überhaupt nach Stuttgart rein wollen? Außer natürlich, um meine Vorstellung dort am 5. März zu sehen. Aber sonst? Sogar Günter Oettinger wollte dringend weg!

Dessen ungeachtet haben die Stuttgarter ein echtes Feinstaub-Problem. Und Feinstaub ist in Deutschland laut Europäischer Umweltagentur verantwortlich für etwa 60.000 Todesfälle. Pro Jahr! Nicht aller Feinstaub kommt natürlich aus Dieselmotoren. Doch selbst wenn man andere Ursachen abzieht: Wenn es um das Verursachen von „toten Ungläubigen“ geht, ist Alexander Dobrindt erheblich erfolgreicher als Al Quaida! Vielleicht sollte der Islamismus mal seine Geschäftsstrategie überdenken und enger mit dem Verband der Automobilindustrie zusammen arbeiten?

Religiös ist der schließlich auch. In einer erstaunlichen Harakiri-Strategie hat die deutsche Automobilbranche seit Jahren an eine Technologie geglaubt, die in etwa so innovativ wie die katholische Kirche ist. Die Zeche zahlt der Verbraucher, dessen Dieselauto jetzt noch den Restwert eines abgelaufenen Joghurtbechers hat. Und all die Feinstaub-Opfer, die dann selbst Staub werden. Nicht umsonst heißt es beim Begräbnis: Asche zu Asche, Staub zu Staub – da merkt man, dass die Automobilbranche noch nicht mal die Zukunftsvision der katholischen Kirche hat, welche Feinstaub schon seit 2000 Jahren thematisiert!

Die Stuttgarter Regierung hat heimtückisch ein weiteres Problem geschaffen: Wenn der Schwabe nicht mehr nach Stuttgart kann – wo geht er dann hin? Richtig: in den Prenzlauer Berg! Dank des schwäbischen Fahrverbots kurven also die schmutzigsten Autos bald durch Berlin, was für Hunderte von Mitbürgern heißt: Gemeuchelt von Feinstaub-Stuttgartern! Machen Sie deshalb mit bei meiner Aktion: „Diesel-Schwaben? Nein, danke!“

 

Wenn das Kinderzimmer zur Stasi-Zone wird!

„Sprechende Puppen“ kannten wir bislang nur aus Heidi Klums Hysterien-Stadel namens „Germanys Next Top-Model“. Mittlerweile gibt es sie auch im Kinderzimmer in Form eines kleinen Spielzeugs namens „My Friend Cayla“. Die Puppe ist vollgestopft mit „Smart-Technology“ und zudem „lernfähig“, was sie von den meisten GNTM-Protagonistinnen wohltuend unterscheidet. „My Friend Cayla“ ist außerdem illegal! Ihre „augenblickliche Zerstörung“ fordert die Bundesnetzagentur, da es sich um ein hocheffektives Spionage-Gerät handelt, welches Daten aus dem Kinderzimmer sammelt und an eine US-Firma weiterleitet, die auch mit militärischen Geheimdiensten zusammen arbeitet. An wen die Firma außerdem Daten verkauft, ist nicht ganz klar; sind Pädophilen-Ringe unter den Kunden, kann man von einer Riesensauerei sprechen – oder von gut getarntem „dualem Marketing“.

Ehemalige Stasi-Agenten dürften bei dem Gedanken an „Smart Toys“ feuchte Augen bekommen. Wobei sie vergessen, dass es sich um ein gigantisches IM-Arbeitsplatzvernichtungsprogramm handelt. „Das Leben der Anderen“ hätte in einer Fortsetzung keine Schauspieler mehr in den Hauptrollen, sondern nur noch doofes Spielzeug mit blauen Kamera-Augen.

Erwachsene kann man natürlich mit sprechenden Puppen nicht mehr ausspionieren – es sei denn, es handelt sich um „Smart-Sex-Toys“. Wann erschüttert uns der erste Skandal, in dem ein lernfähiger Vibrator namens „Smart Climax“ „Innenansichten“ von Promis postet?

Wirklich gefährlich wird Smart-Puppe Cayla durch die Möglichkeit manipulierender Antworten auf unschuldige Kinderfragen. Besorgte Eltern können erkennen, dass ihr Schützling mittlerweile vom amerikanischen Geheimdienst gesteuert wird, wenn der Dreijährige folgende Dinge äußert: „Coca Cola is it“, „Ich liebe McDonalds“ und „Die EU ist am Ende – und Donald Trump unsere letzte Hoffnung“!