Über Chin

Wer ist eigentlich Chin Meyer?

©Marco Priske

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Der Chef: Chin Meyer
Antworten von mir
Figuren

 

 

 

Chin Meyer

Nach einem erfolgversprechenden Abitur spezialisiere ich mich auf das Studium äußerst

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prekärer Lebensverhältnisse. Da diese im Ausland einfacher zu ertragen sind, pendele ich jahrelang zwischen Indien und Deutschland.

In dieser Zeit suche ich Verständnis des Lebens zu erlangen durch so unterschiedliche Betätigungsfelder wie Meditation oder Frauen nachstellen – die Kombination dieser Hobbies bezeichnet man als Tantra. Außerdem übe ich mich im Taxi fahren, als DJ, Koch, Masseur, Heilpraktiker und Butler, studiere nebenher am Lee Strasberg Institute in London Schauspiel und beginne eine kurze Karriere als Musical-Sänger. Eine Zeitlang lebe ich erfolgreich vom Roulette-Spiel (bis ich alles verliere) und toure nicht ganz so erfolgreich mit einer Straßentheaternummer namens „Human Juke Box“ durch Europa.

© Christian Schulz

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Erst als ich mich im fortgeschrittenen Alter von 36 Jahren komplett den brotlosen Künsten wie „Kabarett“ und „Improvisationstheater“(„Tatwort“ in München) verschreibe, beginne ich ernsthaft Geld zu verdienen.

Im Jahr 2000 kreiere ich die Figur des Steuerfahnders Siegmund von Treiber und avanciere dadurch zum Finanzkabarettisten. Nach einigen Jahren im Varieté-Theater-Restaurant Theater „Pomp, Duck and Circumstance“ entwickelt der Fahnder ein Eigenleben als Solo-Kabarett Figur. Seither werde ich zunehmend bei großen Wirtschaftsveranstaltungen als Key Note Speaker der etwas anderen Art gebucht.

Seit 2006 spiele ich mich durch die verschiedensten TV-Formate der meisten großen (und kleineren) Fernsehsender, toure die Kabarettbühnen Deutschlands und schreibe 2010 mein Erstlingswerk „Ohne Miese durch die Krise“.

04.11.2015 Berlin CHIN MEYER http//.www.cs-christianschulz.de ( Model release No ) © Christian Schulz Mobil 01723917694

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Es behandelt neben vielen wertvollen und unterhaltsamen „Money-Tipps“ auch ein Sujet, das bisher von der Literatur brutal ausgespart wurde: Das Liebesleben eines Finanzbeamten! Seit 2011 habe ich einen kleinen Youtube Hit mit den „Fuselanleihen“ bei Markus Lanz im ZDF. 2014 rief ich den Youtube-Kanal „Chin Meyer´s Happy Geld“ ins Leben, wo ich Euch regelmäßig alles Wichtige über die Finanzwelt erkläre.

Damit nicht genug, schreibe ich regelmäßige Kolumnen für den „Berliner Kurier“ und lebe in Berlin.

Antworten von mir…

Der Dachs geht auf Kuschelkurs

Der Dachs geht auf Kuschelkurs © Dunja Antic

Sie sind Deutschlands bekanntesterFinanzkabarettist. Warum finden die Menschen es lustig, auch nach Feierabend an Euro-Krise und Finanzsorgen erinnert zu werden?

Wenn man über etwas lachen kann, ist es nicht mehr ganz so schlimm. Die Grundformel von Humor ist Schmerz plus Zeit. Wenn ich als Kabarettist helfe, die zeitliche Distanz zu überbrücken, ist der Schmerz schon geringer.

 

Wären Sie mit dieser Art Humor auch in Griechenland oder Spanien erfolgreich?

Keine Ahnung. Auch da könnte man bei entsprechenden Sprachkenntnissen sicher als „böser Deutscher“ eine Karriere machen. Wo Wut und Schmerz sind, ist immer auch Humor. Glücklicherweise.

 

Was uns alle immer wieder brennend interessiert: Wie kommen Sie zu Ihrem Namen?

Den erhielt ich vor vielen Jahren in Indien von meinem damaligen spirituellen Meister Osho.

 

Hätten Sie gedacht, dass das Thema Geld tatsächlich für die Kabarettbühne geeignet und auch noch so gefragt ist?

Es geht bei mir ja nicht nur um Geld – es geht auch um Aktien, Immobilien und Rohstoffe… Aber im Ernst, das mit dem Geld war eher ein Zufall – als ich vor gut 10 Jahren in dem Theater-Restaurant „Pomp, Duck & Circumstance“ anfing, den „Steuerfahnder“ zu spielen, kam es von allein in mein Bühnenleben. Dass es gefragt ist, überrascht mich nicht. Eher, dass es kaum ein anderer bedient!

 

Woher kommt die Vorliebe für dieses Thema?

Ich war in meinem Leben lange ziemlich arm, da war Geld häufig ein Thema. Jetzt habe ich etwas mehr davon, da ist es ständig Thema – wenn wir nicht im Kloster leben, haben wir alle täglich mit Geld zu tun! Und Geld führt uns in alle anderen Lebensbereiche: Liebe, Vergnügen, Wirtschaft, Politik, sogar in die Spiritualität. Ein mit mir befreundeter indischer Mystiker sagte einmal: „Spiritualität ist Quatsch, ab jetzt zählt für mich nur noch Geld! Hast du welches da?“

 

Sie sind kabarettistischer Finanzexperte und ausgewiesener Spezialist für Fuselanleihen. Woher kommt ihr Interesse an den Finanzmärkten?

Das entstand eher zufällig. Ich heuerte vor einigen Jahren in einem Restaurant-Theater namens „Pomp, Duck & Circumstance“ an. Die hatten in einem historischen Spiegelzelt jeden Abend ein Gala-Dinner und zwischen den Gängen Zirkus-Einlagen mit Artisten und Clowns. Sie suchten einen bösen, deutschen Gegenspieler – und das Böseste, was ein Gastronom sich vorstellen kann, ist nun mal das Finanzamt! So wurde der Steuerfahnder geboren. Von da war es nur ein kleiner Schritt zu Finanzen, zumal ich als ehemaliger Roulette-Profi eine solide Zocker-Vergangenheit habe.

 

Auch in Ihrem Programm „Reichmacher“ dreht es sich um das „kleine und große Geld“. Worum geht es genau, kurz zusammengefasst?

Es geht um Dinge, die uns bereichern. Das ist nicht nur Geld, sondern auch Vertrauen, Kontakt, Begeisterung. Und natürlich ein gutes Risikomanagement. Wussten Sie zum Beispiel, dass es sich um ein spekulatives Warentermingeschäft handelt, wenn der Partner eine Lebensversicherung für Sie abschließt? Der Versicherer wettet, dass Sie älter als 65 werden, Ihr Partner wettet aus irgendeinem Grund dagegen…

© Christian Schulz

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„Reibach sich wer kann!“ Ist der Titel Ihres aktuellen Programms. Was gibt es da zu Lernen?

CM: Reibach ist der Untertitel. Der Haupttitel ist „REICHmacher“ und Nomen est omen – es geht um die Dinge und Eigenschaften, die uns reich machen. Wir lernen, warum ein Grundvertrauen ins Leben eine Voraussetzung für inneren und äußeren Reichtum ist und warum es besser ist, daran zu glauben, dass beim Lebensmitteleinkauf alles Kuh ist, was muht oder wiehert… Oder dass es eine steuerliche Auswirkung hat, wenn bei „Starbucks“ der Kaffee „schwarz“ ist. Oder warum die Stadt Berlin kein Geld beim Flughafenbau verschwendet hat – Wowereit hat immer versprochen, dass der neue Flughafen der umweltfreundlichste Flughafen der Welt wird – und voila…! Zum Abschluss serviere ich natürlich noch den Tipp für eine aktuelle „Kursrakete“, also ein Finanzprodukt mit Billionenpotential!

 

Kann man sich reich lachen?

Man wird durch Lachen nicht notwendigerweise reicher, aber man fühlt sich emotional bereichert. Wenn Sie aus meinem Programm rausgehen, sind Sie in der Regel sogar um etwa 20 Euro ärmer. Aber sie fühlen sich im Idealfall gut unterhalten und haben dadurch für diese 20 Euro eine beachtliche Rendite erzielt.

 

Ist diese Art von Reichtum für Sie wichtig?

04.11.2015 Berlin CHIN MEYER http//.www.cs-christianschulz.de ( Model release No ) © Christian Schulz Mobil 01723917694

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Ja. Reichtum ist vor allem ein Lebensgefühl. Der reichste Mensch der Erde kann auch nur die gleiche Luft atmen wie Sie und ich. Es geht um die Fähigkeit, das Leben zu genießen. Da sind mit Geld weniger gut ausgestattete Menschen oft besser dran als Superreiche, die sich häufig um ihr Geld sorgen müssen.

 

Sind Sie so gesehen reich?

So gesehen bin ich total reich. Ich habe allerdings auch schon Finanzkrisen hinter mehr.

 

Welche Finanzkrisen?

Ich habe mal Straßentheater gemacht und mir einen riesiges Wohnmobil für diesen Zweck gekauft. Ein alter Laster, der unglaublich laut war und viel Öl verlor. Ich habe dafür einen Kredit aufgenommen und dachte, ich mache mit Straßentheater so viel Geld, dass das locker hinhaut. Unglücklicherweise hatte ich mich verspekuliert und wurde oft von der Polizei vertrieben. Das war ein hartes Leben (lacht). Dann brach das Wohnmobil mit einem Kolbenfresser zusammen, weil ich mit dem Öl-Nachfüllen nicht hinterher kam. Damit war meine Arbeitsgrundlage vernichtet und ich hatte Schulden. Bankrott musste ich wieder anfangen, Taxi zu fahren, um das zurückzahlen zu können.

 

Ist Ihnen persönlich Geld wichtig?

Ja, klar. Schon, weil ich lange keins hatte. Es ist nicht lustig, sich stets zu fragen, ob man sich dies oder das auch leisten kann. Ich finde jedoch auch das Prinzip, das in Finanzmärkten steckt, sehr spannend. Viele Menschen lehnen Gott als unbeweisbare Hypothese ab, sind aber der festen Überzeugung, dass nicht existierende Schweinebäuche reale Werte darstellen. Gewinnen tun nicht die, die Recht haben, sondern die, die eine Zeitlang mit den Wölfen heulen und dann aussteigen kurz bevor die Blase platzt. Das ist wie Roulette: Man muss genau wissen, wann man aufhört.

04.11.2015 Berlin CHIN MEYER http//.www.cs-christianschulz.de ( Model release No ) © Christian Schulz Mobil 01723917694

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Inwieweit verstehen Sie Spass bei Ihrer persönlichen Finanzanlage?

Da ziehe ich es interessanterweise vor, kompetent beraten zu werden und möglichst wenig Galgenhumor zu brauchen. Obwohl ich auch hier schon herbe Rückschläge und hohe Verluste verkraften musste. Das schönste war der „sichere Tipp“ eines Freundes: „Das lässt du fünf Jahre liegen und wenn du wieder drauf schaust, ist es ein Vielfaches!“ Was er nicht sagte: Es war ein vielfacher Verlust!

 

Sie waren mal Roulette-Profi…

Aber nur ganz kurz. Irgendjemand hatte mir gesagt: Häufiger als zwölf Mal hintereinander kommt eine Farbe nicht in Folge. Auf diese These hatte ich mich verlassen. War eine Farbe fünf Mal hintereinander gekommen, habe ich auf die andere Farbe gesetzt. Kam sie nicht, hatte ich den Einsatz verdoppelt. Und zwar solange, bis die Farbe kam.

 

Und das hat funktioniert?

01.11.2011 Berlin Chin Meyer ( Model release No ) © Christian Schulz Mobil 01723917694 Finanzamt Kreuzberg St.Nr. 14/524/60768 Honorarpflichtig 7% Mwst Bankverbindung Sparkasse Berlin Blz 10050000 Kto 640188842

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Ein paar Monate lang. Ich ging jedes Mal mit 400-500 Mark nach Hause. Für drei Stunden Arbeit war das nicht schlecht. Bis dann eines Abends eine Farbe 15 Mal hintereinander kam. Das Geld war futsch. Und meine These auch.

 

Haben Sie damit Geld verdient?

Es hat funktioniert, weil ich einem Irrtum aufgesessen war. Ich hatte gehört, dass nie öfters als zwölfmal die gleiche Farbe hintereinander kommt und habe ein ganz einfaches System gespielt. Ich nahm soviel Geld mit, dass ich immer verdoppeln konnte. Hatte ich 5 Mark auf Rot gesetzt und Schwarz kam, hab ich die verloren. Dann verdoppelte ich: 10 Mark auf Rot, usw. – bis ich gewann! Ich hab immer gewartet, bis eine Farbe mehrmals kam und dann gesetzt. Ich lebte sehr gut davon – drei Monate lang. Da habe ich am Abend mehrere Hundert Mark gewonnen. Das hab ich zwei- oder dreimal die Woche gemacht. Eines Abends kam dann 14 mal hintereinander Rot. Das existierte in meinem Weltbild nicht. Ich verlore etwa zweitausend Mark. Dann hab ich damit aufgehört, einen Teil des Gewinns gespendet und den Rest ausgegeben.

Was haben Sie daraus gelernt?

Das Leben hängt viel mehr vom Glück ab, als wir denken. Es gibt keine totsicheren Systeme und ein Mangel an Information kann ein Reichmacher sein, muss es nicht.

 

Werden Sie manchmal ganz ernsthaft nach Steuertipps gefragt?

Einmal hat mich eine junge Kamera-Assistentin mit einem Mehrwertsteuer-Problem gefragt – das konnte ich ihr aus eigener Erfahrung schnell beantworten!

 

Geld allein macht bekanntlich nicht glücklich – wie ist das bei Ihnen?

Allein nicht! Die Mischung macht’s! Forschungen belegen, dass selbstbestimmte Tätigkeiten am zufriedensten machen. Und ich reise zum Beispiel gerne mal nach Soest!

 

Figuren

Treiber

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© Christian M. Weiß

Der Fahnder

Siegmund von Treiber, fanatischer Steuerfahnder mit Hang zu schlechter Laune. Er ist sich sicher, es steuerlich meist mit Kleinkriminellen zu tun zu haben. Damit liegt er häufig richtig.


Jack

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© Mathias Hofmeister

Der Berater

Jack Chucknik – Kommunikations- und Unternehmensberater aus Tennessee, USA. Er ist der Mann der Wirtschaft, versteht es, komplexe Sachverhalte in einfache Formeln zu verwandeln. Manchmal zu einfach.


U.G. Chinmayananda

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© Dunja Antic

Der Guru

U.G. Chinmayananda, beantwortet als vermutlich einziger Heiliger wirtschaftliche Fragen mithilfe des größten Bestsellers der deutschen Esoterik – dem Steuergesetzbuch.