Warum als junger Mann nicht nach Neukölln ziehen sollten!

In China gibt es jetzt einen „Social Score“: Wenn Sie häufiger mal den Gehweg fegen, die Regierung loben und gern lächeln, erhalten Sie einen hohen „Sozial-Punktestand“. Dann kriegen Sie allerhand Vergünstigungen. Sind Sie jedoch eher schlecht gelaunt, „fege-faul“ und nörgeln gern rum – dann wird es schwer für Sie. In China wären daher viele Sachsen komplett aufgeschmissen…

Nun ist sicherlich nicht viel dagegen einzuwenden, dass Menschen häufiger mal freundlich sind – nur ist leider überhaupt nicht klar, ob Big Data wirklich die Wahrheit abbildet. Vielleicht vergewaltigt der freundliche Gehwegs-Feger heimlich eine Sklavin im Keller – jedes Mal, wenn so etwas ruchbar wird, sagen die Nachbarn ja schließlich auch, dass sie die Bestie als zwar stillen, aber freundlichen und guten Menschen erlebt hätten… Der schlechtgelaunte Nörgel-Chinese hingegen hat vielleicht einfach nur in Dresden studiert…

Was gehen mich die Chinesen an? wenden Sie jetzt vielleicht ein. Nix – außer, dass Big Data auch hierzulande im großen Stil gesammelt wird. Jedes Mal, wenn Sie mit EC- oder Kreditkarte zahlen, umziehen, heiraten, sich scheiden lassen, zum Arzt gehen oder von öffentlichen oder Laden-Kameras gefilmt werden, hinterlassen Sie Datenspuren, gegen die die Kettenprofile eines Schützenpanzers auf matschigem Gelände so unauffällig wirken wie die Gestaltungsgewalt der GroKo. Ziehen Sie etwa nach Berlin-Neukölln, tragen einen arabischen Namen, sind 22 Jahre alt, männlich und Single – dann wird es sehr schwer, einen günstigen Mobilfunkvertrag geschweige denn einen Kredit zu erhalten… Big-Data-Scoring wird nämlich auch in Deutschland schon intensiv angewendet – Tendenz steigend. Der Unterschied zu China: Da hat wenigstens noch die Regierung das Heft in der Hand – und nicht Amazon, Apple, Google, Facebook, Microsoft oder der amerikanische Geheimdienst…