Warum der Horst jetzt schwitzt!

Das Wort des Jahres ist „Heißzeit“ – das ist übrigens keine heiß-erotische Nacht etwa mit Rihanna und auch kein unveröffentlichter Nena-Hit aus den 80gern. Es geht um die bevorstehende Klimaerwärmung, die den Bikini zum meistgetragenen Bekleidungsstück auf Grönland machen könnte. Den zweiten Platz belegt das Wort „Funklochrepublik“ – was dem Umstand geschuldet ist, dass man außerhalb deutscher Großstädte mit Rauchzeichen erfolgreicher kommuniziert als mit Mobiltelefonen.

Dann kommt der eigentliche „Wort des Jahres“-Sieger: Horst Seehofer! Denn Hotte ist gleich drei bis vier Mal im Wettbewerb vertreten: Einmal mit „Anker-Zentren“ (Platz 3). Was übrigens nicht bedeutet, dass man dort Anker werfen und auf ewig von Bord gehen soll – ähnlich wie ein „Konzentrationslager“ ja auch keine Heilstätte für Aufmerksamkeitsstörungen war. ANKER-Zentrum ist ein Akronym, das sich zusammensetzt aus den Anfangsbuchstaben für „An(kommen)“,“K(ommunale Verteilung),“E(ntscheidung) und R(ausschmeißen – also eigentlich „rückführen“, was aber aufs Gleiche hinausläuft).

Den vierten Platz belegt der Slogan „Wir sind mehr“ – diese Antwort auf rechte Ausschreitungen in Chemnitz steht in direktem Zusammenhang mit dem nächsten Platz (5) „strafbelobigt“, also die Beförderung des Verfassungsschutz-Präsidenten Maaßen, der auf Videos von Krawall-Nazis keine Krawall-Nazis erkennen konnte und für diese Fähigkeit befördert werden sollte – von Horst Seehofer…

Platz 10 geht wiederum an Seehofers „Mutter aller Probleme“, womit natürlich erneut die Migration gemeint ist. Übrigens ein ziemlich sinnloses Bonmot, denn die „Mutter aller Probleme“ ist natürlich die Mutter – hätte der Flüchtling keine, gäbe es ihn nicht, genauso wenig wie Horst Seehofer. 2018 war also die „heiße Zeit“ des Innenministers, der jetzt kurz vor dem politischen Aus steht – so „Heißzeiten“ laugen eben echt aus…