Wie wir den Stau vermeiden!

Auf der A2 haben sie neulich eine Elfenbeauftragte und eine Tierkommunikatorin eingesetzt, um die zahlreichen Unfälle endlich mal in den Griff zu bekommen. Das ist ein wichtiger und lange überfälliger Schritt, wie mir ein befreundeter Pudel neulich während eines Spaziergangs versicherte. Tiere finden Autobahnen generell „ziemlich mies“, der Pudel verstieg sich sogar zu dem Vergleich „Auschwitz für Füchse“, was ich vehement ablehnte und ihm sofort eine linksradikale Gesinnung vorwarf. Wogegen der Pudel sich verwahrte – er sei ein Autonomer. Haha, erwiderte ich, und warum hast du dann ein Herrchen? Vielleicht sagte er auch weder Auschwitz noch Autonom sondern nur: Wau-Wau – manchmal nuscheln Pudel ein wenig.

Im Autobahn-Verkehr muss was passieren. Ich persönlich bin mir zwar nicht so sicher, dass die Unfälle von schlecht gelaunten Elfen verursacht werden – könnten auch schlechtgelaunte Menschen sein… Aber vielleicht sollten wir vorsichtshalber das volle Arsenal spiritistischer Möglichkeiten ausschöpfen und etwa Geomantiker vorbei schicken, die gucken, ob die Autobahnen zufällig über Wasseradern gehen… Das denke ich jedes Mal, wenn ich über die Elbe fahre – ganz schlechtes Feng Shui!

Teilweise sind ja bereits hilfreiche Geister unterwegs. Und damit sind nicht nur Gelbe Engel gemeint, die zwischendurch Statistiken für VW fälschen. An einer Autobahnauffahrt wollte ein junger Mann neulich mein Auto energetisch versiegeln. Dachte ich jedenfalls, bis sich herausstellte, dass er nur „endlich nach Siegen“ wollte. Ich ließ ihn stehen. Außer ihm will nämlich keiner nach Siegen. Die Fußball-Nationalmannschaft hat das Wort sogar komplett aus ihrem Sprachschatz gestrichen.

Tierkommunikatoren werden allerdings auch abseits von Autobahnen dringend gebraucht, nämlich im Weißen Haus – um endlich mal Kontakt zu dem Tier im Oval Office zu bekommen!