Warum die Dampfer wieder anlegen sollten!

Die Meldung von 34 Todesfällen nach dem Konsum von Dampf-Produkten in den USA steigen in Deutschland viele Raucher wieder auf herkömmliche Tabak-Zigaretten um. Nun kann man gegen E-Zigaretten einiges vorbringen: Es sieht affig aus, wenn erwachsene Menschen an einer Maschine nuckeln. E-Zigaretten sind „Einstiegsdrogen“, welche junge Menschen an Nikotin heranführen. Und „Ersatzstoff“ für jene, die sich vor Tabak fürchten.

Andererseits sieht es generell ziemlich affig aus, wenn Menschen an merkwürdigen Dingen nuckeln. Die Porno-Industrie bietet da vielfältiges Bildmaterial, das nicht von ungefähr affig wirkt, weil es affig ist – Menschenaffen am Nuckeln merkwürdiger Aspekte ihrer Anatomie. Und als Einstiegsdroge kann so ziemlich alles herhalten: Der Sekt zur Konfirmation als Einstiegsdroge in die Leberzirrhose. Marzipan als Einstiegsdroge in Fettsucht. Und das Nuckeln an der Mutterbrust als Einstiegsdroge in Sex!

E-Zigaretten sind tatsächlich der sinnvollste Tabak-Ersatz, den die Industrie sich je ausgedacht hat. Dampfen ist erwiesenermaßen harmloser als Rauchen. Bei den Toten in den USA war zudem nicht klar, was genau sie eigentlich inhaliert hatten. Da transatlantisches Dampfen weniger reguliert ist als Hiesiges, kann man alles Mögliche reinpantschen. Etwa 80% der Lungenkrankheiten entstanden nach der Inhalation von THC- oder Cannabishaltigen Produkten – ein Verbot aller E-Zigaretten ist so sinnvoll wie ein Verbot von Champignons nach einigen Fällen von Knollenblätterpilzvergiftung.

In der gleichen Zeit wie die 34 Dampf-Toten starben in den USA mindestens eine Million Menschen durch herkömmliche Zigaretten. Vom Dampfen zwecks Vermeidung neuartiger Krankheiten auf „normale“ Filterzigaretten zu wechseln ist also in etwa so vielversprechend wie der Umstieg von Hasch auf Heroin, um die Lunge zu schonen.