Warum Ribery Recht hat!

Fußballprofi Franck Ribery (Bayern München) hat gerade Ärger am Hals. Da ist einmal der „Tanz ums goldene Kalb“, also das goldüberzogene Steak, das er in Dubai freudig verzehrte. Da hieß es empört: Ist das nicht eine wahnsinnige Verschwendung kostbarer Rohstoffe? Wäre es nicht viel ökologischer gewesen, eine mit Blattgold überzogene Möhre zu verspeisen?

Diese Kritik brachte wiederum Frank Ribery samt Familie in Rage. Kurzentschlossen twitterte er zurück: „F….eure Mütter, eure Großmütter und euren gesamten Stammbaum!“ Das ist natürlich mal eine Ansage, die es Fans nicht grade leicht macht. Spätestens ab den Urgroßeltern nimmt die Ahnenreihe nämlich stark zu. Hat man noch acht Urgroßeltern, sind es bereits 16 Ururgroßeltern sowie 32 Urururgroßeltern! Und kostet es die allermeisten schon eine Riesenüberwindung, mit den eigenen Großmüttern ins Bett zu gehen, so möchte man sich gar nicht erst vorstellen, wie das erst bei den Urururururururur-Großmüttern sein wird, von denen es über 500 gibt. Addiert man die Zeit, die man mit der Friedhofs-Buddelei verplempert – ist das Stammbaumf….. ein sehr umfangreiches Hobby, für das man obendies eine gehörige Portion „Skeletto-Philie“ benötigt.

Die Empörung über diesen Spruch folgte umgehend. Doch ist die Sprache vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, forderte nicht eine ganze Reihe Propheten Ähnliches? Sagte nicht schon Gautama Buddha, man solle die mentale Anhaftung an die Familie loslassen und der Vergangenheit entsagen? Was ist das denn anderes als „den Stammbaum zu f…..“ Jesus sagte: „So jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater, Mutter, Weib, Kinder, Brüder, Schwestern, auch dazu sein eigen Leben, der kann nicht mein Jünger sein.“ (Lukas 14:26). Ist Ribery in Wirklichkeit ein Prophet der etwas anderen Art? Vielleicht nicht gerade „die Hand Gottes“. Sondern der „Ar… des Herrn“?