Warum wir dringend spenden müssen!

Der Mensch hat in seinem Leben eigentlich nichts zu tun. Hat man die Sache mit Essen und Trinken sowie Dach überm Kopf und Nachwuchs zeugen einigermaßen gelöst, besteht kein Anlass mehr zum Handeln. Um nicht in stupender Einöde zu versinken, begann der Mensch mit dem Spielen. Er dachte sich Gesellschaftsstrukturen aus und Arm und Reich. Irgendwann glaubten die Menschen ihren ausgedachten Quatsch und vergaßen, dass es sich um Spiele handelt, die vermeiden sollten, dass man dumpf und leer vor sich hinstarrt. Denn das gilt als hoffnungslos. Oder als Zen-Meditation.

Ein Lieblings-Spiel der Menschen ist das Jammer-Spiel. Beim Jammer-Spiel wird ein in der Regel eingebildetes Problem laut bedauert. Besonders gut im Jammern sind Menschen, die das Arm-Reich-Spiel zu ihren Gunsten entschieden haben. Dazu passt eine gestrige Meldung, dass die Anzahl der Milliardäre weltweit zurück gegangen ist, dass also immer mehr Milliardäre nur noch gut 900 Millionen Euro zum Leben haben und so kurz vor dem Ruin stehen. Jedenfalls als Milliardär. Sie dürfen sich dann nur noch Multimillionär nennen, was für Milliardäre fast so schlimm ist wie „Sozi“. Oder der Tiefpunkt: „Hier riecht’s nach Hartz…“

Jetzt wollen die „Sozis“ obendrein eine Vermögenssteuer. Um die Reichen noch tiefer in die Verlustzone zu stürzen. Arme Leute können es sich eben nicht vorstellen, wie das ist, wenn man sich nicht mal nebenher eine Großsee-Yacht leisten kann. Oder noch ein Villenviertel in St. Moritz. Oder einen ölreichen Staat in Zentralasien.

Deshalb: Spielen Sie das Spiel mit. Führen Sie immer etwas Kaviar bei sich für einen humanitären Akt der Soforthilfe, wenn wieder ein Milliardär weinend im Maybach zusammenbricht. Wahlweise geht auch ein Hummer oder eine Großsee-Yacht, die Sie auf einem Handwagen hinter sich herziehen. Trösten Sie den Milliardär. Sonst fängt der noch an, dumpf und leer vor sich hinzustarren. Oder gar Zen-Buddhist zu werden…