Was wir kriminellen Großclans schulden!

Der Mensch ist von jeher ein merkwürdiges Tier. Biologisch notwendig sind für ihn eigentlich nur ausreichende Nahrung und die Fortpflanzung. Alles andere ist eine Form von Spiel. Lange war das so genannte „Adels-Spiel“ sehr populär, in dem einige besonders kräftige Exemplare von Homo Sapiens die schwächeren der Gattung brutal unterdrückten und ausbeuteten. Dieses Spiel von „der Stärkere hat recht“ breitet sich zunehmend aus. Auch in demokratischen Gesellschaften.

So halten seit einiger Zeit kriminelle Groß-Clans Berlin in Atem. Bei ihnen zählt nur die Familie, sie haben sich über die Jahre Netzwerke aufgebaut, die außerhalb staatlicher Legitimation agieren. Ihr freches Auftreten wird immer unverschämter. Almosen vom Staat nehmen sie an. Statt Dankbarkeit fordern sie immer mehr. Die Rede ist hier mal nicht von arabischen Groß-Familien, sondern von einer deutschen. Die Hohenzollern, ein so genannter Adels-Clan, möchten vom Staat gern ein Schloss (Cecilienhof) zurück erhalten zusammen mit etlichen Kunstschätzen.

Nun ist es ein großes Wort, im Zusammenhang mit den Hohenzollern von Kriminalität zu reden. Außer man wertet das Anzetteln etlicher Kriege, das willige Eintreten in den ersten Weltkrieg und die bereitwillige Unterstützung des Hitler-Regimes als Verbrechen. Interessanterweise sehen viele Menschen Verbrechen dieser Größenordnung jedoch eher als Naturkatastrophe. „Kann man halt nix machen“. „Dumm gelaufen“. Zumal jener Kronprinz Wilhelm, der Hitler so bereitwillig diente, vom Intellekt her nicht in der Lage gewesen sein soll, den ganzen Sachverhalt zu begreifen. Es ist sicher schwer, ein Gericht zu finden, das einen der heutigen Angehörigen einer kriminellen (womöglich noch arabischen) Großfamilie freispricht, weil er eigentlich zu doof für seine Verbrechen gewesen sei…

Überdies lässt sich der derzeitige oberste Hohenzollern-Prinz dem Vernehmen nach immer noch mit „Königliche Hoheit“ ansprechen. Das ist vielleicht in Fetisch-Sex-Kreisen ein lustiges Spiel, aber im 21. Jahrhundert wirkt eine derartige Anrede in etwa so überholt wie eine Mammut-Jagd mit Pfeil und Bogen.

Das letzte Wort im Hohenzollern Prozess um Schloss Cecilienhof ist noch nicht gesprochen. Anscheinend kann man das Adels-Spiel immer noch spielen.