Wie wir die Wohnungsnot bekämpfen!

Die Wohnungsnot in deutschen Großstädten nimmt immer mehr zu. Eine Freundin berichtete neulich von einem Angebot der Anmietung einer Wohnung – für knapp 50.000 Euro! Abstand, wohlgemerkt, nicht Kaufpreis der gesamten Wohnung. Sie nahm dann Abstand vom Abstand und sucht immer noch. Nun ist Abstand in vielen Fällen sinnvoll. Etwa im Falle einer sexuellen Belästigung. Auf dem umkämpften Wohnungsmarkt kann er allerdings zum hinterlistigen Geschäftsmodell werden. Menschen mit hoher Bonität mieten eine Wohnung, richten sie spärlich mit Billigmöbeln ein und zocken dann den Nachmieter ab – da offenbart dann ein Ikea-Billig-Bettgestell mit Namen „Rekdal“ (gab es wirklich!) seinen wahren Charakter…

Immer mehr gerade weibliche Wohnungssuchende berichten überdies von günstigen Mietangeboten (leider auch wahr) – für die sie allerdings sexuelle Dienstleistungen erbringen sollen. Wer sich im Job nicht mehr „hochschlafen“ möchte, kann sich jetzt also ein „Heim-poppen“.

Eine Lösung könnte gerade in Städten mit hohem Single-Anteil sein: Partner- mit Wohnungssuche kombinieren. Wer im Netz „gematcht“ wird, muss sofort für mindestens eine Woche zusammenwohnen – da weiß man sofort, ob es für länger klappt. Wenn nicht, dreht sich das Beziehungskarussell endlich mal etwas schneller.

Außerdem gibt doch noch viele ungenutzte Flächen. Friedhöfe etwa – da wohnen Menschen weit unterhalb des Mietspiegels. Das ist wirklich unterirdisch! Um die Gräber nicht zu entweihen, entstehen auf den Friedhöfen luftige Pfahlbauten. Das ist auch umwelttechnisch sinnvoll – im Falle eines Ablebens nimmt man nur den Fahrstuhl nach unten und muss nach „Antritt der letzten Fahrt“ nicht mehr groß CO2 ausstoßen.

Was ist mit Regierungsgebäuden, die nur tagsüber genutzt werden? Ein paar Schlafsofas in Konferenzräumen böten hier Arbeitnehmern, die sowieso tagsüber arbeiten, eine sinnvolle Bleibe – die Aktion „Schnarchen im Bundestag“ wäre dann endlich mal kein Privileg mehr für Hinterbänkler!

Mit ein bisschen guten Willen ist so viel möglich…