Warum wir den Atemschutz schützen!

Sagen wir, wie es ist. Einfach nur Atmen ist Mist. Aber nicht mehr atmen ist großer Mist! Atem schützen heißt also Leben schützen. Zu heftiges Atmen andererseits ist auch großer Mist, insbesondere in Form von Niesen oder Husten. Wer solches in der Öffentlichkeit tut, muss jetzt mit Lynchmord oder, schlimmer noch, mit Internetsperre rechnen, was gleichbedeutend ist mit kompletter sozialer Ächtung oder, schlimmer noch, keinem Zugang zu irgendeiner Form von Sex.

Die Lage ist also gravierend. Um das Atmen vor dem Corona-Virus zu schützen, braucht es daher Atemschutzmasken. Sechs Millionen dieser für deutsche Ärzte bestellten und dringend benötigten Artikel sind jetzt am Flughafen von Nairobi in Kenia verschwunden. Spurlos. Folge: keine. Warum? Zählt Atemschutzmasken-Verschlampen/Raub dieser Tage nicht als Kapitalverbrechen. Ist Atemschutz etwa kein gelebter Artenschutz?

Wie hätten etwa die Amerikaner reagiert? Wahrscheinlich so: Trump verdächtigt Kenia der heimlichen Bereicherung an medizinischen Notlagen – oder gar der heimlichen Herstellung eines Impfstoffes, der nicht nur gegen Malaria, sondern auch gegen Covid-19 wirkt. Elementare amerikanische Interessen sind durch das autoritäre Regime Kenias bedroht. Um den Atemschutzmasken-Nachschub zu sichern und das unterdrückte Volk Kenias zu befreien, besetzen amerikanische Truppen das Land. Leider sind die sechs Millionen Atemschutzmasken nicht auffindbar… Stattdessen gründen sich Stammes-Milizen, die alte Rechnungen zu begleichen haben. Das Land versinkt im Bürgerkrieg, die US-Truppen ziehen sich zurück, die ganze Region wird destabilisiert. Ein gigantischer Flüchtlingsstrom ergießt sich nach Europa. Alle sind genervt. Währenddessen entdeckt ein Chinese auf einem Markt in Szechuan eine bedrohte Tierart, die er noch nicht gegessen hat, und die Träger eines der Menschheit noch unbekannten, neuen Virus der SARS-Gruppe ist…

Vielleicht ist es doch besser, einfach neue Masken zu bestellen.