Warum wir Zeitungen kaufen müssen!

Die Corona-Welle hat Auswirkungen. Der größte Börsencrash seit dem 11. September 2001 stürzt die Investitionswelt in Panik. Die Lufthansa ruft nach Staatshilfen, die Deutsche Bank ist fast auf Ramsch-Niveau, sogar die Erotikmesse Graz wurde „abgeblasen“ – wobei man sich bei letzterer die Frage stellen muss, ob sie dann nicht doch stattfindet…

Hier findet sich auf einmal ein Produkt an der Spitze der Verwertungskette, das bislang ein unscheinbares, fast verachtetes Schatten-Dasein fristete: Klopapier. Wer kennt sie nicht, die Bilder leer gekaufter Supermarktregale, einst voll von jener Ware, die von vielen nur verächtlich „Sch…haustapete“ geschimpft wird. Jetzt ist sie auf einmal ein Synonym für „Hamsterkäufe“, was natürlich komplett irreführend ist, weil es Hamster im Gegensatz zu Klopapier schließlich noch gibt.

Was mit dem massenhaften Erwerb der „papiernen Hintern-Schmeichler“ genau bezweckt wird, bleibt ungewiss. Vielleicht sind viele Menschen der Ansicht, dass man das Virus einfach „zukacken“ kann… Oder es bricht sich ein archaisches Wissen die Bahn, dass man in Krisenzeiten alle „Exit-Optionen“ offen halten muss…

Die flächendeckende Versorgung mit Toilettenpapier ist übrigens eine Errungenschaft der Moderne. Unsere Vorfahren hatten mit Glück Zeitungspapier – übrigens in Zeiten der Krise wieder eine nachhaltige Zweit-Verwertung dieses Mediums!

Einige Männer sollen sogar versucht haben, die Klopapierflaute bei Verabredungen mit Damen brutal auszunutzen mit dem Hinweis, dass es bei ihnen zu Hause übrigens noch Klopapier gebe…Auf dem Schwarzmarkt wird ein Blatt Klopapier demnächst den gleichen Preis erzielen wie eine Deutsche Bank Aktie – böse Zungen behaupten, es wäre eben wesentlich nachhaltiger, Kacke zu beseitigen als sie zu finanzieren – etwa durch die Unterstützung von Donald Trump!

So hat die Krise bei allen Nachteilen den einen Vorteil: Sie verdeutlicht, dass unsere Zivilisation im wortwörtlichen Sinn ziemlich „am Ar… hängt“.