Autor: Alexa Knitter

Warum wir demnächst alle neu arbeiten!

Während sich Angehörige der „Old Economy“, etwa Pflegekräfte und Krankenhauspersonal besorgt fragen, ob die drohende Rezession ihre Gehälter nicht noch schneller schmelzen wird als die Klimakatastrophe die Gletscher, müssen sich Angehörige der New Economy, also alle, die etwas mit der Programmierung von Rechenmaschinen zu tun haben, keine Sorgen darum machen. Diese sehr begehrten Arbeitskräfte werden mit speziellen Angeboten heiß umkämpft – das Zauberwort im „War for talents“ (also dem Kampf um die Fähigen) heißt „New Work“ – neue Arbeit.

Zur neuen Arbeit gehören „Home Office“ und „Work Life Balance“ genauso selbstverständlich wie „flache Hierarchien“, „flexible Arbeitszeiten“ und eine kostenfreie Kantine mit umfassendem veganen Angebot. Apple und Facebook zahlen weiblichen Angestellten sogar das Einfrieren der Eizellen, damit sie ihren Kinderwunsch auch noch lange nach einer IT-Karriere (also etwa mit 35, wenn man dort als Senior aussortiert wird) verwirklichen können. Das ist natürlich extrem diskriminierend – schließlich bieten die Firmen nicht auch Männern an, ihre Eier einzufrieren. Da sind wir in Deutschland fortschrittlicher: Bei uns verhinderten in den Management-Etagen großer Autokonzerne Männer mit gefrorenen Eiern, dass die Konzerne auf zukunftsfähige Technologien setzten…

Einige Firmen bieten sogar einen Hundesitter-Service, um digitalen Expert*innen mit Hund das Leben zu erleichtern. Unbekannt ist, ob auch den Hündinnen das Einfrieren der Eizellen angeboten wird, damit keine Welpen die digitalen Expert*innen behindern. In Zukunft denken Firmen sich wahrscheinlich noch einen „rund um die Uhr Tesla-Chauffeur-Dienst“ aus, um Talente an sich zu binden. Oder das Top-Angebot schlechthin: die eigentliche Arbeit wird von jemand anders erledigt!

Aber was können Pflegekräfte und Krankenhauspersonal tun, um weiterhin eine menschenwürdige Bezahlung zu erhalten? Umschulen. Auf Hundesitter für digitale Experten!

Warum Tinte uns einsam macht!

Nachdem mein Drucker mir die gefürchtete Fehlermeldung B200 mitteilte, stehe ich frustriert in einem dieser Technikmärkte. Ich muss dringend drucken. Leider sind Original-Patronen teurer sind als ein neuer Drucker! Drucker-Hersteller sind wie Heroin Dealer, die zwecks Langzeitkunden-Gewinnung das Spritz-Besteck umsonst zur ersten Dosis dazu schenken. Leider habe ich noch etwa 100 der günstigen Alternativ-Patronen zu Hause rumliegen und suche somit einen mit alten Patronen kompatiblen Drucker. Fehlanzeige. Drucker-Produzenten wollen, dass man alte Drucker inklusive vieler alternativer Patronen entsorgt und so zum Plastik-Erstickungstod von Homo Sapiens beiträgt.

Ich kaufe zwecks Vermeidung des Entsorgungs- und Neu-Einrichtungsaufwands Original-Patronen, setze sie ein, fahre den Drucker runter, trenne ihn vom Stromnetz, verbinde ihn wieder, fahre ihn hoch, bete drei Ave Maria (ohne katholisch zu sein), und drucke die Testseite. Problemlos. Ich versuche mein wichtiges Dokument zu drucken, und erhalte eine Fehlermeldung: B200!

Nachdem ich aus der geschlossenen Anstalt entlassen werde, in die freundliche Nachbarn mich nach meiner brüllenden Zerstörungs-Wut-Attacke einlieferten, nach fristloser Kündigung mit dem kläglichen Rest meiner Besitztümer in einer Sozialwohnung hocke, erkenne ich, dass der Drucker die Attacke aus irgendeinem Grund überlebte. Ich schließe ihn an. Er druckt einwandfrei.

Ich lebe in einem dunklen Loch. Im Sommer zu heiß und im Winter zu kalt. Meine Geliebte und alle meine Freunde haben mich verlassen. Ich bin enterbt. Aber mein Tintenstrahl-Drucker geht. Ich bin glücklich.

Warum Tinte unser Tod ist – Episode 1!

Natürlich gibt es schwarze Löcher. Und zwar nicht irgendwo im Universum, sondern genau hier. Bei uns. Auf der Erde. Schwarze Löcher, die eine so unglaubliche Menge an Energie saugen, dass sich im Inneren der Seele eine dichte Energie verbreitet, die einen permanent in einen schwer depressiven Irren verwandelt. Oder in einen Mörder!

In meinem Fall heißt das Schwarze Loch B200. B200 ist vermutlich eine Weiterentwicklung des berühmten Weltkrieg-Bombers B52 – auf jeden Fall hinterlässt B200 ähnlich zerbombtes Terrain. B200 ist eine Fehlermeldung, die eine von drei Dingen heißen kann: Erstens: „ Sie hatten den Drucker längere Zeit nicht in Verwendung und sollten die günstigen Alternativ-Tintenstrahl-Drucker-Patronen, die natürlich in Wirklichkeit null „alternativ“ sind, sondern vermutlich durch Sklavenarbeit produzierte Billig-Plastik-Monster, die irgendwann zum Ende der Menschheit durch Plastik-Ersticken der Meere beitragen – sie sollten also diese Patronen sanft unter lauwarmem Wasser abspülen, genauso sanft und möglichst zart wieder abtrocknen und einsetzen sowie besonders sensibel eine Testseite ausdrucken“. Es kann aber auch heißen: Der Druckhersteller ist sauer, weil Sie über längere Zeit erschwingliche Alternativ-Patronen anstelle der sündhaft teuren Original-Patronen verwendeten: „Kaufen Sie sich gefälligst die Original-Patronen.“ Oder es heißt: „Wir haben keine Ahnung. Entweder lassen Sie den Drucker für mehrere Hundert Euro reparieren – oder Sie kaufen sich einen Neuen für 70 Euro und verbringen mehrere Tage mit der Auswahl des Geräts sowie mit der Entsorgung des alten Druckers mitsamt alter Patronen in einem Wertstoffhof Ihrer Wahl, was sich auch wieder auf mehrere Hundert Euro an Zeitaufwand addiert.“

Das Verderben ist unausweichlich – lesen Sie am kommenden Samstag, wie genau es zuschlägt

Warum wir spielen!

Unser Universum gibt es eigentlich gar nicht. Rein mathematisch betrachtet. Das hat ein Harvard-Physiker letztes Jahr herausgefunden. Um ehrlich zu sein, habe ich diesen Verdacht schon länger. Wie der geneigte Leser vermutlich auch. „Das gibt’s doch gar nicht!“ – wie oft haben Sie das schon gedacht? Gerade wenn man betrachtet, wie absurd es in Politik und Wirtschaft zugeht, hofft man inständig, dass wir alle nur Hologramme eines wild gewordenen Computer-Programms sind, dass sich ein verrückter Programmierer in einem der realen, mathematisch möglichen Universen ausgedacht hat. Die Matrix lässt grüßen.

„Ein Universum, in dem es am äußeren Rand ein Sonnensystem mit einer kleinen Sonne und ein paar lumpigen Planeten gibt, dessen dritter Planet eine Spezies halb-intelligenter Menschenaffen hervorgebracht, die den Planeten willkürlich in „Staaten“ aufteilen und in fast allen dieser Staaten Psychotiker mit ernsthaften Persönlichkeitsstörungen an die Spitze setzen – „Alter, hast du zu viel gekifft?“ werden die anderen Programmierer dem Durchgedrehten gefragt haben, um dann mit ihren eigenen Computerspielen fortzufahren.

Andererseits habe ich allerdings auch die Vermutung, dass es die Mathematik nicht wirklich geben kann. „Das gibt’s doch nicht!“ sagte ich erstaunt, als ich meine erste 5 in der zehnten Klasse kassierte und wählte das Fach prompt ab. Schließlich hatte ich nicht vor, in Bayern Abitur zu machen und habe mich auch strikt an diesen Entschluss gehalten. Heute geht das nicht mehr – Mathe wird geprüft und ich kann die Schmerzen bayrischer Schüler nachempfinden, welche die Aufgaben im diesjährigen Abi zu schwierig fanden. 37.000 Schüler schrieben das Abi, 73.000 unterzeichneten eine Petition dagegen – allein das ist mathematisch schwer nachvollziehbar. Aber all das sind Abweichungen in einem System, dass es Gottseidank nicht gibt!

Warum wir nur mit Deutsch in die Schule dürfen!

„Ein Kind, das kaum Deutsch spricht und versteht, hat auf einer Grundschule noch nichts zu suchen,“ sagte CDU-Politiker Linnemann jüngst einer Zeitung und erntete damit einen Aufschrei aller Politisch-Korrekten. Gleichzeitige warnte Linnemann vor Parallelgesellschaften und Taten wie denen vom Frankfurter Bahnhof, wo ein aus der Schweiz eingereister wahrscheinlich psychisch Kranker mit (eritreischem) Migrationshintergrund zwei Menschen aufs Gleis gestoßen hatte. Diese Parallelgesellschaften fast genauso verstörend wie jene, die Alice Weidel (AfD), eine aus der Schweiz eingereiste Frau mit (deutschem) Migrationshintergrund, fördert und damit psychisch labile Menschen motiviert, auf Eritreer zu schießen. Labile Menschen, die man anschließend noch nicht einmal abschieben kann, weil keiner sie haben will. Noch nicht einmal die Schweiz.

Doch zurück zu Linnemann, dessen Vorschlag natürlich viel Sinn macht. Unsere Grundschulen sind überlastet und personell zu schlecht ausgestattet, als dass man sich auch noch um Kinder mit fehlende Deutsch-Kenntnissen kümmern kann. Um ganz ehrlich zu sein, sollten die Grundschüler eigentlich auch schon ein wenig mit Zahlen umgehen und schreiben können. Heißt ja nicht umsonst Grundschule – gewisse Grundlagen braucht es einfach. Die Grundrechenarten sollten also ebenfalls eine Grundvoraussetzung für die Einschulung in die Grundschule sein. Digitale Grundkenntnisse sind ebenfalls unabdingbar. Schon weil die meisten Lehrer vermutlich an der Einrichtung eines Windows-Rechners scheitern. Deutsch-Kenntnisse, Rechnen, Schreiben und zumindest die Programmierung eines mittleren Start-Up-Unternehmens sollte so ein Grundschüler also schon mal nachweisen, um im internationalen Grund-Main-Stream mitschwimmen zu können. Wer will schon noch einen PISA-Schock erleben?

Bevor also jemand auf eine deutsche Grundschule kommt, muss er einiges draufhaben – ein Doktortitel in Maschinenbau sollte auch selbstverständlich sein. Dann haben wir vielleicht bundesweit nur noch acht bis neun Grundschüler – aber was für Schüler! PISA – wir kommen!

Warum es so wenig Menschen gibt!

In Japan experimentiert jetzt ein Forscher mit Mensch-Tier-Mischwesen-Züchtungen. Diese Kreaturen sollen irgendwann einmal Organlieferanten für kranke Menschen sein. In ein paar Jahren hält man sich also vielleicht ein Hausschwein mit menschlichen Organen. Sobald man eine Niere braucht, „leiht“ sich einfach die speziell für diesen Zweck gezüchtete Niere des Schweins aus. Vorausgesetzt, die emotionale Bindung ist dann noch nicht so weit gediehen, dass man seinem „Schweini“ nichts antun will und stattdessen lieber dem Tier nach einem Infarkt das eigene Herz spendet.

Diese Mischwesen-Züchtungen machen Angst. Frankenstein fällt einem ein, Vampire und Werwölfe. Werden wir bald in einer Welt leben, in der nicht ganz klar ist, ob wir tatsächlich eine Kuh vor uns haben, oder aber eine Leber-Lieferantin, die in ihrer Freizeit die Relativitätstheorie nachrechnet? Wird es für Kehlkopf-Krebs-Patienten sprechende Affen geben? Oder anders gefragt: Haben wir die nicht schon längst? Ist nicht die ganze Reality-TV-Welt voller sprechender Affen? Menschlich aussehende Geschöpfe, die aber schon vor Jahren gezüchtet wurden, damit Dumme sich besser fühlen…

Wir scheinen schon lange von Mensch-Tier-Wesen umgeben zu sein: Da ist ein Esel, der einer blöden Ziege imponieren will, welche ihn aber für einen Wurm hält und sich lieber an einen scheinbaren Löwen schmiegt, der als Immobilien-Hai entpuppt. Der Hai, nebenher ein ziemlicher Rammler, interessiert sich jedoch mehr für die scharfe Biene von nebenan, deren Hengst jedoch heftig in seine Richtung auskeilt. Was die scharfe Biene noch nicht weiß – die Nachbarin von gegenüber, diese dumme Kuh, macht ihrem Hengst regelmäßig die Stute… Mensch-Tier-Wesen gibt es also längst. Die eigentliche Frage ist doch: Wann gelingt endlich die Züchtung eines echten Mensch-Menschen?

Warum wir die Konjunktur nicht vermissen!

„Die Konjunktur kühlt sich ab“ – das hört man dieser Tage überall. Meist mit einem Ausdruck der Sorge auf dem Gesicht, gepaart mit Lamentos über „die Politik“, die das nicht verhindert hat, „die Medien“, welche „Deutschland verfrüht abschreiben“ oder gleich „die Idioten“, die überhaupt nicht begreifen, worum es geht. Wobei sich häufig der Eindruck aufdrängt, dass „die Idioten“ eigentlich alle sind, die nicht mit dem Sprecher befreundet sind.

Bei aller Sympathie für klare Feindbilder bleibt allerdings die Frage: Ist es in diesen Zeiten, wo man sich häufig nach einem kühlen Lüftchen zu sehnen beginnt, vielleicht sogar ganz gut, wenn nicht nur der Kühlschrank kühlt, sondern auch die Konjunktur? Könnte man eventuell sogar das eine durch das andere ersetzen? „Liebling, ich habe den Kühlschrank entsorgt – wir haben jetzt eine abkühlende Konjunktur, das ist viel klimafreundlicher!“ „Prima! Ich habe mir heute auch etwas abkühlende Konjunktur auf eine Prellung getan – es wurde sofort besser!“

Nun hat es die Konjunktur mit uns Menschen ja auch nicht leicht. Läuft sie heiß, wird vor einer Überhitzung gewarnt, läuft sie zu wenig, wird sofort vor Konjunktur-Abkühlung gewarnt, der industrie-politische Norweger-Pulli rausgekramt und nach Konjunktur-Spritzen gerufen. Konjunktur-Spritzen sind so etwas wie das Methadon der Wirtschaft – wer nicht an den echten Stoff kommt, spritzt den Ersatz…

Endlich tut mal jemand was gegen den Klimawandel – nämlich die Konjunktur! Als 2009 aufgrund gewisser „umweltfreundlicher Aktivitäten der Banken“ eine Rezession entstand, ging auch der CO2-Ausstoß zurück. Weniger Konjunktur ist gleich weniger CO2-Ausstoß ist gleich weniger Klimakatastrophe. Sollte die Konjunktur irgendwann in eine Eiszeit schliddern, kommen wahrscheinlich auch die Gletscher wieder zurück!

Natürlich gibt es auch Grenzen einer kühlen Konjunktur. Spätestens wenn der Gastwirt kein „kühles Helles“ mehr serviert, weil das ja die Konjunktur „anheizen“ könnte…

Warum wir so schwitzen!

Was für ein Sommer! Endlich mal wieder warme Tage. Gut, sie sind sehr warm. Sie sind, um ehrlich zu sein, so heiß, dass wir uns das olle Regenwetter zurücksehnen, welches wir gefühlt nur aus den Erzählungen der Großeltern kennen. „Es war so kalt, dass er zitterte…“ Was ist „zittern“? Deshalb ist ja die Steuerfahndung so wichtig – wenn die vor der Tür steht, kommt das große Zittern. Vielleicht sind Behörden deshalb so kalt, weil sie aktiv gegen den Klimawandel kämpfen?!

Natürlich gibt es keinen menschengemachten Klimawandel – das ist nichts als eine Klimalüge, sagen viele. Ok, die Gletscher schmelzen, aber ist es nicht das, was Donald Trump immer von Nord-Korea wollte? Das Eis schmelzen, hin zu einem warmen Kontakt, den nuklearen Winter in einen heißen Sommer der Liebe verwandeln?

Und wer weiß, ob dieses heiße Wetter nicht, wie viele Rechtsradikale vermuten werden, eine islamistische Verschwörung ist. Immerhin sind es Sahara-Winde, die uns immer häufiger zu schaffen machen. Wer weiß, ob nicht Milliarden von Islamisten irgendwo in der Wüste rumstehen und gemeinsam nach Norden pusten. Das wäre dann wirklich die menschengemachte Klimakatastrophe!

Vielleicht ist es an der Zeit, auch mal die positiven Seiten des Klimawandels sehen. Wir benötigen weniger Textilien und verschmutzen dadurch die Umwelt weniger. Hamburg erhält in 30 Jahren einen neuen Namen: Atlantis. Vor allem aber fördert die Erd-Erwärmung die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau: Klimakterium ist, wenn Frauen Hitzewellen haben – Klimakatastrophe ist, wenn Männer sie auch kriegen.

Aber einige fürchten sich nur vor „Öko-Terroristen“ und davon träumen, den „Diesel zu retten“, als wäre Letzterer ein gestrandeter Wal. Diesen Menschen kann man am Ende nur noch das zurufen, was der Kannibale zum Mann im Kochtopf sagt: Bitte pfeifen, wenn das Wasser kocht!

Warum wir uns an Hinterzimmer-Deals gewöhnen müssen!

„Wir sind Papst!“ „Wir sind Weltmeister!“ „Wir sind ökonomisch Spitze!“ Normalerweise ist man als Deutscher sehr stolz auf die Leistungen seiner Landsleute, denkt gern in Superlativen und ergötzt sich am identitätsübertragenden „Wir“-Gefühl. Deshalb erstaunt es, wenn eine Deutsche europäisches Oberhaupt wird, aber niemand titelt: „Wir sind Königin von Europa!“

Denn es war ja, wie es vielerorts heißt, nur ein „Hinterzimmer-Deal“. Hinterzimmer-Deal hat keinen guten Beigeschmack, klingt es doch nach heimlichen Absprachen in vornehmen Hotelzimmern, in denen ein Emmanuel Macron zu Angela Merkel sagt: „Wie wäre es denn mit der Uschi?“ Und die Merkel sagt: „Wieso, bist du wieder auf Brautschau?“ Er erwidert: „Nein, ich liebe meine Brigitte, nur halt so für Europa!“ Was sie kontert mit: „Also für Europa stellen wir die gern ab – das bekämpft ja auch die Arbeitslosigkeit in der Berater-Branche!“

Die Kritik am Hinterzimmer-Deal blendet ein wenig aus, dass das System der „Spitzenkandidaten“ vorher gescheitert war, weil anscheinend keiner „Spitze“ genug war. Demokratie hat leider auch den Aspekt der Urlaubsplanung einer fünfköpfigen Familie, in der Papa wandern, Mama an die Ostsee, der 16jährige Sohn daheim vorm Computer spielen, die 15jährige Tochter nach London und die Dreijährige ins Legoland möchte. Dann ziehen sich Mama und Papa in ein Hinterzimmer zu intimer Konferenz zurück und buchen anschließend den Usedom-Urlaub.

Die meisten Entscheidungen werden nicht öffentlich getroffen. Sogar unser eigenes Leben beginnt meist als „Hinterzimmer-Deal“. Wer kriegt schon von seinen Eltern zu hören: „Nein, Schatz, wir haben dich vor aller Augen auf der Kirmes gezeugt“… Schlimm wird es, wenn das Hinterzimmer unterbesetzt ist. Viele Menschen wollen eine Entscheidung im eigenen Hinterstübchen treffen – und stellen dann enttäuscht fest, dass niemand zu Hause ist!

Warum wir jetzt im Ausland betteln!

Junge Menschen aus dem Westen, die sich ihre Weltreise finanzieren, indem sie in Afrika, Asien und Südamerika betteln gehen, sind jetzt in die Kritik geraten. „Begpacking“ nennt sich der Trend – eine Kombination aus „Backpacking“, was „mit Rucksack unterwegs sein“ übersetzt werden kann, und „begging“, also Betteln. Rucksack-Bettler zu gut deutsch.

Begpacking kann leicht verwechselt werden. Etwa mit Big-Packing, also zu viel mitnehmen. Oder mit Bug-Packing – wenn sich der Backpacker Läuse eingefangen hat. Oder mit Bag-Packing, wenn die Freundin ihn vor die Tür setzt nach dem „Hit the Road“-Motto: „Pack your bag, Jack, and don’t you come back – no more, no more, no more“.

Begpacking ist schlimmer als all das und es erstaunt, dass Afrikaner, Asiaten und Südamerikaner zwar vehement und zu Recht kritisieren, dass privilegierte, westliche Jugendliche sie um Kohle anhauen, dabei aber völlig ausblenden, dass westliche, privilegierte Unternehmen ebenjenes auf einer ganz anderen Skala schon seit Jahrhunderten tun. Denn was ist der Zwang, Zollgrenzen abzubauen und die Rohstoffmärkte günstig zu öffnen, anderes als Beg-Packing? Der Westen pumpt dem armen Afrika die Ressourcen ab und zieht dann Grenz-Mauern hoch, wenn der verzweifelte Kontinent keine Waren, sondern nur noch Menschen exportiert.

Schlimmer als Begpacking ist übrigens der Kauf eines 3-Euro-T-Shirts, das mit ziemlicher Sicherheit Kinder- und/oder Sklavenarbeit enthält. Das ist dann „Beg-Packing-X-treme“ oder richtiger „Slavery-Packing“

Begpacking ist übrigens keineswegs identisch mit „Beg-Peking“ – etwas, was westliche Firmen machen müssen, wenn sie Geschäfte in China abwickeln wollen. Da bekommt die Überheblichkeit des Westens einen gerechten Dämpfer verpasst.

Vielleicht sollten wir uns bewusst machen, dass wir angesichts des Lebenswunders allesamt bloß Bettler mit übergroßem Gepäck sind – Begpacker halt.

Rettungsschirm für Millionäre!

Die Zahl der deutschen Millionäre ist jetzt zurück gegangen. „Was hat das mit mir zu tun?“ mag der eine oder andere denken. Sehr viel. Denn wenn die Millionäre immer weniger haben, müssen sie ihre Luxusvillen verlassen und in Vier-Zimmer-Wohnungen ziehen. Die aus den Vier-Zimmer-Wohnungen müssen in Drei-Zimmer-Wohnungen und so weiter. Bald sind die Plätze unter den Brücken übervoll.

Da ein Land nur so gut sein kann wie seine Elite, ist es jetzt oberste Bügerpflicht, die Millionäre zu retten. Wir brauchen als allererstes Notfall-Auffanglager für Millionäre, die sich ihre Grunewald-Villen nicht mehr leisten können – das Schlosshotel sollte vorbeugend geräumt werden. Auch die Berliner Tafeln werden ein spezielles Millionärs-Angebot einrichten: Hummer, Kaviar sowie zart durchgebratene Rinderfiletspitzen gehören jetzt ins Programm, damit die Mägen verarmter Millionäre keine Umgewöhnungskoliken erleiden. Um zu verhindern, dass die Ex-Millionäre irgendwann bei Hartz Vier landen, müssen außerdem spezielle Zigarren-Salons eingerichtet werden: „Quarz hier!“

Jeder Berliner sollte darüber hinaus eine „Patenschaft für einen Millionär“ übernehmen, öfters mal an „Brot für den Millionär“ spenden und in der U-Bahn neben Obdachlosen- auch mal die Millionen-losen-Zeitung „Mehr, mehr, mehr für den Millionär“ kaufen. Ganz Engagierte sollten mit offenen Augen durch den Grunewald gehen und verwahrlosten Gestalten, bei denen die Brioni-Anzüge oder Jil Sander Kostümchen erste Verschleißerscheinungen zeigen und älter als drei Monate sind, in einem ersten Sofort-Rettungsakt 10.000 Euro bar auf die Hand geben.

Um die Millionäre in den Arbeitsmarkt zu re-integrieren, sind spezielle ABM (Arbeits-Beschaffungs-Millionärs)-Maßnahmen nötig. Gerade deutsche Autohersteller sind prädestiniert für Kandidaten, die für viel Geld kaum Ahnung vom Job haben…

Diese Maßnahmen sind dringend nötig – denn was passiert, wenn die Reichtums-Schere sich nicht mehr weiter öffnet sondern im Gegenzug ganz schließt? Dann ist der Reichtum endgültig zerschnitten…!

Warum Angela Merkel zittert!

Drei Mal hat sie jetzt bereits gezittert, und mittlerweile geht das ganz große Zittern durch Deutschland: Warum zittert die Kanzlerin? Ist sie ernsthaft krank oder handelt es sich um einen fiesen Schachzug, um ihre Gegner einzulullen? Merkel selbst sagt dazu: „Mir geht es gut – ich befinde mich in einer Verarbeitungsphase der letzten militärischen Ehren mit dem Präsidenten Selenskyj“ – an der Stelle darf Präsident Selenskyj sich sehr geehrt fühlen, dass die Kanzlerin sich mehr Zeit nimmt, um die militärischen Ehren mit ihm zu verarbeiten als mit allen anderen Präsidenten zuvor. Donald Trump wird im Weißen Haus bereits vor Wut schäumend seinen Twitter Daumen wetzen!

Andere Staatschefs, deren Besuche in nächster Zeit geplant sind, fragen sich besorgt, ob auch ihnen die Ehre eines Kanzlerinnen-Zitterns zuteil wird und ob die Verarbeitungsphase der militärischen Ehren vielleicht sogar noch länger dauert als beim ukrainischen Präsidenten… Denkbar ist, dass ein Kanzlerinnen-Zittern bald als höchster Beweis politischer Gunst betrachtet wird und ein zitterfreier Staatsbesuch fast schon als Kriegserklärung gilt.

In besonders Wahrsagungs-anfälligen Kulturen wie China oder Arabien werden Auguren vielleicht das Kanzlerinnen-Zittern sorgfältig studieren und aus Intensität und Länge des Vorgangs Voraussagen treffen – das berühmte Zitter-Orakel von Berlin…

Vielleicht ist das Zittern jedoch auch nur eine weise Maßnahme im Kampf gegen die Klimakatastrophe. Denn das Zittern erhitzt durch Reibung den Körper – so wird im Kanzleramt demnächst Energie und CO2-Ausstoß eingespart. Das Volk sollte es der Kanzlerin gleichtun und solidarisch Mit-Zittern – so wird die Welt gleichsam am deutschen Zitter-Wesen genesen… Denn die Maßnahmen gegen die Klima-Erwärmung geraten immer mehr zur Zitter-Partie. Die will gewonnen werden, und da gilt: wer zuerst zittert, zittert am besten!

Wie wir unseren Wohlstand retten!

Wenn Österreicher die Migration an den Grenzen bekämpfen, finden viele Deutsche das erst mal gut. Dumm nur, wenn man selbst davon betroffen ist. Um Staus auf der Brennerautobahn zu reduzieren, sind die Österreicher nämlich zu einer „Blockabfertigung“ übergegangen und lassen pro Stunde nur 250-300 Lastwagen ins Land. Das führt zwar zu weniger Laster-Migration in Österreich, jedoch zu massiven Staus in Deutschland und Italien. Der Bundesverband der Deutschen Industrie spricht in diesem Zusammenhang von einer „wohlstandsgefährdenden Verkehrsbehinderung“.

Wo unser Wohlstand gefährdet ist, da verstehen wir Deutschen natürlich keinen Spaß. Schon gar nicht in der Urlaubszeit! Wann ist der Zeitpunkt erreicht, an dem die Bundeswehr einschreitet und im Rahmen einer Ausweitung des „kleinen Grenzverkehrs“ den Brennertunnel für deutsche Laster frei schießt?

Wohlstandsgefährdende Verkehrsbehinderungen sind allerdings verbreiteter, als man vermuten möchte. Ist nicht auch das Maut-Desaster der CSU mit seinen bisher 54 Millionen Euro verschwendeten Steuergeldern eine „wohlstandsgefährdende Verkehrsbehinderung“? Jetzt, wo klar ist, dass behinderter Verkehr unseren Wohlstand gefährdet – können wir wirklich zulassen, dass so viele geistig zumindest im Fahrstil schwer behinderte SUV-Fahrer uns verarmen lassen?

Vermutlich sagt auch Donald Trump, wenn Melania mal wieder nicht mit ihm schlafen möchte: „Das ist wohlstandsgefährdende Verkehrsbehinderung, Darling!“ Was ist, wenn das Finanzamt die Konten sperrt? Wohlstandsgefährdende Verkehrsbehinderung! Das geht doch nicht!

Daher sucht der BDI jetzt auch nach „gangbaren Transportalternativen für den Langstreckentransport“… Moment mal. Gangbar? Sollen die Güter jetzt im Gehen transportiert werden? Zu Fuß? Mit kleinen Handwagen?? Warum nicht? Ist CO2 verträglich. Und kreiert sehr viele Arbeitsplätze!

Warum die Uschi jetzt am Rad dreht!

Ich musste mich erst mal kneifen um zu merken, dass ich wach war. Wirklich? Ursula von der Leyen? Vorgeschlagen zur EU-Kommissionspräsidentin? Ist das etwa dieselbe Ursula von der Leyen, die bei uns seit Jahren ein Dauer-Abo auf dem Ministeriums-Karussell innehat? Flinten-Uschi? ABM-Turbo der Berater-Branche? Mutter von sieben Kindern und somit der schnelle Brüter der Nation? Ist die Situation bereits so verzweifelt, dass die Merkel jetzt den Volkssturm aufstellt?

Anscheinend ja. Denn in Brüssel sind alle EU-Spitzenkandidaten krachend gescheitert. Eine einsame Spitze macht eben noch kein gutes Comedy-Programm, wie wir von der Humor-Front wissen. Schwamm drüber, jetzt ist also die Uschi dran. Eine Frau, die so häufig „politisch tot“ geschimpft wurde, dass ihre Kandidatur auch als „Grabschändung“ durchgeht. Die aber immer wieder Überraschungen parat hält. Als etwa ihre Doktor-Arbeit kritisiert wurde, weil sie auf 43,5% aller Seiten Plagiate enthielt, soll sie nur gesagt haben: Das waren keine Plagiate – das waren alles Sätze einer guten Freundin und ich war halt „von der leihen…“.

Innovativ ist sie also: Sollten überhöhte Budget-Wünsche an sie herangetragen werden, wird die Antwort wohl ein schnippisches: „Oh, Go and Gorch Fock Yourself!“ Bei McKinsey werden bei der Kandidatur-Nachricht bereits die Korken geknallt haben – lautet doch das „Prinzip von der Leyen“: Raten und Beraten werden… Das ist eben Politik im Wandel der Zeiten: Früher vergaben Könige „Lehens-Gaben“ für besondere Treue, heute vergibt Uschi Berater-Verträge als „Leyen-Gabe“ zur besonderen Veruntreuung.

Das Gute an der Sache: Eine Kommissionspräsidentin von der Leyen würde augenblicklich den Kita-Ausbau in Brüssel vorantreiben – dann kann man Politiker und Lobbyisten morgens dort zum Spielen abgeben und abends wieder abholen. Und zwischendurch ungestört für das sorgen, was die Europäische Union jetzt wirklich braucht: Zusammenhalt, Solidarität, Gemeinschaftssinn.

Warum wir auf dem rechten Auge erblinden!

Bei „Hart aber Fair“ verteidigte ein AfD-Politiker den feigen Mord an CDU-Politiker Lübcke mit dem Argument, das auch Erika Steinbach nutzte, um ihre Mitschuld an dem Verbrechen zu beschönigen: Man wäre gegen jede Art von Gewalt, egal ob von rechts oder von links. Diese Argumentation ist, milde formuliert, komplett meschugge. Sie spielt sich auf dem gleichen Niveau ab wie die Verteidigung eines Brandstifters, der mehrere Häuser abgefackelt hat, mit dem Argument, dass sein Nachbar genauso gefährlich wäre, weil der schließlich auch ein Feuerzeug besäße! Oder ein „in flagranti“ erwischte Ehemann, der darauf verweist, dass der Nachbar schließlich auch Pornos gucke…

Es ist ein weit verbreiteter Reflex in AfD-nahen Kreisen: Die Linken tun es doch auch. Der Unterschied ist aber: Linke zerstören Dinge (Mülltonnen, Autos, Fensterscheiben), Rechte zerstören Menschen. Die Statistik ist eindeutig: Tote in Deutschland durch linksextremen Terror seit 1990: Etwa 6. Tote seitdem durch islamistischen Terror: Etwa 14. Tote durch rechtsextremen Terror: Etwa 196 (ohne Lübcke). Nazis ermorden also zehn Mal so viele Menschen wie Linksradikale und Islamisten zusammen! Im Schnitt erfolgt seit 1990 jeden Monat ein Mord durch Nazi-Killer – wenn man ihnen Sommer und Winter-Ferien zugesteht.

Rechte Gewalt ist im gegenläufigen Trend zur Kriminalität ein immer größeres Problem. Rechtsextreme Netzwerke in Polizei, Bundeswehr und Verfassungsschutz sind ein Riesen-Problem. Wenn ein Friedrich Merz meint, dass Polizisten sich „allein gelassen“ fühlen, ist das ein wenig, als ob man sagt, Hitler habe die Juden nur vernichtet, weil er sich von der Kunst-Akademie in Wien „allein gelassen“ fühlte…

Neo-Nazis und alle, die ihnen zuspielen, sind Harakiri-Söldner des Wahnsinns. Sie leben in Realitätsverweigerung und sind Statisten eines nicht real existierenden Universums. Es wird Zeit, aufzuwachen.

Warum wir jetzt alle Politiker werden!

Kennen Sie den? Was ist der Unterschied zwischen dem Bundestag und einem Theater? Im Theater werden gute Schauspieler schlecht bezahlt… Wenn auch Sie also schauspielerisches Talent und Lust auf gute Bezahlung haben, sind die Chancen gut wie nie zuvor. Denn in einem denkwürdigen Akt von Politik-Harakiri haben sich unsere politischen Eliten selbst entleibt: Andrea Nahles – weg vom Fenster. Sahra Wagenknecht und Horst Seehofer – weg vom Fenster. Annegret Kramp-Karrenbauer – noch in der Nähe des Fensters, aber die Scheiben werden permanent zerdeppert. Und um Christian Lindner ist es so still geworden, dass man sich fragt, ob er den Twitter-Daumen gebrochen hat…

Noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik war es so leicht, eine politische Karriere zu machen. Überall werden gut bezahlte Politiker-Darsteller gesucht –da ist jetzt wirklich jeder aufgerufen, der über eine nennenswerte Zahl an Followern in sozialen Medien verfügt.

Tendieren Sie zu aggressivem Jammern? Gehen Ihnen die ganzen Ausländer auf den Keks, obwohl Sie in einer Gegend wohnen, wo es gar keine davon gibt? Dann sind Sie in der AfD gut aufgehoben.

Sind Sie arbeitsloser Architekt, trennen penibel Ihren Müll und fahren ein Hybrid-SUV? Dann sollten Sie sich den Grünen zur Verfügung stellen – ein Job in Brüssel ist ihnen sicher.

Fahren Sie gern mit überhöhter Geschwindigkeit? Verteidigen Sie diese letzte Bürde des weißen Mannes an der Seite der CSU. Sind Sie irgendwie konservativ, aber irgendwie auch nicht, dann stellen sich als AKK-Nachfolger auf.

Möchten ihr Millionenerbe verteidigen? Bei Chrissi Lindner und seinen Liberalen winkt ihnen der politische Durchmarsch!

Ach so – es geht außerdem noch um das verantwortungsvolle Gestalten des Schicksals einer der reichsten Demokratien der Welt. Aber mit solchen Kleinigkeiten wollen wir (un)talentiertes Personal nun wirklich nicht behelligen. Glück auf!

Warum wir die Nazis loswerden!

Im sächsischen Ostritz ereignete sich fast unbemerkt ein beispielloser Sieg der Demokratie gegen Neo-Nazis: Vor einem dort stattfindenden Rechts-Rock-Festival taten sich die Bewohner des Ortes zusammen und kauften alle Bier-Vorräte des örtlichen Supermarktes auf. Resultat: Die Nazis saßen „auf dem Trockenen“ und reisten meist vorzeitig und schlecht gelaunt wieder ab.

Diese Aktion hat Vorbildcharakter. Echte Antifaschisten müssen jetzt gemeinsam aufstehen und den Nazis bundesweit alles wegsaufen. Wir brauchen Bürgerinitiativen mit Namen wie: „Saufen gegen Rechts!“ „Antifaschistische Bier-Initiative“ und natürlich das „Heil vom Hitler-Wahn-Trunk-Festival“, vormals bekannt als Oktoberfest.

Obdachlose werden mit Bier-Kästen alimentiert und als aktive Kräfte im Kampf gegen Rechts mit ausreichenden finanziellen Mitteln ausgestattet. Sie gehen als „Antifa-Trinkerfront“ in die Geschichte ein. Betrunken gezeugter Nachwuchs gilt nicht mehr als Alkohol-Unfall, sondern als „biologisches Ergebnis im Kampf gegen Rechts und die niedrige Geburtenrate“. Kinder, deren Väter an Trunksucht sterben, werden aufgeklärt, dass ihre Erzeuger „im Widerstand gegen das Nazi-Regime gefallen sind“. Und Leberzirrhose heißt dann nur noch „Antifa-Leber“!

Die neue Kraft des deutschen Bierkonsums wird alle schlechte Laune im Land besiegen. Durch die verstärkte Nachfrage nach Alkoholika wird ein beispielloser wirtschaftlicher Höhenflug eingeleitet, nach dem Wirtschaftswunder der 50ger Jahre spricht man bald vom „Saufwunder des frühen 21. Jahrhunderts“. Bücher mit Titeln wie „Deutschland trinkt sich gesund“ und „Mein Kampf-Suff“ werden Bestseller. Irgendwann geben die Nazis auf und treten frustriert einer Antifa-Initiative bei, nur um wenigstens noch einmal im Leben Zugang zu etwas wahrhaft Arischen zu erlangen: ein reines, kühles Helles!

Warum wir jetzt wieder fliegen!

„Vorort-Recherche!“ Sagt mein Freund, als ihn frage, warum er letztens nach Australien geflogen ist. „Was soll das heißen, Vorort-Recherche?“ frage ich ihn. „Naja, ich mache dann Bilder von den Auswirkungen der Klima-Katastrophe und zeige sie meinen Schülern in der elften Klasse.“ „Du, als Grünen-Wähler?“ sage ich ungläubig. „Was ist denn mit dem ganzen CO2-Ausstoß? Kannst du nicht auch Bilder nehmen, die ein australischer Fotograf gemacht hat?“ „Das wäre nicht so authentisch. Ich bin ja bekannt für meinen kreativen und authentischen Unterrichtsstil.“

Ich sage ihm, dass so ein authentischer und kreativer Lebensstil wesentlich mehr zum Klima-Desaster beiträgt als etwa ein verlogenes Schatten-Dasein, wie etwa ein Hartz-Betrüger es führt, der seine Zeit damit verbringt, Krankheiten vorzutäuschen. Dass Grünen-Wähler vermutlich einen höheren CO2-Ausstoß haben als etwa AfD-Wähler, denen das Klima am Allerwertesten vorbei geht. Denn Grüne haben meist höhere Bildung, mehr Geld und viele Freunde in Übersee, die sie noch aus Studien-Tagen in Berkeley kennen. AfD-Wähler leben meist auf dem Land, haben Angst vor dem Ausland und fahren einen alten Diesel, um ihn „zu retten“. Der produziert zwar massenhaft Stickoxid, aber eben weniger CO2. Außerdem setzen AfD-Wähler sich aktiv gegen Fernreisen ein – vor allem gegen die Fernreisen von Afrikanern nach Deutschland…

Am vorbildlichsten sind natürlich Obdachlose: Die reisen nicht, die heizen nicht, die brauchen noch nicht mal Strom. Im Grunde sollte man ihnen nicht nur die Zeitungen abkaufen, sondern auch noch etwas CO2-Ausgleichsgehalt geben. Obdachlose sind aktiver im Kampf gegen den Klimawandel als die gesamte grüne Partei! „Obdachlos!“ sagt mein Freund begeistert. „Das mache ich jetzt auch.“ „Du wirst obdachlos?“ „Ja, ich und die ganze Familie. Volle vier Wachen. Camping. Im Garten meiner Tante!“ „Und wo ist dieser Garten?“ „Naja, in Kanada…“

Warum wir jetzt die Maut retten müssen!

Der Europäische Gerichtshof hat die deutsche PKW-Maut für ungesetzlich erklärt – sehr zum Missfallen der CSU. Horst Seehofer orakelte schon, das werde „die Zustimmung gegenüber EU-Institutionen nicht gerade erhöhen“. Jetzt gilt es, einer sich anbahnenden Radikalisierung der CSU vorzubeugen – und die Maut doch noch zu retten. Denn woran scheiterte die Verkehrsabgabe? An einer Klage von Österreich! Ausgerechnet Österreich! Als ob die keine dringenderen Probleme hätte als deutschen Verkehr – etwa den österreichisch-russischen Verkehr ihres ehemaligen Vize-Kanzlers auf Ibiza…

Den Ausländer-Diskriminierungs-Vorwurf des EuGH muss man natürlich ernst nehmen. Hier böte sich an, Ausländer kurzerhand zu Inländern zu erklären – gerade im Falle eines FPÖ-deutschnational erstarkten Österreichs dürfte eine „großdeutsche Mautlösung“ auf offene Ohren und Geldbeutel treffen… Eventuell könnte man diese Maut-Politik auch noch auf das neuerdings wieder neo-faschistische Italien ausdehnen – gewissermaßen „Achsenmächte Reloaded“, wobei mit „Achsen“ natürlich nur die Antriebs-Achsen der Automobile und mit „Mächte“ keinesfalls die Gemächte Testosteron-getriebener Politiker gemeint sind…

Noch mehr Rückhalt in der Bevölkerung und bei diesen links-grün versifften Beourgoisie-Weltrettungs-Weicheiern erhielte eine Maut zweifelsohne, wenn man sie mit aktuellen Gesellschafts- und Umweltthemen kombinierte: Alle Ausländer, die in einem Elektro-Auto über die Grenze kommt und nachweisen können, mindestens zwei Flüchtlinge in einen Graben gerempelt zu haben, erhalten eine Steuererstattung. Aber das Wichtigste: Rettet die Bienen! Jeder Ausländer, der eine flotte Biene im Minirock im Auto hat, die bei einem Selfie unterm Rock nicht gleich #metoo-mäßig rumzickt, erhält zusätzlich zur Maut-Erstattung sogar freies Geleit zum Oktoberfest und ein Begrüßungsgeld!

Warum die Küken jetzt zurück schreddern!

Kükenschreddern ist weiter erlaubt. Vorausgesetzt, es handelt sich um männliche Küken. Im Gegensatz zu Menschen lohnt es sich bei Hühnern eindeutig nicht, als Mann geboren zu werden. Ich stelle mir mal vor, wie männliche Küken darauf reagieren könnten. Vielleicht so: „Hallo, ich bin ein männliches Küken. Mein Name tut nichts zur Sache, ich habe nämlich keinen, da ich in ein paar Minuten eh geschreddert werde. Aber eins möchte ich noch los werden: Seid ihr sicher, dass ihr die richtigen Küken schreddert?

Natürlich will ich damit nicht sagen, dass ihr weibliche Küken auch schreddern sollt – für die habt ihr schließlich eine andere Art lebenslanger Folter bereit, um euren endlosen Hunger nach billigem Fleisch und Eiern zu stillen. Aber was ist eigentlich mit menschlichen Küken? Warum ist da das Schreddern männlicher Küken verboten? Wäre Hitler als Küken bereits geschreddert worden…

Betrachtet man die Geschichte der Menschheit – wie viel Elend hätte durch das rechtzeitige Schreddern männlicher Homo-Sapiens-Küken verhindert werden können? Dschingis Khan, Stalin, Kim Jong Un – um nur einige wenige zu nennen. Mal ehrlich: Wie viele Berichte über von Hähnen verübte „Gallus Domesticus“(Haushuhn)-Genozide kennen Sie? Wie viele Vergewaltigungen unschuldiger Frauen wären durch rechtzeitiges Schreddern verhindert worden? Die ganze grottige Architektur, bescheuerte Musik und die unendlich bekloppten, ewig gleichen Macho-Sprüchen noch nicht mal mit eingerechnet…

Natürlich muss man die männlichen Menschen-Küken nicht gleich schreddern. Das wäre ganz schön unappetitlich. Aber eine kleine Spritze, um sie intelligent, einfühlsam und weniger ego-bezogen zu machen, wäre schon nett. Doch genug von mir – wie geht es euch? Ah, schade, wir können nicht mehr drüber reden – schließlich werde ich gleich geschreddert…“