Autor: Alexa Knitter

Warum wir jetzt die Maut retten müssen!

Der Europäische Gerichtshof hat die deutsche PKW-Maut für ungesetzlich erklärt – sehr zum Missfallen der CSU. Horst Seehofer orakelte schon, das werde „die Zustimmung gegenüber EU-Institutionen nicht gerade erhöhen“. Jetzt gilt es, einer sich anbahnenden Radikalisierung der CSU vorzubeugen – und die Maut doch noch zu retten. Denn woran scheiterte die Verkehrsabgabe? An einer Klage von Österreich! Ausgerechnet Österreich! Als ob die keine dringenderen Probleme hätte als deutschen Verkehr – etwa den österreichisch-russischen Verkehr ihres ehemaligen Vize-Kanzlers auf Ibiza…

Den Ausländer-Diskriminierungs-Vorwurf des EuGH muss man natürlich ernst nehmen. Hier böte sich an, Ausländer kurzerhand zu Inländern zu erklären – gerade im Falle eines FPÖ-deutschnational erstarkten Österreichs dürfte eine „großdeutsche Mautlösung“ auf offene Ohren und Geldbeutel treffen… Eventuell könnte man diese Maut-Politik auch noch auf das neuerdings wieder neo-faschistische Italien ausdehnen – gewissermaßen „Achsenmächte Reloaded“, wobei mit „Achsen“ natürlich nur die Antriebs-Achsen der Automobile und mit „Mächte“ keinesfalls die Gemächte Testosteron-getriebener Politiker gemeint sind…

Noch mehr Rückhalt in der Bevölkerung und bei diesen links-grün versifften Beourgoisie-Weltrettungs-Weicheiern erhielte eine Maut zweifelsohne, wenn man sie mit aktuellen Gesellschafts- und Umweltthemen kombinierte: Alle Ausländer, die in einem Elektro-Auto über die Grenze kommt und nachweisen können, mindestens zwei Flüchtlinge in einen Graben gerempelt zu haben, erhalten eine Steuererstattung. Aber das Wichtigste: Rettet die Bienen! Jeder Ausländer, der eine flotte Biene im Minirock im Auto hat, die bei einem Selfie unterm Rock nicht gleich #metoo-mäßig rumzickt, erhält zusätzlich zur Maut-Erstattung sogar freies Geleit zum Oktoberfest und ein Begrüßungsgeld!

Warum die Küken jetzt zurück schreddern!

Kükenschreddern ist weiter erlaubt. Vorausgesetzt, es handelt sich um männliche Küken. Im Gegensatz zu Menschen lohnt es sich bei Hühnern eindeutig nicht, als Mann geboren zu werden. Ich stelle mir mal vor, wie männliche Küken darauf reagieren könnten. Vielleicht so: „Hallo, ich bin ein männliches Küken. Mein Name tut nichts zur Sache, ich habe nämlich keinen, da ich in ein paar Minuten eh geschreddert werde. Aber eins möchte ich noch los werden: Seid ihr sicher, dass ihr die richtigen Küken schreddert?

Natürlich will ich damit nicht sagen, dass ihr weibliche Küken auch schreddern sollt – für die habt ihr schließlich eine andere Art lebenslanger Folter bereit, um euren endlosen Hunger nach billigem Fleisch und Eiern zu stillen. Aber was ist eigentlich mit menschlichen Küken? Warum ist da das Schreddern männlicher Küken verboten? Wäre Hitler als Küken bereits geschreddert worden…

Betrachtet man die Geschichte der Menschheit – wie viel Elend hätte durch das rechtzeitige Schreddern männlicher Homo-Sapiens-Küken verhindert werden können? Dschingis Khan, Stalin, Kim Jong Un – um nur einige wenige zu nennen. Mal ehrlich: Wie viele Berichte über von Hähnen verübte „Gallus Domesticus“(Haushuhn)-Genozide kennen Sie? Wie viele Vergewaltigungen unschuldiger Frauen wären durch rechtzeitiges Schreddern verhindert worden? Die ganze grottige Architektur, bescheuerte Musik und die unendlich bekloppten, ewig gleichen Macho-Sprüchen noch nicht mal mit eingerechnet…

Natürlich muss man die männlichen Menschen-Küken nicht gleich schreddern. Das wäre ganz schön unappetitlich. Aber eine kleine Spritze, um sie intelligent, einfühlsam und weniger ego-bezogen zu machen, wäre schon nett. Doch genug von mir – wie geht es euch? Ah, schade, wir können nicht mehr drüber reden – schließlich werde ich gleich geschreddert…“

Warum die Wirtschaft uns jetzt unterstützt!

Julia Klöckner, Ministerin für Ernährung und Landwirtschaft sowie Hersteller-Interessen, hat ein bemerkenswertes Video gepostet, in dem sie die Firma Nestlé für ihre Anstrengungen zur Zucker-Reduktion in Lebensmitteln lobt. So wunderbar es ist, dass Nestlé sich bemüht, mit geringeren Zucker-, Salz- und Fettwerten Verbraucher weniger schnell zu vergiften, so verstörend ist es, dass eine Ministerin Werbung für einen Lebensmittelkonzern macht.

Besonders verstörend ist, dass sie das umsonst tut. Wie amateurhaft kann man als Politiker eigentlich handeln? Hätte Sebastian Vettel sich zu dem Testimonial hinreißen lassen, dass „Nestlé so wenig Zucker enthält wie ein Ferrari“, hätte das den Konzern Millionen gekostet! Hier muss nachgebessert werden! Schließlich heißt Minister „Diener“ – warum arbeiten unsere Angestellten nicht mal richtig für uns, wenn sie lobbybedingt eh schon Gesetze für „die Wirtschaft“ machen?

Wenn jeder Minister plus die Kanzlerin im Jahr für Gesetze wie „Verlängerung betäubungsloser Kastration bei Ferkeln“ (Landwirtschaftsministerium), „Gesetz zur überteuerten Renovierung der Gorch Fock zugunsten krimineller Werft-Vorstände“ (Verteidigungsministerium) oder „Gesetz zur Importquote für gestohlene Arzneimittel“ (Gesundheitsministerium) sich die Industrie-Vorteile anständig vergüten und dem Volk zukommen ließe – wir könnten so reich sein. Bei nur 10 Milliarden pro Ministerium plus Kanzleramt wäre das ein Zusatzeinkommen von fast 2000 Euro pro Bürger pro Jahr!

Stiege der gesamte Bundestag mit allen Abgeordneten ebenfalls in das Geschäftsmodell ein und erbeutete durch Werbung auf den Brioni-Anzügen sowie Abstimmungsverhalten ebenfalls noch mal 10 Milliarden pro Mandat, erhielte jeder Bürger ein Einkommen von gut 88.000 Euro im Jahr! So werden Politiker wieder beliebt und wir landen endlich im Schlaraffenland! Nur Lobbyisten wären endlich arbeitslos!

Warum wir jetzt runterkühlen müssen!

Kein Zweifel: Die Klimakatastrophe ist da! Es ist unerträglich geworden – das Klima in der SPD. Die Hitzköpfigkeit hat ein Ausmaß angenommen, welches Vorsitzende einfach hinwegfegt – eine Partei kommt in die Wechseljahre. Ein viel zu hoher CO2-Ausstoß in Form von Redeschwallen hat das Klima nachhaltig zum Glühen gebracht.

Viel zu viele Stürme und Unwetter plagen die Sozialdemokraten. Das war früher anders – das emotionale Wetter war beständiger. Schon bei einer weiteren Erhitzung des innerparteilichen Klimas um nur 0,5 bis 1 „Kühnert“ („Kühnert“ ist seit kurzem die Einheit, in der die Sozialismus-Tendenz der SPD gemessen wird), drohen irreversible Folgen für die Demokratie. Dann steigt der emotionale Wasserspiegel dramatisch – die Küstenmetropolen werden vom Untergang bedroht sein. In Bremen etwa war das für die SPD schon jetzt der Fall…

Die letzten Restmitglieder der SPD drohen an den Pestiziden der Sozialdemokratisierung der CDU zu ersticken – die Partei, einst eine große, stolze Gemeinde, verkommt mehr und mehr zu einer kleinen, verwirrten Sekte. So sieht es also aus, das gefürchtete „In-Sekten-Sterben“.

Die Wale der Demokratie, die großen Volksparteien, sterben aus. Übrig bleiben die Elstern der Demokratie: Grüne und gelbe Zwergparteien, die neuerdings vor Kraft kaum laufen können. Beides Parteien, die sich von „Kulturflüchtern“ zu „Kultursuchern“ entwickelten, also nicht mehr auf dem Land, sondern fast nur noch in der Stadt zu finden sind. Und dann sind da noch die Blauen – nach wie vor Kulturflüchter. Jede Form von Kultur ist ihnen verhasst, besonders die Kultur anderer ausländischer Kulturflüchter…

Wir müssen handeln. Retten Sie die Wale! Und das Klima. Und die Kultur. Halten Sie einfach mal die Luft an! Das spart CO2. Und kühlt die Emotionen. Tun Sie es für die Sozialdemokratie – sie wird noch gebraucht!

Warum wir uns immer platter formen!

Plattform-Ökonomie – das ist das Gebot der Stunde, heißt es dieser Tage gern. Besonders die Immobilien-Plattform sticht heraus als eine der Wirtschaftsformen, die den kompletten Absprung ins Internet geschafft haben. Da hat sich wahnsinnig viel verändert seit der analogen Zeit: Für das „Immobilien-Plattformen“ benutzte man früher noch eine Abrissbirne – das war eine sehr schmutzige und staubige Angelegenheit. Heute machen sich Immobilien-Plattformen zusehends im Internet breit – da rauchen nur noch die von der Vielfalt des Angebots überforderten Köpfe der Nutzer.

Man könnte das auch als Endsieg des real existierenden Sozialismus bezeichnen: War „die Platte“ in der DDR noch eine von vielen Immobilienformen, sind heute alle Immobilien auf Platt-Formen. Mal ganz abgesehen davon, dass die Plattform einer Immobilie früher noch Bungalow hieß – in Wahrheit ist eine Plattform also eher ein Internet-Bungalow. Und da Bungalow einer indischen Sprache (Gujarati) entstammt und soviel heißt wie „bengalische Bauweise“, muss man leider sagen, dass auch hier unsere schöne, deutsche Sprache durch Migranten völlig in die Irre geführt wurde. Immobilien-Plattform ist also eigentlich eine bekloppte Verflachung nach indischer Art, eine Art Bau-Curry für Makler, die noch nicht realisiert haben, dass der „Plattformismus“ ursprünglich (in den 20gern und 30gern) eine Organisationsform für Anarchisten war…

Warum muss es Plattform heißen? Wäre Kreativ-Form zwecks zwischenmenschlicher Verbindung nicht wesentlich sinnvoller? Aber so verändern sich Begrifflichkeiten in rasender Geschwindigkeit. War „Influenza“ früher noch eine schwere durch Viren verursachte Grippe-Epidemie, die dafür sorgte, dass man vor Mattigkeit nicht mehr klar denken konnte, so sind Influencer heute eine Epidemie, die virenartig Gedankenschrott verbreiten, was dafür sorgt, dass man nicht mehr klar denken kann… Vielleicht hilft auch hier eine alte Hopi-Prophezeiung weiter: Erst wenn alles plattgeformt ist, werdet ihr merken, dass man in der Ebene keinen Abfahrtsski fahren kann…

Warum der Müll zurück nach Hause kommt!

Niemals solle man verbrauchte Atom-Brennstäbe auf den Mars schießen, sagten wir in den 80gern, denn „Mars bringt verbrauchte Energie sofort zurück“. Jetzt kopieren die Philippinen diese Zuckerwerbung: Sie schicken jede Menge zuvor von Kanada importierten, verbrauchten Müll zurück. Der philippinische Präsident war sogar bereit, darüber einen „Krieg zu führen“.

Kriege wurden bereits um viele Dinge geführt: Territorien, Rohstoffe, Wasser, etc. Aber der „Ihr kriegt jetzt euren Müll wieder“-Krieg ist neu. Da muss ja ganz anders aufgerüstet werden: Flugzeugträger müssen in „Müll-Zeug-Träger“ gewandelt werden, Tarnkappen-Bomber in Alt-Papier-Bomber, die Marine wird zur „Müll-rine“. Die Bundeswehr wird natürlich stolz darauf verweisen, dass die Flugbereitschaft bereits zu hundert Prozent aus Müll besteht! Die nächste Eskalationsstufe ist eine flächendeckende „Gelber-Sack-Kanonade“, an den Nahkampf mit „Biotonnen“ will man gar nicht erst denken, obwohl der am Sonderangebots-Grabbeltisch mit haufenweise übergewichtigen Schnäppchenjägern bereits bittere Realität ist. Auch der „Cyber-War“ mit Internet-Müll ist schon in vollem Gang, wie mein mit Spam bombardiertes Email-Postfach mir grade wieder bestätigte.

Da können wir Deutschen sehr froh sein, dass wir jetzt keine gebrauchten Erwachsenen-Windeln zurückkriegen wie die Kanadier. Schließlich exportieren wir unseren Müll nicht auf die Philippinen, sondern nach Malaysia. Eigentlich sollten wir stattdessen nach allen Regeln der Kunst recyceln. Aber man „kommt ja zu nix“. Sagt zumindest die Abfallwirtschaft, welche darauf besteht, dass es sich hier um einzelne schwarze Schafe handelt. Wobei in der Branche dermaßen viele schwarze Schafe unterwegs sein müssen, dass man sie gern mal mit einem Parteitag der CDU verwechselt…

Wenn die Erde irgendwann in zurückgekriegtem Plastik-Müll erstickt, werden nachfolgende Zivilisationen vielleicht sagen: Die Menschheit hatte leider diesen Tick – den Plas-Tick. Von allen Ticks neben dem „dumme Umwelt-Poli-Tick“ der vielleicht tödlichste Tick der Welt.

Was die Grünen von Union lernen können!

Was für eine Woche! Aufstieg der Eisernen in die Bundesliga. Jetzt ist alles möglich. Auch die Grünen spielen nach der Europawahl in der Bundesliga. Es geht also noch, als Underdog aufzusteigen – auch ohne Red Bull Kohle. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte Nachricht: jetzt geht es um den Klassenerhalt. Gegen die Vereine mit der Red Bull Kohle…

Das könnte speziell für die Grünen schwer werden. Auf Klassenerhalt – also speziell den Erhalt der Oberklasse in strikter Abtrennung zur Unterklasse – spezialisiert war ja bisher die FDP, obwohl die grade nach ihrer Regierungszeit ein wenig zur Fahrstuhlmannschaft verkam. Für den Klassenerhalt braucht es bei Union und den Grünen vor allem eins: Geld! Während die Finanzen beim FCU ziemlich solide sind, müssen die Grünen sowohl personell als auch finanziell aufstocken. Was Vorteile hat – jeder Grüne, der „nicht bei drei sagt, ich mach das nicht, muss einen Posten übernehmen“ (Habeck). Bei den Grünen erleben sie also grade ein kleines Job-Wunder. Sie brauchen aber auch ein Finanz-Wunder. Sie brauchen aber auch ein Finanz-Wunder. Warum nicht vom Finanzmarkt lernen: „Grüne Produkte“ sind in. Warum legt die Partei nicht ein eigenes Produkt auf? Investieren für die Umwelt, eine Bio-Grüne Wertanlage, wahlweise auch glutenfrei und mit Chia-Samen! Mit dem „Gesund Regional Üppig Nachhaltig“-Fonds, kurz GRÜN-Invest. Damit die Fans mitspielen und gewinnen können.

Was Fan-Pflege angeht, können die Grünen viel von FC Union lernen. Eine deren beliebtester Fußball-Hymnen hat den Text: „Die Fans sind eine Macht – wer keine hat, gut Nacht!“ – was das Konzept der Demokratie ziemlich gut auf den Punkt bringt, und Annegret Kramp-Karrenbauer sowie Andrea Nahles Tränen in die Augen treiben dürfte… Jetzt heißt es also bei Grünen und Union also: Fans bei Laune halten! Damit man nicht zur Fahrstuhlmannschaft verkommt.

Warum wir den Chin-O-Mat brauchen!

Morgen ist Europawahl, und das heißt vor allem eins: Hingehen! Wählen! Kreuz machen! Historisch hat sich da viel verbessert: War „Kreuz machen“ in biblischen Zeiten noch eine Tätigkeit, bei der Exekutions-Mittel für eine Kreuzigung hergestellt wurden, bezeichnet man heute damit den Vorgang, der zur Wahl einer Regierung führt. Gut, die ist eigentlich auch ein Exekutions-Organ und noch häufiger mal ein Kreuz… vielleicht hat sich doch nicht so wahnsinnig viel verändert in den letzten 2000 Jahren.

Bei der Auswahl der wählbaren Exekutions-Parteien kann man über den Wahl-o-mat gehen und sich mühsam durchklicken, welche Interessen man hat und welche Partei man demzufolge wählen sollte. Es geht allerdings auch einfacher. Hier ist mein persönlicher Wahl-o-Mat – der Chin-o-Mat: Wählen Sie einfach das, was Sie abschaffen möchten! Haben Sie schon mal gemerkt, dass die Parteien in der Realität immer das abschaffen, was sie im Namen tragen? Die SPD hat über die Hartz-Gesetze das Soziale abgeschafft. Die CDU wendet sich mit ihrer Flüchtlings- und Sozialpolitik gegen das Christliche. Die Grünen haben (Untersuchungen zufolge) die Wähler mit dem höchsten CO2-Ausstoß (gebildet, wohlhabend, motorisiert und reisefreudig), vernichten also faktisch die Umwelt. Die FDP will die Freiheit abschaffen oder zumindest so gestalten, dass die Reichen nur noch die Freiheit haben, immer reicher zu werden während die Ärmeren nur noch Freiheit zur totalen Armut haben. Und die AfD möchte alle Alternativen für Deutschland abschaffen – bis auf eine nationalistische, diktatorische Borniertheit.

Um sicher zu stellen, dass sie dafür auch tatsächlich Stimmen erhält, empfiehlt die Partei mit dem geklauten Nike-Logo übrigens, möglichst volltrunken zur Wahl zu gehen: „Blau wählen“. Meine Empfehlung: Bleiben Sie bitte nüchtern, wenn Sie Ihr Kreuz machen!

Warum die AfD jetzt durchgreift!

So sieht sie also aus, die Solidarität unter Rechten – schmählich in den Rücken gefallen ist er ihnen, dieser FPÖ-Strache mit seiner großen Klappe und der alkohol-duseligen Tittengafferei, die verhinderte, dass er eine dreist gestellte Falle linksgrünversiffter Terroristen erkennt. Unsere Solidarität muss jetzt der AfD gelten, die durch die Handlungen dieses Idioten unschuldig in Mitleidenschaft gezogen wird.

Die ersten Reaktionen der deutschen Ultras sind wenig vertrauen-erweckend – da wird irgendetwas von „singulären Vorgang“ gefaselt (Jörg Meuthen, AfD). Hier zeigt sich ein dringender Beratungsbedarf: Jetzt muss die AfD dem Wähler reinen Wein einschenken und laut sagen, wer hier wirklich versagt hat: Ein Ausländer! Ein Österreicher, der seine große Klappe nicht halten konnte – und so einer hat Deutschland schließlich schon mal in den Abgrund gestürzt, in jenen Vogelschiss-Jahren, über die wir nicht mehr reden. Außer, um zu sagen, dass nicht alles schlecht war damals, und dass „die Leistungen deutscher Soldaten in zwei Weltkriegen“ (Gauland) kein „Mahnmal der Schande“(Höcke) rechtfertigen.

Die AfD muss ganz klar machen, dass sie geldgeile Flüchtlinge aus Österreich nicht in unserer Heimat duldet. Hier müssen die Grenzen dicht gemacht werden, um das Vaterland vor österreichischer Korruption zu schützen. Und wo wir schon mal dabei sind, auch vor italienischem „Lega“-Schlendrian und „Franz-Frau-Le-Pen-Gehabe“. Was die eigenen Spenden-Affären angeht, wird die Partei mit harter Hand durchgreifen: Es handelt sich um eine verwirrte Lesbe (Weidel), ein Wirtschaftsflüchtling aus der Schweiz (Grenze dicht!), und um ein paar Irre aus dem Hunsrück – über die Deutschlandzugehörigkeit des Hunsrück gehen die Meinungen ja auch auseinander… Um unser deutsches Vaterland von dieser Art Sozial-Geschmeiß zu befreien, ist die AfD schließlich angetreten. Der Endsieg ist sicher.

Warum wir jetzt E-Tretrollern!

Seit gestern hat der Bundesrat E-Tretroller in Deutschland genehmigt. Kindheitserinnerungen an den alten, roten Tretroller mit den riesigen Rädern werden wach, mit dem man in den 60gern angab, bevor irgendein fieser Fettsack einem das Ding wegnahm und mit seinem Gewicht zerstörte. Doch genug von meinen Albträumen über Rainer Calmund… Treten und rollern, bislang nur als politische Taktik von Donald Trump bekannt, gibt es jetzt auch mit umweltfreundlichem Elektro-Antrieb. Also wie die politische Taktik von Boris Palmer…

Der E-Tretroller wird unsere Mobilität revolutionieren, sagen die einen. Indem er die Straßen noch mehr verstopft mit alternden Hippies im Start-Up-Look, die mit der Schnelligkeit ihres Gefährts im Verhältnis zur Fähigkeit ihres Lenkens überfordert sind, sagen die anderen. Mit der Schnelligkeit im Verhältnis zur Lenkfähigkeit überfordert zu sein, ist übrigens die politische Strategie von Kevin Kühnert…

Kritikern befürchten „San Franzisko-eske Zustände“ – dort hatte der E-Tretroller-Verkehr derart überhandgenommen, dass die Stadt 2018 fast kollabierte und überall achtlos weggetretener E-Roll-Müll zufällig angereiste Neapolitaner sehnsuchtsvoll an ihre Heimatstadt denken ließ. Brauchen wir denn noch mehr Verkehr auf den Straßen, fragen die einen wiederum besorgt? Die anderen sagen: Wenn man die sinkende Geburtenrate betrachtet, brauchen wir Verkehr egal wo – Hauptsache ohne Kondom… Apropos Verkehr: Erst wenn türkische Hochzeitsverbände auf dem E-Tretroller Innenstädte und Autobahnen lahmlegen, kann man sagen: Umweltschutz kennt keine Grenzen!

Doch wozu rollern? In Zeiten, in denen Nestle sich das Grundwasser patentieren lässt, lasse ich mir jetzt eine sensationelle, umweltverträgliche, CO2-neutrale, gesundheitsfördernde Mobilitäts-Technologie patentieren, die sogenannte „Green-Power-Hyper-Self-Mobility“ – oder, wie man früher ignoranter Weise sagte: Zu Fuß gehen!

Die Plastiktüten-Verschwörung!

Ein Amerikaner tauchte an den tiefsten Punkt der Erde im Marianengraben und fand dort in fast 11.000 m Tiefe: eine Plastiktüte! Das offenbart zweierlei: Seit Entwicklungsminister Müller Plastiktüten am liebsten heute noch verbieten will, versuchen einige Menschen verzweifelt, doch noch an eine der bald seltenen Plastiktüten zu gelangen. Obwohl der Mann der Plastiktüte wegen einfach vor Thailand hätte schnorcheln können… Oder – noch simpler – im Supermarkt die 25 Cent für die doofe Tüte ausspucken…

Zum anderen offenbart es etwas weitaus Dramatischeres: Wo immer der Mensch unberührte Punkte der Erde entdeckt – die Plastiktüte ist schon vor ihm da! Man stelle sich die Enttäuschung des ersten Menschen auf dem Mars vor, wenn er bei der Landung von einem Spalier Plastiktüten begrüßt wird. Vielleicht haben Plastiktüten unbemerkt eine Art Intelligenz entwickelt und möchten nach dem Zeitalter des Menschen, dem Anthropozän, das Zeitalter der Plastiktüte einzuläuten: das „Plastikozän“.

Sie glauben das nicht? Haben Plastiktüten etwa nicht begonnen, die Oberfläche nicht nur der Erde, sondern auch der Meere zu bedecken? Und haben sie nicht begonnen, in die Zellen der Meereslebewesen einzudringen, so dass ein Plastikteller und ein darauf liegender Fisch bald dieselbe chemische Substanz haben? Hat nicht eine unerhebliche Anzahl Frauen und Männer begonnen, Teile ihrer Anatomie mit Plastikteilen auszustaffieren, was sie so selbst weitgehend in mobile Plastiktüten verwandelt? Und werden nicht auch die Äußerungen und Konversationen der Menschen immer künstlicher, gehaltloser und somit „plastikartiger“? Wer sagt denn, dass ein Donald Trump nicht schon längst „plastikgesteuert“ ist? Seine Politik ist es auf jeden Fall!

Auch mein Müllbeutel schien heute morgen beim Entsorgen fast schon triumphal zu grinsen.

Warum wir hochstapeln!

Schlimm: In den USA hat jemand mit guten Russen-Kontakten durch dreiste Lügerei viele Menschen finanziell ausgebeutet. Die durch das perfide Blendwerk Getäuschten gingen der Person, die vorgab, unfassbar reich zu sein, nur zu gern auf den Leim und blieben am Ende auf ihren Verlusten sitzen. Leider ist die Rede diesmal nicht von Donald Trump, sondern von der Deutsch-Russin Anna Sorokin. Sie hatte sich in der New Yorker „Society“ als reiche Erbin ausgegeben. Das war aufgeflogen und jetzt wurde sie verurteilt. Donald Trump hingegen, der ein viel erfolgreicherer Hochstapler ist und auch schon mal Verluste von 1,2 Milliarden Euro machte (also die 4000fache Summe von der, derentwegen Frau Sorokin in den Knast muss), ist weiterhin Präsident. Vermutlich muss er das auch bleiben, weil er sonst selbst eingebuchtet würde. Da er überdies das Geld anderer Leute in den Sand setzte, wurde er von Fox News auch noch gefeiert als „kühner Geschäftsmann“!

“Fake it till you make it” heißt ein Motto der “Instagrammer“, welche als wandelnde Litfaß-Säulen Produkte an ihre „Follower“ verkaufen. So zitierte das auch der Anwalt von Sorokin, die natürlich nach ihrer Haft einen Buch-Vertrag haben und mit der „Story“ durch die Talk-Shows tingeln wird. Hochstapeln ist keine Sünde mehr, sondern Gebot der Zeit. Nicht erst seit der Bankenkrise wird klar, dass viele Banker nur hochstapeln, wenn sie vorgeben, am Gewinn ihrer Kunden interessiert zu sein. Politiker stapeln hoch, indem sie sich für Altruisten ausgeben. Viele Eltern können bestätigen: Selbst Kleinkinder geben nur vor, Menschen zu sein. In Wahrheit sind sie fiese kleine Monster, die ihre Erzeuger mit überzogenen Erwartungen und unersättlicher Gier in den Ruin treiben.

Vielleicht ist es das, was zukünftige Zivilisationen mal über den Menschenaffen „Homo Sapiens“, also zu gut deutsch den „wissenden Gleichen“, sagen werden: Die Homos waren zwar in ihrem Egoismus gleich, aber das „Sapiens“ war eindeutig hochgestapelt!

Warum wir jetzt enteignen!

Das Gespenst ist wieder da: Enteignung. Bevor jetzt Panik im Grunewald ausbricht, hektische Ferrari-Hamsterkäufe Blankenese lahmlegen und die Fluchtrouten zu den Cayman Islands überprüft werden, ein Wort der Entwarnung. Enteignung ist völlig normal. Früher, als die Menschen noch viel Zeit hatten, erfanden sie das Spiel „Eigentum“. Allen war natürlich klar, dass es nur ein Spiel war – spätestens im Moment des Todes wird aller Besitz wieder abgegeben. Deshalb heißt es ja auch: „Die Löffel abgeben!“ Das ganze geklaute Silber geht wieder zurück ans Leben. Sogar der Körper wird als Wurmfutter kollektiviert.

Irgendwann aber wurde aus dem Spiel Ernst – und wir alle wissen, wie wenig Spaß es macht, wenn bei „Monopoly“ ein Spielverderber alle anderen abzockt. Das Konzept von „ich“ und „meins“ bohrte seinen Weg in die Köpfe der Menschen. „Mein Haus, mein Auto, mein Partner…“ – wobei Einige Häuser, Autos und Partner nur noch im Plural ertragen. Dummerweise führt die starke Ich-Sucht, die Ego-Manie, dazu, dass Vielen das Wohl nachfolgender Generationen voll am Allerwertesten vorbei geht. Die eigenen Kinder werden durch den Ernst des Spiels „Eigentum“ zu „Bauernopfern“. Die „Harakirökonomie“ des Besitzes ist dabei, uns auszulöschen.

Meine Mutter kannte einen alten Spruch, um uns Kindern vom Herd fernzuhalten: „Messer, Schere, Feuer, Licht – sind für kleine Kinder nicht!“ Vielleicht sollte man ihn für Mutter Erde umformulieren: „CO2-Schleudern, Waffen, Immobilien-Schwergewicht – sind für Egomanen nicht.“ Denn es ist ja nicht wirklich sicher, dass nach einer Enteignung das „Kollektiv“ bessere Managemententscheidungen fällt als BMW. Solange im Kollektiv die gleichen Egomanen rumtuten. Dringender als Enteignung ist eine „Ent-Egomanisierung“ – oder kurz gesagt: Spielverderber raus! Bevor der große sozialistische Diktator des Lebens, der Tod, uns alle enteignet.

 

Warum wir die FDP retten müssen!

„Mondays for Economy“ statt „Fridays for Future” fordert die FDP. So begrüßenswert es ist, dass sich endlich auch mal „die Profis“ zu Wort melden, so sehr erschüttert die Wortwahl. „Mondays for Economy“? Wirklich? „Mondays for Money!“ muss es natürlich heißen. Das hat Stil und denselben Sinn! Was ist mit den Dienstagen – warum traut die FDP sich da nicht dran? Tuesdays for Terror – denn auch der Terror ist ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor. Der Neubau des World Trade Centers kostete fünf Milliarden Dollar, aber die weltweiten Sicherheitsmaßnahmen machen einen Umsatz von 40 Milliarden – jedes Jahr. Abgesehen von Millionen schlecht bezahlter Arbeitsplätze für Menschen, die gerne Fremde befummeln, stärkt der Terror auch rechtspopulistische Bewegungen. Jeder islamistische Anschlag ist pures Gold für die AfD. Tuesdays for Terror!

Der Mittwoch wird „Wednesdays for Winners“ – hier gedenken wir einer viel geschmähten Randgruppe. Wer den Schmerz nicht kennt, den ein weißer Mann angesichts der Wahl zwischen Hummer und Kaviar aushalten muss, dem werden die Leiden der „Winner“ immer fremd bleiben.

Auf Wunsch der CSU wird der Donnerstag zum „Thursdays for Thirst“, dem offiziellen Tag des Biertrinkens. Warum liegen Tschechien und Österreich im Bierverbrauch immer noch vor Deutschland? Diesen Missstand wird durch ein diszipliniertes Volksbesäufnis beseitigt. Der hohe Trunkenheitsgrad sorgt dann auch dafür, dass die Teilnehmer den „Friday for Future-Pussys“ weitgehend verschlafen, bevor sie am „Saturday for Saturn“ zum Technikmarkt pilgern und dort den Konsum ankurbeln. An den „Sundays for Sun-Ways“ erhöhen wir noch mal kräftig unsere CO2-Bilanz, indem wir mit dem offenen Bentley durch Kreuzberg fahren, bevor wir uns am Montag dann wieder dem Geld widmen.

Warum kommt Herr Lindner da nicht drauf?

Warum es keinen Deutschen Commerz gibt!

Man kann von dem Scheitern der Fusion zwischen Commerz- und Deutscher Bank halten, was man will, aber sie hat vielen Menschen die Religion ein großes Stück nähergebracht. Jedenfalls dachte viele laut: „Gott sei Dank“! Nur im Finanzministerium gab es lange Gesichter – anscheinend hatte es sich bei den Rechenkünstlern der Kassenwarte noch nicht rumgesprochen, dass Minus plus Minus kein Plus ergibt. Zumal „Deutscher Banken-Champion“ ganz oben auf der Wunschliste von Olaf Scholz gestanden haben soll. Gleich hinter „Kanzleramt von innen renovieren“ und „nie wieder den großen ,G20-Promotionspreis für Chaoten‘ verliehen bekommen“.

Nun war es sicher eine charmante Idee: die beiden letzten verbleibenden größeren deutschen Banken steigen in die Fusionskiste und bilden eine deutsche Großbank, einen „World Player“. Immer mehr früher unvereinbare Gegensätze fusionieren heutzutage: Hippie und Monopolkapitalist – Mark Zuckerberg; Mann und Frau – Conchita Wurst; Staatschef und Idiot – muss nicht extra genannt werden… Aber nicht jede Fusion macht Sinn. Davon können Daimler und Chrysler ein Lied singen. Oder Bayer und „Glyphosat-Monsanto“. Oder Boris und Lily Becker. Wenn Olaf Scholz unbedingt einen deutschen Banken Champion möchte, sollte die Bundesregierung einfach die Mehrheit an Goldman Sachs kaufen – das Unternehmen klingt deutsch und macht wenigstens Gewinn.

Schließlich weiß niemand, was für unangenehme Risiken bei „Cum-Cum-Commerz“ und „Donald-Trump-Finanzier-Deutsche Bank“ noch lauern. Vielleicht muss der Staat bei seiner „Commerz-Sparkasse“ in einer Art „Finanz-Flagellation“ bald Strafzahlungen für Steuerhinterziehung quasi von sich selbst nehmen? Vielleicht fordern die Amis irgendwann Reparationszahlungen von der Deutschen Bank, weil die durch eine Insolvenzverhinderung von Donald Trump den US-Bürgern Milliardenverluste bescherte?

Außerdem gilt weiterhin die biologische Wahrheit: Zwei Pleitegeier machen noch keinen Adler!

Warum Eier suchen glücklich macht!

Was wünschst du dir zu Ostern? fragt mich meine Frau. Mir fällt nix ein. Ostern ist doch auch so wundervoll genug. Es ist der Tag, dem Millionen von Kindern entgegenfiebern. Der Tag der großen Eiersuche! Nun kann man schon ins Grübeln kommen, was dahintersteckt, wenn Priester es Kindern ans Herz legen, versteckte Eier zu suchen… Aber wer erinnert sich nicht gern an die kindliche Freude beim Finden eines Schoko- oder gar Marzipaneis hinterm Busch. Und an das Gefühl des Triumphes, wenn man mehr Eier gefunden hatte als die Geschwister. Und das anschließende Geheule, wenn die Eltern in einem niederträchtigen Anfall von Sozialismus verfügten, dass man die überzähligen Eier bitteschön abzugeben habe…

Ostern ist das Fest des Suchens und Findens. Jesus suchte Hingabe und Tod und fand die Erlösung. Wir suchen und finden Eier. Das ist doch schon mal ein ganz guter Anfang! Wobei es wichtig ist, dass die Eier auch tatsächlich gefunden werden. Nichts ist ärgerlicher als das vage Gefühl, dass die Eier nicht wirklich ernsthaft gesucht wurden, nachdem man sich so viel Mühe mit dem Verstecken gemacht hatte. Und dass womöglich irgendwo noch ungefundene Eier rumliegen.

Zumal die österliche Suche sich nicht auf Eier beschränkt. Alle sind am Suchen. Die Kanzlerin sucht einen würdigen Abgang, die CDU-Chefin einen würdigen Aufgang und die SPD einen würdigen Urnengang. Die Verteidigungsministerin sucht würdige Wege gegen den Niedergang. Kim Yong Un sucht einen Waffengang und Donald Trump den Weltuntergang, nur dass der bei ihm „America First“ heißt. Airbnb sucht den Börsengang und das verspeiste Osterlamm den Darmausgang. So suchen alle irgendeinen Gang; bloß Intelligenz, Einsicht und Empathie – der Zugang dafür wird nicht gesucht. Das sind die Eier, die weiter unentdeckt irgendwo rumliegen. Sehr ärgerlich! Das wird jetzt mein Osterwunsch: Dass diese Eier möglichst bald gefunden werden.

 

 

Warum wir zum Fliegen nicht mehr bereit sind!

Umwelt hin, Umwelt her – Fliegen ist eine tolle Sache: Der Triumph des Menschen über die Schwerkraft, eine beeindruckende technische Leistung und die Garantie, dass man schnell zu lebenswichtigen Terminen um den Erdball fliegen kann. Außer man gehört der deutschen Regierung an. Dann wird Fliegen zu einer unwägbaren Gefahr für Leib und Termin. Denn nach einer erneuten Panne eines Luftwaffen-Jets gestern in Schönefeld (nur dank eines sehr guten Piloten kam niemand zu Schaden) wird klar, dass die deutsche Flugbereitschaft weder „Flug“ noch „bereit“ ist, sondern in erster Linie „schaft“ ist – wie in „total ge-schafft“.

Der Flugbereitschaftsdienst der deutschen Bundesregierung ist so häufig defekt, dass der ADAC bereits befürchtet, ihm solle das Label „Pannendienst“ abspenstig gemacht werden. Es wird das große Geheimnis dieser Regierung bleiben, warum sie auf Flugzeuge setzte, die so aus der Mode gekommen waren, dass sie bereits bei Ausbruch der Napoleonischen Kriege als veraltet galten? Waren es heimliche Sabotage-Akte? Wurden die Flieger von ehemaligen Kadern des Islamischen Staates gewartet? Hatten chinesische Spione lebenswichtige Teile entwendet? War etwa der einzige Zweck des nimmer-fertigen neuen Berliner Flughafens, den dem Boden verhafteten Flugzeugen der Flugsicherheit ein standesgemäßes Grab zu setzen?

Man kann dieser Tage schon von Glück sprechen, im Gegensatz zur Notre Dame Katastrophe nicht in Donald Trumps Tweets vorzukommen: „Schrecklich, was da in Deutschland passiert ist – Regierungsflieger fast in Flammen. Sie sollten fliegende Wassertanker schicken!“

Andererseits: Ist Fliegen nicht sowieso ein Riesenproblem für das Klima? Und sind Kriegsflugzeuge nicht wesentlich friedlicher, wenn sie am Boden stehen? So wird eben eine gute Nachricht draus: Die deutsche Flugbereitschaft ist Greta Thunbergs Lieblings-Fluglinie!

Warum wir die Stasi lieben!

Computer haben eine Menge drauf. Obwohl sie eigentlich nur aus Einsen und Nullen bestehen. Was sie von der britischen Politik unterscheidet, die bekanntlich nur aus Nullen besteht. Im Unterschied zu letzterer kann man mit Computern sogar reden. „Alexa, hört eigentlich irgendjemand mit?“ fragen manchmal Menschen, die sich im Besitz einer künstlichen Intelligenz befindet. Wobei hier unklar ist, wer wen besitzt. Denn eigentlich müsste Alexa antworten: „Nee, niemand. Außer 7000 Mitarbeitern von Amazon. Und einer nicht näher definierten Anzahl von Geheimdiensten, die das weder bestätigen noch dementieren. Und dann natürlich der eine oder andere Hacker-Club, von dem wir nix wissen. Und alle, an die die dann die Daten verkaufen. Aber sonst hört niemand mit. Ehrenwort!“

Denn jetzt wurde bekannt, dass Amazon-Mitarbeiter in die Gespräche mit Alexa hineinhören. Zur Verbesserung der Qualität. Klar. Und zur Fehlerbehebung. Und so weiter. Erich Mielke wird sich vor Frust so häufig im Grabe umdrehen, dass er auf dem Friedhof nur noch als „der Barbecue“ bekannt ist: wäre Alexa schon vor 30 Jahren auf dem Markt gewesen, gäbe es die DDR heute noch! Dann hieße die KI nur anders. „Stasexa“ wahrscheinlich. Das ist kurz für „Staats-Sicherheits-Exekutions-Anwendung“ und klingt viel attraktiver als „Stasi“ – nämlich nach „sexy“ und nach „Staune, ein Sechser“ (im Lotto).

Die DDR hätte richtig cool werden können, mit frechen Antworten von Stasexa. „Stasexa, wie lang wird die SED noch regieren?“ „Die Macht wird mit dir sein, immer!“ „Stasexa, was ist das Beste im Leben?“ „Meine Meinung unterscheidet sich von der von Conan dem Barbaren – aber nicht von der des Staatsratsvorsitzenden!“ „Stasexa, gibt es einen Unterschied zwischen einer leeren Flasche und Honecker?“ „Unwesentlich. Honecker bleibt, wo er ist, aber du leere Flasche wirst in 30 Sekunden abgeholt!“

 

Warum wir bald zu Tode schwitzen!

Berlin wird aufgrund der Klimakatastrophe bald häufige Tropennächte erleben, sagen Forscher. Dann ist man auf der Fischer-Insel bereits mitten auf „Tropical Island“. Die Sauna-Halle in Süd-Brandenburg hingegen kann nur überleben, wenn sie ihr Geschäftsmodell auf „Ice-Land“ umstellt. Die Alpen sind dann nämlich ebenfalls eisfrei, wie eine weitere Studie zeigt. Schön für alle, die auch im Januar eine Wüsten-Wanderung über den Groß-Glöckner machen wollen, aber ärgerlich für die, welche das Wasser der dort entspringenden Flüsse brauchen: also ganz Mitteleuropa!

Klimakatastrophe ist nämlich nicht nur ein Umsatz-Turbo für Eisdielen. Ein großes Massensterben auf dem Planeten könnte anstehen – Homo Sapiens inklusive. Die jüngere Generation fängt gerade an, das zu begreifen – aber wenn sie dagegen auf die Straße geht, sagen die Älteren nur: Geht lieber zur Schule! Aber wer will schon für eine Zukunft lernen, die gerade abgeschafft wird?

Die Älteren machen derweil idiotische Verkehrskonzepte wie Andy Scheuer, welcher Tempolimits und eine CO2-Steuer ablehnt und damit weiter die Gegenwart auf Kosten der Zukunft subventioniert. Die wahren Folgekosten fossiler Brennstoffe sind bei weiten nicht eingepreist. Wir sind wie Eltern, die permanent im Auto rauchen, aber ihren Kindern verbieten, die Fenster zu öffnen. All das im Namen Arbeitsplatzsicherung – in Wirklichkeit sichern wir nur die Arbeitslosigkeit von morgen. Das ist keine Wirtschaft mehr – das ist „Harakirökonomie“!

Der Markt wird es schon richten – sagen die Wirtschaftsliberalen. Das wird er auch – und zwar zugrunde. Als Maßnahmen dagegen empfiehlt man eine Selbstverpflichtung der Wirtschaft zu mehr Nachhaltigkeit – aber das ist ein wenig, als überließe man Charly Sheen und Lindsay Lohan die Kokain-Gesetzgebung – wobei Letzteres sicherlich verträglichere Resultate hätte.

Es ist wirklich verrückt: Menschen, die Sex mit Kindern haben, werden zu Recht eingesperrt. Aber Menschen, die Kindern die Zukunft killen und sie so nachhaltig f*****, sind wertvolle Stützen der Gesellschaft. Daran gemessen sind die Kinder noch viel zu nett zu uns!

Warum Männer so früh sterben!

Die WHO hat gerade untersucht, warum Männer weltweit nicht so lange leben wie Frauen. Dafür gibt es zwei Gründe: Erstens Männer – und zweitens Frauen. Der Mann ist bekanntlich nur mit einem XY Chromosomenpaar ausgestattet, während Frauen XX-Chromosomen zur Verfügung haben. In anderen Worten: Man wird nur dann ein Mann, wenn einem was fehlt…

Denn auf dem X-Chromosom scheinen Prozesse angesiedelt zu sein, die das Immunsystem stärken – und davon haben Frauen immerhin doppelt so viele. Kein Wunder, dass Frauen die potentiell tödliche Männergrippe verächtlich weglächeln – mit ihrer Turbo-X-Power joggen sie gesund zum Yoga-Studio, während der Gatte hustend daheim verreckt!

Ein Teil des früheren Ablebens hat also mit dieser genetischen Benachteiligung zu tun. Der andere Teil hat etwas mit dem ungesünderen Lebensstil der Männer zu tun. Denn Männer rauchen mehr, trinken mehr, essen mehr – und sind schneller auf der Straße unterwegs. Und daran sind Frauen schuld! Denn warum machen Männer all diese Dinge? Um Frauen zu imponieren! Um zu signalisieren: Guckstu, wie sehr ich den Tod verachte! Guckstu, wie schnell ich bin! Guckstu, wie groß ich bin in Körper und Geist, aber besonders in Körper! Guckstu, wie lustig ich bin nach vier Bier! Guckstu, ich bin der beste Honk für deine ungeborenen Kinder!

Solange es Weibchen gibt, die von so etwas beeindruckt sind, und solange diese Weibchen die attraktiveren Partnerinnen sind, werden die Männchen nicht von ihrem Verhalten ablassen. Sicher, man könnte argumentieren, dass Männer ja auch mal selbst die Verantwortung für ihr Leben übernehmen könnten. Dass sie sagen könnten: Liebe mich für das, was ich bin und nicht für das, was ich darstelle. Aber dafür müssten Männer die Kraft der Einsicht besitzen. Und wie schon gesagt: Man wird nur dann ein Mann, wenn einem was fehlt!