Warum die Deutsche Bank jetzt türkisch wird!

Wir durchleben schwere Zeiten. Also nicht alle, aber einige von uns. Finanzinstitute etwa. Das Discount-Regal bei Aldi könnte demnächst neben Billig-Computern und Billig-Champagner auch die Deutsche Bank enthalten. Die ist nämlich grade sehr billig. Das ist übrigens auch ein paar Aldi-Stammkunden aufgefallen – den Türken. Also nicht allen, aber einigen. Ein Berater von Erdogan rät diesem zum Kauf der Deutschen Bank. Dann könnte die präsidiale Einkaufsliste demnächst so aussehen: 10.000 Kopftücher für Angestellte in diversen Präsidentenpalästen, vier neue Präsidentenpaläste zur Verschleierung des Präsidentenaufenthalts gegen eventuelle Putschisten, eine Deutsche Bank…

Natürlich wird auch Erdogan den Markenkern des Traditionshauses erhalten wollen, mit leichten Änderungen. Die Bank hieße dann „Dütschü Bünkü“! Alternativ käme natürlich auch der Name „Bank ohne Armenien-Frage“(kurz BOAF) in Betracht oder „Völkermord – welcher Völkermord?-Finanzinstitut“ – quasi als kleines, subtiles Signal nach Berlin.

„Dütschü Bünkü“ wird sich dann neue Kundenkreise erschließen können und die neue, junge Kundschaft mit frischen, unverbrauchten Finanzbegriffen überraschen. So wird das Girokonto zum „Brauch’sch Geld sofort, Moruk“-Konto. Die Spar-Einlage wird „Kriegssu wieder, ich schwöär“-Depot betitelt und der Dispokredit heißt „Eh, hassu Problem, Digger?“. Eine elterliche Finanzierungsbürgschaft wird zu „Eh, ssahl das ssurück oda isch f*** dein Mutta“. Und ein Dachfonds mit Schrottimmobilien heißt schlicht „Gülle-Hülle“!

Bislang schwer verständlicher „Finanzsprech“ wird so einfacher. Wurden Kunden bislang mit Zweideutigkeiten gequält wie „Wir unterstützen Sie bei einer Steueroptimierung, die mithilfe steuergünstiger Regelungen Aufsichtsarbitrage potenziert und dadurch ihre steuerliche Belastung reduziert“ – so heißt das bald: „Eh, ksskss, Mädschen, willssu sparen? Hab isch Bruder – Panama!“