Warum wir Volkswagen im Paradies brauchen!

Kirchentag in Berlin. Erst mal: Super! Frieden, Liebe, gemeinsam singen – alles prima. Im Vorfeld des Kirchentags gab es allerdings Kritik, weil VW einer der Großsponsoren ist. Es hieß, dass auch die Kirche das kritisch sehe, weil ja grade VW es mit der Wahrheit nicht ganz so genau nehme und diese Software produziert habe, die merkt, dass geprüft wird und die dann die gewünschten Werte liefert. Diese Art modernen Ablasshandels sei in der Kirche verpönt, weil ja auch Lutherjahr ist und good old Martin bekanntlich vom Ablasshandel nicht so hundertprozentig überzeugt war… Doch nimmt die Kirche es mit der Wahrheit immer so genau? Stichwort Jungfrauengeburt – quasi die Mutter Maria aller Fake News? Ganz zu schweigen von brennenden Büschen, die vorgeben, Gott zu sein und einem Anweisungen erteilen – ein Bekannter landete neulich nach einem ähnlichen Erlebnis im Drogenentzug!

Zumal die Kirche VW braucht – schließlich ist das Motto des Kirchentags „Du siehst mich“! Auch nicht ganz ohne – war die Kirche nicht neulich noch gegen NSA-Ausspähung? Und als einer von sieben Milliarden Menschen auf einem unwichtigen Planeten, der einen kleinen Stern am Rande der Milchstraße umkreist, welche zusammen mit vielen anderen Galaxien ein Universum bildet, das seinerseits nur eines von endlos vielen Universen ist… da soll Gott nichts Besseres zu tun haben, als gerade mich zu sehen? Zeugt das nicht von einer Egozentrik, gegen die ein Donald Trump sich ausnimmt wie die Mutter Teresa internationaler Beziehungen? Wie viel Arbeit wollen wir dem armen Gott eigentlich noch machen? Braucht es da nicht langsam ein „Gottesgenesungswerk“?

Doch wenn Gott mich tatsächlich sieht samt all meiner Verfehlungen, und ich lande vor dem Jüngsten Gericht, von dem ich geprüft werde – dann braucht vermutlich jeder von uns dringend eine Software von VW!