Warum das selbstfahrende Auto schon da ist!

In Arizona gab es jüngst einen tödlichen Unfall zwischen einem selbstfahrenden Uber-Auto und einer Fußgängerin. Schon schreien die ersten: Seht ihr, so sicher sind die Maschinen nun auch wieder nicht. Nun gibt es in der Tat drei mögliche Ursachen für diesen gravierenden Computerfehler: Erstens war die Technik vielleicht mit diffizilen Situationen noch überfordert (die Frau trat aus dem Schatten auf die Fahrbahn und konnte von den Sensoren nicht wahrgenommen werden). Zweitens war der Algorythmus vielleicht falsch programmiert. Oder es handelte sich schlicht ein Betriebssystem von Windows.

Wie anfällig die Technik sein kann, merkte ich neulich, als eine Rücksendung an Amazon anscheinend nicht ankam. Jedenfalls wollte mir der Algorithmus erneut Geld abnehmen und schickte eine erpresserische Email. Mein Anruf bei der Hotline ergab, dass die Rücksendung sehr wohl eingetroffen war, der Computer das aber nicht wahrhaben wollte. Da verzweifelte sogar der Hotline-Mitarbeiter und sagte irgendwann einen Satz, der auch von chinesischen Bürgerrechtlern hätte stammen können: „Das System lässt eine Änderung nicht zu!“

Bei allem Technik-Bashing: der Fehlerfaktor Mensch ist um Einiges gefährlicher. Der Uber-Unfall hätte auch mit einem menschlichen Fahrer mindestens drei Ursachen haben können: Erstens hätte er oder sie durch das Spielen auf seinem Smartphone vom Verkehrsgeschehen abgelenkt sein können, zweitens hätte er oder sie durch Gedanken an einen Streit mit seiner Schwiegermutter abgelenkt sein können. Oder niemand war abgelenkt und es handelte sich bei der Fußgängerin schlicht um besagte Schwiegermutter!

Selbstfahrende Autos sind jedoch nicht immer computergesteuert. Ein Bekannter meinte neulich: „Ich brauch keinen Tesla. Immer wenn ich über 2 Promille habe, fährt mein Auto mich von ganz allein heim!“