Warum Kiffen gegen Banker hilft!

Der Rausch soll eine erste Form menschlicher Gemeinschaftserfahrung gewesen sein und in frühen Religionen eine wichtige Rolle gespielt haben. Das Oktoberfest ist also letztlich nichts anderes als ein retro-spirituelles „Back to the Roots“-Festival. Leider war der Rausch bislang häufig jenseits der Legalität. Besonders der Cannabis-Rausch wurde gern als unschön verworfen. Jetzt aber bröckelt die Front der Hasch-Gegner, und das hat einen schnöden Grund: Geld! Seit Kiffen in sieben US-Staaten und ab Oktober in Kanada legal ist, fällt auf: Das Ganze ist ein sehr lukrativer Markt. Auch in Deutschland hat man jetzt angefangen zu rechnen. Und siehe da: Mindestens eine Milliarde Euro zusätzlicher Steuereinnahmen, Zehntausende neuer Jobs, mindestens eine Milliarde Euro Einsparungen an Justizkosten sind drin – die Legalisierung ist nur noch eine Frage der Zeit.

Zumal diese eher niedrigen Schätzungen Aufwärtspotential haben. Während jeder Erwachsene im Schnitt 130 Liter alkoholische Getränke im Jahr zu sich nimmt, kiffen nur etwa 7 Prozent der Bevölkerung. Gelänge es, die Anzahl der Kiffer auf Alkoholproportionen auszudehnen, könnten die Mehreinnahmen des Staates auf etwa 70 Milliarden ansteigen – in etwa die Kosten der Bankenkrise (bisher). Ich sehe schon die Kampagne einer neuen Bundesregierung: Kiffen gegen die Krise! Mehr Cannabis-Konsumenten können den Alkoholismus senken – viele werden den Griff zur Flasche einfach vergessen!

Die erwartete Entwicklung treibt „die Märkte“. Der Aktienkurs des weltgrößten legalen Cannabis Produzenten Aurora Cannabis legte im vergangenen Jahr um schlappe 300% zu! Da erhält der Begriff „BREIT gestreutes Portfolio“ auf einmal eine völlig neue Bedeutung…! Die gigantischen Profite, die durch Haschhunger entstehen, haben Ökonomen noch gar nicht mitgezählt. Wie auch? Die Ökonomen sind als jüngste Religion der Welt immer noch ganz berauscht von ihrem Erfolg.