Warum Menschen wunderbar sind!

Homo Sapiens nervt. Da sind sich die meisten anderen Tiere einig. Er hält sich selbst für das größte Geschenk der Schöpfung und fühlt sich im Verbund mit anderen Homos, die er zumeist persönlich noch nicht einmal kennt, als fiktive Gruppe namens „Menschheit“. Und all das nur, weil er die Fähigkeit zur Sprache entwickelt hat. Wobei eben diese Sprachfähigkeit nicht bei allen Homos gleich gut ausgeprägt ist, was wiederum zu sehr unterhaltsamen Situationen führt.

Das zeigt sich besonders, wenn der Mensch in Not gerät. Das beschreibt Ben Schreiben in dem sehr unterhaltsamen Buch „Killen Sie die Eichhörnchen“. Da kommt es vor, dass der Pannendienst wie folgt angerufen wird: „Können Sie mir bitte Schneeketten bringen? Ich wurde vom im Ski-Urlaub vom Winter überrascht!“ Manchmal ist Homo Sapiens auch nicht in der Lage, die Technik seines Fortbewegungsmittels komplett zu verstehen – da ist ein kompetenter Berater hilfreich. Anrufer: „Mein Bordcomputer schreibt: Werkstatt aufsuchen. Was bedeutet das?“ Call-Berater: „Ich bin zwar kein Techniker und auch kein Hellseher, aber ich vermute mal, sie sollten eine Werkstatt aufsuchen.“

So ein Pannendienst kann auch Leben retten. Call-Berater: „Wir sind dann in etwa einer Stunde bei Ihnen.“ Anrufer: „In einer Stunde? Wollen Sie mich umbringen? Ich schwebe hier in Lebensgefahr.“ Call-Berater: „Ganz ruhig. Sie stehen auf einem öffentlichen Parkplatz und nicht mitten auf der Autobahn.“ Anrufer: „Ich stehe vor dem Westfalenstadion.“ Call-Berater: „Und?“ Anrufer: „Meine Schalke-Beklebung ist nicht gerade dezent.“

Homo Sapiens ist sogar in der Lage, Melodien zu erkennen, die von einer Maschine gesungen werden, wie folgende Konversation belegt: „Ist dort die Pannenhilfe? Ich glaube, ich habe hier ein größeres Problem.“ Call-Berater: „Welches denn?“ Anrufer: „Mein Turbo pfeift!“ Call-Berater: „Welche Melodie?“ Anrufer: „Ich fürchte, es ist das Lied vom Tod!“