Warum wir bald viel entspannter sind!

Noch haben wir Vollbeschäftigung. Das wird von vielen Menschen als positiv wahrgenommen. Dummerweise geht die Phase der Vollbeschäftigung irgendwann zu Ende. Dann beginnt eine Periode, in der sehr viele Menschen keine Arbeit mehr haben. Weil Maschinen alles erledigen. Egal, ob die Mehrheit von uns dann sehr arm oder nur so mittelarm sein wird – wir werden auf die eine oder andere Art und Weise damit umgehen müssen. Am besten gelingt das, wenn wir uns an dem orientieren, was etwa die Deutsche Bahn in Bezug auf fehlendes Personal unternimmt: Nichts!

Nichts tun fällt den meisten Menschen wissenschaftlicher Forschung zufolge extrem schwer. Das war nicht immer so. Früher, als wir noch Jäger und Sammler waren, jagten wir im Schnitt drei Stunden am Tag und verrichteten drei weitere Stunden andere nötige Tätigkeiten zum Überleben. Den Rest der Zeit lagen wir rum, kopulierten oder schliefen. Es war keine schlimme Zeit – aber dann kam die Zivilisation und mit ihr die Hektik. Dumm gelaufen, aber jetzt wird es Zeit, sich wieder auf alten Werte zu besinnen.

Gottseidank gibt es echte Experten, die sich herausragend mit Nichtstun auskennen. Einige von denen werden Sie sogar kennen. Aber sicher doch! Gucken Sie sich doch einfach mal an, was der Top-Manager ihrer Firma den ganzen Tag so tut… Oder der Aufsichtsrat von VW, wenn es um die Dieselkrise geht. Oder die Bundesregierung, wenn es um den Klimawandel geht… Lehnen Sie sich jetzt zurück, lassen Sie die Zeitung aus der Hand fallen und die Gedanken aus dem Kopf. Zur Not murmeln Sie das Mantra: Diesel hier, Diesel da, Diesel, Diesel, lalala. Starren Sie leer vor sich hin. Werden Sie perfekter Nichts-Tuer – und die Zukunft gehört Ihnen! Die Chefetage auch. Ganz abgesehen von der feinen Lehrtätigkeit in meiner bislang aus Faulheit noch nicht gegründeten „Akademie des Nichtstuns“…